{"id":998,"date":"2017-06-04T20:40:33","date_gmt":"2017-06-04T19:40:33","guid":{"rendered":"https:\/\/blog.fitus.de\/blog\/?p=998"},"modified":"2017-09-14T20:48:23","modified_gmt":"2017-09-14T19:48:23","slug":"92-etappe-von-fromista-nach-carrion-de-los-condes","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blog.fitus.de\/blog\/?p=998","title":{"rendered":"92. Etappe von Fromista nach Carrion de los Condes"},"content":{"rendered":"<p><span style=\"color: #000000;font-family: Times New Roman;font-size: medium\"><a href=\"https:\/\/blog.fitus.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/09\/20170604_101415.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-thumbnail wp-image-936\" src=\"https:\/\/blog.fitus.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/09\/20170604_101415-150x150.jpg\" alt=\"\" width=\"150\" height=\"150\" \/><\/a>Auch heute war die Nacht recht ruhig verlaufen. Manchmal hat man einen leichteren Schlaf und manchmal schl\u00e4ft man recht tief und tr\u00e4umt. Man sagt ja auch wer tr\u00e4umt befindet sich im Tiefschlaf. Oft hatte ich den Eindruck, das ich in einem Schlafsaal mit 20 oder 30 Pilgern besser geschlafen habe als zu Hause. Das lag vermutlich daran, das man sich auf dem Weg um nichts weiter sorgen musste als um etwas zu Essen und einen Schlafplatz zu finden. Zu Hause in unserer verr\u00fcckten Welt mit ihren oftmals unn\u00f6tigen und k\u00fcnstlich herbeigef\u00fchrten Problemen kann man gar nicht so entspannen und in eine andere Welt abtauchen wie auf dem Camino. Heute ging es wieder mal ohne Fr\u00fchst\u00fcck auf den Weg, aber die n\u00e4chste Bar war nicht weit. Irgendwie war es auch immer wieder sch\u00f6n in den Bars Fr\u00fchst\u00fcck zu machen. Man lernt neue Pilger kennen und auch die Tortillas oder Croissants schmeckten immer zu einem Cafe con Letche recht lecker. Heute hatte man den Eindruck das wieder mehr Pilger unterwegs sind als in den vergangenen Tagen. In diesem Jahr hatten wir jedenfalls keine Probleme eine Unterkunft zu bekommen. Man musste nicht vorbuchen wie im<\/span><span style=\"color: #000000;font-family: Times New Roman;font-size: medium\">\u00a0 <\/span><span style=\"color: #000000;font-family: Times New Roman;font-size: medium\">letzten Jahr, was deutlich entspannter war und man spontaner sein konnte. Es lag vermutlich daran, das wir dieses Jahr im Juni anstatt im Mai pilgerten. Diesen Hinweis gab man uns ja bereits im vergangen Jahr. Edgar war aber trotz der Erfahrungen der letzten Tage immer in Sorge, das wir f\u00fcr den Abend keinen Schlafplatz bekommen w\u00fcrden. Die Situation etwas entspannter zu sehen h\u00e4tte oftmals gut getan. Die Temperaturen waren immer noch bei ca 8 Grad. Zum Gl\u00fcck gab es heute keinen Regen. Unterwegs trafen wir auf Dieter aus Freiburg. Er hatte seinen Weg in St. Jean pied de Port begonnen und machte den Weg mehr aus sportlichen als aus spirituellen Gr\u00fcnden. Auffallend war bei ihm in den ersten Gespr\u00e4chen, das er mehr fragte als erz\u00e4hlte. Bei Fragen an ihn gab es oftmals keine Antworten von ihm. Aber so ist halt jeder Pilger anders, auch das muss man tolerieren. An die Meseta hatte man sich nun schon gew\u00f6hnt. Irgendwie war es eine sch\u00f6ne Wegerfahrung. Wir waren gegen 11.30 Uhr in Fromista und beschlossen in die dortige kirchliche Herberge zu gehen, obwohl es noch recht fr\u00fch am Tag war. Sie war aber noch geschlossen aber es standen bereits viele Pilger in der Warteschlange. Bei den Herbergen z\u00e4hlt das sogenannte Windhundprinzip. Wer zuerst da ist stellt seinen Rucksack in die Reihe bis die Herberge aufmacht. Die kirchliche Herberge wird von Augustinerschwestern mit betreut. Nach und nach kamen immer mehr bekannte Gesichter an. Renata und Markus, Fernando aus Spanien, Gabriela aus Polen die wir gestern in Fromista kennengelernt hatte, Lee und Choo die beiden Koreaner, auch sie hatten wir schon vor einigen Tagen getroffen und sp\u00e4ter auch noch Sivia aus Frankreich. Man war nach einigen Tagen eine richtige Pilgerfamilie. Wir hatten heute viel Zeit zum relaxen und unterhalten, was wir auch ausgiebig genutzt haben. F\u00fcr den Abend gab es in der nebenan gelegenen Kirche eine Pilgermesse mit anschlie\u00dfenden Pilgersegen den der Pfarrer jeden einzelnen spendete. Nach der Messe hatten wir uns noch mit Renata, Markus und Dieter zum Essen verabredet. Es sollte auch noch Jonny dazukommen. Er war Belgier und auch ihn hatten wir schon in Santo Domingo de Calzada in der Herberge getroffen. Er war krankheitsbedingt einen Tag hinter uns und kam heute relativ sp\u00e4t in Contes an. Im nebenan gelegenen Restaurant lie\u00dfen wir uns das Pilgermen\u00fc zusammen mit einem Rotwein schmecken. Aber die Unterhaltungen an so einem Abend sind mit nichts zu vergleichen. Man erz\u00e4hlt sich oft die ver\u00fccktesten Geschichten die man nur auf dem Camino erlebt. Schnell ging eine sch\u00f6ner Abend zu Ende und wir machten uns zusammen auf den Weg in die Unterkunft. Im Aufenthaltsraum tranken wir noch eine Flasche Rotwein die wir heute im Supermarkt gekauft hatten. Schlie\u00dflich wollten wir diese nicht am n\u00e4chsten Tag im Rucksack herumtragen. Am Tisch sa\u00df auch noch ein Spanier. Wir luden ihn auf ein Glas ein. Sein Name war Nano und er war Baske aus San Sebastian. Leider sprach er nur ein paar Worte englisch, aber die Unterhaltung funktionierte trotzdem. Zum Schluss zeigte er uns ein Foto seines Vaters, er war fr\u00fcher Fu\u00dfballprofi in Bilbao und das Foto zeigte ihn zusammen mit Alfredo di Stefano im Estadio Bernabeu in Madrid. Darauf war er unheimlich stolz. Wir leerten unsere Gl\u00e4ser und dann ging man zufrieden ins Bett.<br \/>\nBuen Camino<\/span><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Auch heute war die Nacht recht ruhig verlaufen. Manchmal hat man einen leichteren Schlaf und manchmal schl\u00e4ft man recht tief und tr\u00e4umt. Man sagt ja auch wer tr\u00e4umt befindet sich im Tiefschlaf. 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