{"id":993,"date":"2017-06-02T20:34:29","date_gmt":"2017-06-02T19:34:29","guid":{"rendered":"https:\/\/blog.fitus.de\/blog\/?p=993"},"modified":"2017-09-14T20:47:02","modified_gmt":"2017-09-14T19:47:02","slug":"90-etappe-von-hornillas-nach-castrojerez","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blog.fitus.de\/blog\/?p=993","title":{"rendered":"90. Etappe von Hornillas nach Castrojerez"},"content":{"rendered":"<p><span style=\"color: #000000;font-family: Times New Roman;font-size: medium\"><a href=\"https:\/\/blog.fitus.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/09\/20170602_082106.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-thumbnail wp-image-935\" src=\"https:\/\/blog.fitus.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/09\/20170602_082106-150x150.jpg\" alt=\"20170602_082106\" width=\"150\" height=\"150\" \/><\/a>Nach einer ruhigen Nacht mit 20 Pilgern die auch ab und zu mal geschnarcht haben war es \u00fcber nacht etwas k\u00fchler geworden. Beim gehen aus der Herberge sprachen wir etwas l\u00e4nger mit Morton. Er kam aus D\u00e4nemark und war mit seiner Frau unterwegs. Es war heute ihr letzter Tag auf dem Camino, dann mussten sie wieder zur\u00fcck in die Heimat. Er trank gerne mal ein Bier und wir hatten ein spassiges Miteinander. Ich bat Morton noch auf d\u00e4nisch in mein Tagebuch den Satz &#8222;Nichts ist Zufall&#8220; auf d\u00e4nisch hineinzuschreiben. Immer wenn ich Pilger aus anderen L\u00e4ndern traf und wir ins Gespr\u00e4ch kamen, bat ich diese in ihrer Sprache den Satz ins Tagebuch zu schreiben. Wir fragten ihn auch noch wie man sich in D\u00e4nemark gr\u00fcsst. Er sagte uns, das es &#8222;Hilsener&#8220; heisst und w\u00e4re f\u00fcr einen deutsche leicht zu merken, denn es klingt wie &#8222;Pilsener&#8220;. Die Wege durch die Meseta zogen sich wie bereits gestern zwischen endlosen Getreidefeldern hin. Der Himmel zog sich im Laufe des Vormittags immer mehr mit Regenwolken zu. Auch wurde es noch deutlich k\u00fchler als am Morgen. Wir beschlossen an der n\u00e4chsten Bar Rast zu machen und hatten unheimliches Gl\u00fcck, denn es begann gerade so richtig zu regnen. Dort konnten wir bei einem leckeren Cafe con Letche entspannt warten bis sich der Regen wieder verzog. W\u00e4re man auf freier Strecke gewesen h\u00e4tte man auf jedenfall den Poncho herausholen m\u00fcssen. Beatrix war gerade auch in die Bar gekommen. Sie war mit noch 2 Frauen, darunter Heike aus Duisburg heute unterwegs. Viele Pilger die urspr\u00fcnglich allein gestartet sind tun sich meist mit anderen Pilgern zusammen und sind dann auch oft einige Zeit zusammen unterwegs. So war es auch bei Beatrix und Heike. Gegen halb eins erreichten wir Castrojerez. Eigentlich sprach einiges dagegen dort zu bleiben. Es war noch relativ fr\u00fch am Tag und Castojerez war wieder ein gr\u00f6\u00dferer Ort der in den Pilgerf\u00fchrern als Etappenort beschrieben wird. Wir beschlossen die Gemeindeherberge zu suchen und dort zu bleiben zumal es wieder heftig nach Regen aussah. In der Unterkunft begr\u00fcsste uns ein Mann im Dortmund Trikot. F\u00fcr mich als Bayernfan nat\u00fcrlich gleich eine Herausforderung. Olli war der Hospitalero und er gab uns die letzten beiden Betten. Wahnsinn das die Herberge schon um diese Zeit voll war. Mit Olli konnte man sich gut unterhalten wenn es seine Zeit erlaubte. Da er selbst schon einige Caminos in Spanien gelaufen war, hatte er viele n\u00fctzliche Tips f\u00fcr uns. Er arbeitete die ganze Saison von Mai bis Oktober in Castojerez. Die Herberge geh\u00f6rt zwar der Gemeinde, diese hat sie aber an Paco einen Spanier verpachtet und Olli war bei ihm angestellt. Olli war auf einige sogenannte Pilger nicht gut zu sprechen. Er sagte das diese in den letzten Jahren immer unfreundlicher werden. Fr\u00fcher waren die ersten Fragen der Pilger, hast du ein Bett, wann ist Pilgermesse und heute ist die erste Frage der Pilger \u2013 gibts hier WIFI. Es hat sich eben viel auf dem Weg in den letzten Jahren ver\u00e4ndert. Nach der \u00fcbliche Tagesroutine setzten wir uns gem\u00fctlich auf die Veranda. Die Brasilianerinnen Adriana und Amalia waren heute auch mit uns im Schlafsaal. Wir hatten sie doch schon ein paar Tage nicht mehr gesehen. Ein Gewitter zog heran und es begann heftig zu regnen. Mit Fernando einen Spanier aus Katalonien tauschten wir uns intensiv \u00fcber Fussball aus. Mit dem Thema Fussball gehts meistens wenn man nicht die gleiche Sprache spricht. Anschlie\u00dfend gingen wir in eine Bar zum Abendessen.<\/span><span style=\"color: #000000;font-family: Times New Roman;font-size: medium\">\u00a0 <\/span><span style=\"color: #000000;font-family: Times New Roman;font-size: medium\">Olli hatte sie uns empfohlen und das Pilgermen\u00fc dort war wirklich k\u00f6stlich. Dazu der Rotwein und alles war gut. In der Bar war auch noch ein franz\u00f6sischer Pilger der auch in unserer Herberge war. Leider sprach er kein englisch oder etwas deutsch. Er hatte einen durchdringenden Blick und einen Bart wie einer der Musketiere, wir nannten ihn deshalb D`Artagnan weil wir seinen richtigen Namen nicht kannten. Auf dem R\u00fcckweg gingen wir noch in einen auf einen Rotwein gleich in der N\u00e4he der Herberge. Olli kam auch kurz vorbei um ein Bier zu trinken und auch sein Chef Paco kam vorbei. Spontan spendierte er uns einen Rotwein. Er setzte gerade Olli in Kenntnis, das er kurzfristig beschlossen habe morgen auf den Camino zu gehen. So einfach und schnell treffen manche die Entscheidung sich auf den Weg zu machen. Schon die Aussage von Paco \u2013 Ich brauche nach all dem Stress wieder einen Camino \u2013 l\u00e4sst tief blicken, wie verwurzelt manche mit diesem Weg sind. Traumhaft wenn man sagen kann, jetzt will ich auf den Weg und morgen mach ich es.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #000000;font-family: Times New Roman;font-size: medium\">Buen Camino<\/span><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Nach einer ruhigen Nacht mit 20 Pilgern die auch ab und zu mal geschnarcht haben war es \u00fcber nacht etwas k\u00fchler geworden. Beim gehen aus der Herberge sprachen wir etwas l\u00e4nger mit Morton. 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