{"id":995,"date":"2017-06-03T20:36:40","date_gmt":"2017-06-03T19:36:40","guid":{"rendered":"https:\/\/blog.fitus.de\/blog\/?p=995"},"modified":"2017-09-14T20:47:45","modified_gmt":"2017-09-14T19:47:45","slug":"91-etappe-von-castrojerez-nach-fromista","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blog.fitus.de\/blog\/?p=995","title":{"rendered":"91. Etappe von Castrojerez nach Fromista"},"content":{"rendered":"<p><span style=\"color: #000000;font-family: Times New Roman;font-size: medium\"><a href=\"https:\/\/blog.fitus.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/09\/IMG_20170603_074640_BURST001_COVER.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-thumbnail wp-image-963\" src=\"https:\/\/blog.fitus.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/09\/IMG_20170603_074640_BURST001_COVER-150x150.jpg\" alt=\"\" width=\"150\" height=\"150\" \/><\/a>Auch diese Nacht verbrachten wir recht ruhig mit etwa 30 Pilgern im gro\u00dfen Schlafsaal dieser Herberge. Man gew\u00f6hnt sich einfach an die Verh\u00e4ltnisse vor Ort und hat meist keine Probleme mit vielen Pilgern zusammen die Nacht zu verbringen. Das Schnarchen des ein oder anderen h\u00f6rt man zwar manchmal noch, aber st\u00f6ren tut es meist nicht mehr. Die Nacht \u00fcber hatte es immer wieder mal geregnet. Beim Fr\u00fchst\u00fcck in der Herberge machte man seine Pl\u00e4ne f\u00fcr den Tag. Gegenseitig fragte man sich meist, wie weit gehst du heute und wo willst du \u00fcbernachten. Die meisten hatten zwar ein Ziel f\u00fcr den Tag, aber das konnte sich im Laufe des Tages immer wieder mal \u00e4ndern. Auch wir wussten meist am Morgen noch nicht ganz genau wie weit wir gehen und wo wir \u00fcbernachten wollten. Das ist ja auch das sch\u00f6ne an diesem Weg, das man einfach in den Tag hineinleben kann. Allerdings muss man das auch f\u00fcr sich zulassen k\u00f6nnen. Ich f\u00fcr meinen Teil konnte das nach einigen Tagen im Gegensatz zu Edgar. Er wollte schon meist am Morgen wissen wo er heute Abend schl\u00e4ft. Auch hatte er unterwegs immer wieder mal Bedenken das wir die Strecke in der zur Verf\u00fcgung stehenden Zeit nicht schaffen. Ich hatte da eigentlich keine Bedenken. Denn wenn man mal einen Tag etwas weniger l\u00e4uft, kann man ja die n\u00e4chsten Tage wieder mehr laufen. Man muss auch mal 5 gerade sein lassen, vertrauen in sich haben und auch auf Gott vertrauen das sich alles am Ende f\u00fcgt. Dies ist etwas was man auch von vielen Pilgern lernen kann. Als wir los laufen wollten braute sich ein gr\u00f6\u00dferes Gewitter zusammen und es begann wie aus K\u00fcbeln zu regnen. Wir beschlossen noch zu warten, denn es machte keinen Sinn los zu laufen, zumal ein Gewitter nicht zu untersch\u00e4tzen ist. Auch die Brasilianerinnen Adriana und Amalia sa\u00dfen draussen auf der Veranda mit ihren Ponchos und warteten ebenfalls. Nach etwa einer halben Stunde hatte sich das Gewitter verzogen und wir konnten los gehen. Es war merklich abgek\u00fchlt, das die Brasilianerinnen vor K\u00e4lte ihre Socken \u00fcber die H\u00e4nde zogen. Eigentlich war ja Sommer in Spanien. Vorsichtshalber hatten wir trotzdem den Poncho angezogen, falls es wieder zu regnen beginnt. Allerdings kam nach Castrjerez gleich ein steiler Anstieg und man kam extrem ins schwitzen unter dem Poncho. So war man oben am Gipfel tropf nass und man musste schon aufpassen, das man sich nicht erk\u00e4ltet. Am Weg kamen wir dann an einer Kirche vorbei. San Nicol\u00e1s eine der wohl au\u00dfergew\u00f6hnlichsten Pilgerherbergen des gesamten Camino. Innerhalb deren Mauern stehen die Stockbetten zum \u00fcbernachten und die mittelalterliche Tradition des Fu\u00dfwaschens der Pilger wird dort auch noch aufrechterhalten. Leider waren wir dort bereits am fr\u00fchen Vormittag, denn sonst w\u00e4ren wir sicher dort geblieben. Auch Adriana und Amalia waren dort und machten Rast. Wir hatten wieder ein nettes Gespr\u00e4ch. Wir unterhielten uns \u00fcber unsere Kinder und da meine Tochter Lisa im November ihr erstes Kind erwartet war man ja auf der Suche nach einem Namen. Einen Namen f\u00fcr einen Buben hatten Lisa und Jonas schon. Einen M\u00e4dchennamen hatten sie noch nicht. Und ich dachte mir, mal schauen welche Namen die weiblichen Pilger aus aller Welt haben. Vielleicht ist ein h\u00fcbscher Name dabei. Dies sagte ich den Pilgerinnen immer im Gespr\u00e4ch und sie freuten sich jedesmal wenn ihr Name f\u00fcr das Baby in Frage kam. Ich hatte schon jede Menge Namen in meinem Notizbuch. Der restliche Weg war dann recht ereignislos, das Wetter hatte sich wieder gebessert und die Sonne war schon wieder zu sehen. Der Weg heute war typisch f\u00fcr die Meseta, ein Weg durch eine flache, eint\u00f6nige, aber eben charakteristische Jakobsweglandschaft, die Tierra del Campos. Am fr\u00fchen Nachmittag kamen wir dann in Fromista an. Unterwegs trafen wir nach langer Zeit wieder Anette aus M\u00fcnchen. Sie war jetzt alleine unterwegs. Rafaella hatte ihrenWeg beendet und war bereits nach Hause gefahren. In Fromista gab es 3 Herbergen. Anette hatte sich die umgebaute Bahnhofslagerhalle ausgesucht. Wir wollten dann auch dorthin, aber leider war sie schon voll. Wir entschieden uns dann f\u00fcr die Gemeindeherberge. Einige bekannte Gesichter waren auch schon dort. Nach dem obligatorischen W\u00e4schewaschen und der K\u00f6rperpflege setzten wir uns in den Innenhof der Herberge. Anette kam uns besuchen und wir redeten dort sehr lange und intensiv miteinander. F\u00fcr den Abend hatten wir uns mit Renata und Markus, die auch bei uns in der Herberge waren zum Pizza Essen verabredet. Nach einigen Gl\u00e4schen Rotwein gingen wir relativ fr\u00fch schlafen.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #000000;font-family: Times New Roman;font-size: medium\">Buen Camino<\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #000000;font-family: Times New Roman;font-size: medium\">\u00a0<\/span><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Auch diese Nacht verbrachten wir recht ruhig mit etwa 30 Pilgern im gro\u00dfen Schlafsaal dieser Herberge. Man gew\u00f6hnt sich einfach an die Verh\u00e4ltnisse vor Ort und hat meist keine Probleme mit vielen Pilgern zusammen die Nacht zu verbringen. 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