{"id":981,"date":"2017-05-29T20:13:05","date_gmt":"2017-05-29T19:13:05","guid":{"rendered":"https:\/\/blog.fitus.de\/blog\/?p=981"},"modified":"2017-09-14T20:40:20","modified_gmt":"2017-09-14T19:40:20","slug":"86-etappe-von-santo-domingo-de-calzada-nach-belorado","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blog.fitus.de\/blog\/?p=981","title":{"rendered":"86. Etappe von Santo Domingo de Calzada nach Belorado"},"content":{"rendered":"<p><span style=\"color: #000000;font-family: Times New Roman;font-size: medium\"><a href=\"https:\/\/blog.fitus.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/09\/IMG_20170529_182715.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-thumbnail wp-image-961\" src=\"https:\/\/blog.fitus.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/09\/IMG_20170529_182715-150x150.jpg\" alt=\"\" width=\"150\" height=\"150\" \/><\/a>Nach einer relativ ruhigen Nacht, wir waren ja nur zu dritt in einem Zimmer machten wir uns wieder fr\u00fch am Morgen auf den Weg. In der Herberge gab es auch kein Fr\u00fchst\u00fcck, aber die n\u00e4chste Bar sollte relativ schnell kommen. Dort gab es gleich einen Cafe con Letche und leckere Tortillas dazu. Diese s\u00e4ttigten einen gleich f\u00fcr den ganzen Tag. Es war heute ziemlich bew\u00f6lkt und es war auch merklich k\u00fchler geworden. Auch setzte zeitweise leichter Regen ein, was aber kaum der Rede wert war. Die Wege die man gehen musste waren landschaftlich richtig sch\u00f6n und die Vegetation am Wegesrand war sehr vielf\u00e4ltig. Meist konnte man den Weg den man vor sich hatte schon kilometerweit sehen. Auch heute traf man wieder auf Pilger die man neu kennenlernte, wie Guiseppe und Bruno aus Bergamo in Italien. Beide sprachen zwar weder englisch noch deutsch, aber wenn man f\u00fcr italienischen Fussballclubs wie Atalanta Bergamo und Juventus Turin schw\u00e4rmte, hatte man schon eine Gespr\u00e4chsbasis und auch die Sympathie der beiden auf seiner Seite. Wir beschlossen heute bis nach Belorado zu gehen. Gleich am Ortseingang gab es eine imposante moderne Herberge, in der es alles gab was sich ein Pilger so w\u00fcnscht vom Swimmingpool \u00fcber den Souvenierladen und noch vieles andere. Aber ob man all das wirklich auch braucht auf dem Pilgerweg ist dahingestellt. Wir jedenfalls zogen es vor weiter bis zur Ortsmitte in die kirchliche Herberge zu gehen. Dies sollte die absolut richtige Entscheidung sein. Die Pilger die schon dort waren und die noch kommen sollten passten alle wirklich irgendwie zusammen. Auch Guiseppe und Bruno waren schon da. Sp\u00e4ter kam auch noch Silvia, die Franz\u00f6sin hinzu. Die Herberge hatte wie die meisten kirchlichen Herbergen ein eigenes Flair. Sie war recht einfach eingerichtet, aber mehr braucht man ja auch nicht. Wir wurden recht herzlich von Magdalena und Thomas, ein \u00e4lteres Schweizer Ehepaar, das die Herberge als Hospitaleros betreute, begr\u00fc\u00dft und aufgenommen. Man muss den allerh\u00f6chsten Respekt vor solchen Menschen haben, die wie die beiden jedes Jahr freiwillig und unendgeldlich f\u00fcr 2 Wochen die Pilger in den Herbergen betreuen. Magdalena machte uns gleich auf die abendliche Pilgermesse und den Pilgersegen in der nebenan gelegenen Kirche aufmerksam. Selbstverst\u00e4ndlich sagten wir zu, das wir kommen w\u00fcrden. Magdalena berichtete, das die kirchliche Herberge nicht mehr ganz so angenommen wird seit es diese gro\u00dfe komfortable Herberge am Ortseingang gab. Nachmittags war zun\u00e4chst relaxen und Tagebuch schreiben angesagt. Im Gemeinschaftsraum lernte man gleich wieder einige Pilger kennen, darunter Hu Jong aus Taiwan und die Brasilanerinnen mit Namen Adriana und Amalia. Die beiden waren sehr nett. Adriana war Journalistin und sprach englisch. Ihr Sohn war Bayernfan, und so hatten wir schon eine zus\u00e4tzliche Gespr\u00e4chsbasis. Amalia sprach leider nur portugisisch so das eine Kommunikation mit H\u00e4nden und F\u00fc\u00dfen gefragt war. Conny kam bei unserer Herberge vorbei, sie war gleich nebenan in einer privaten Herberge untergekommen und wir gingen zusammen auf dem Marktplatz von Belorado Kaffee trinken. Anschlie\u00dfend verabredeten wir uns zur Pilgermesse und zum Abendessen in einer Bar. Die Pilgermesse war gut besucht, die meisten Pilger aus unserer Herberge waren gekommen. Nach der Messe versammelte der Pfarrer die Pilger am Seitenaltar um sich. Es durfte jeder sich vorstellen und sagen woher er kommt. Es wurden verschiedene Gebete vorgetragen. Und am Ende wurden die verschiedenen Nationen gefragt, ob sie etwas Beten oder singen wollten. Eine jede Nation beteiligte sich mit Gebet oder Gesang und wir beschlossen, unser Lied &#8222;Reinste Jungfrau&#8220; zu singen. Ein wirklich sch\u00f6nes Gef\u00fchl hatte man danach alle hier vereint im Glauben zu erleben. Danach spendete der Pfarrer jeden Einzel noch den Pilgersegen. Mit einem gemeinsamen Bild in der Kirche vor dem Altar hielten wir diesen einmaligen Moment auf dem Camino fest. Im Anschluss gingen wir mit Conny noch Essen in einer Bar. Unser erstes Pilgermen\u00fc in diesem Jahr. Das dazugeh\u00f6rige Glas Rotwein rundete diesen sch\u00f6nen Tag ab. Zufrieden gingen wir ins Bett. Es waren diesmal alle fast gleichzeitig in den Schlafsaal gekommen und auch gleichzeitig zu Bett gegangen. Bruno sagte auf italienisch Gute Nacht \u2013 Buonanotte und ein jeder sagte anschlie\u00dfend dann in seiner Sprache Gute Nacht. Ein Spanier \u2013 Buenas Noches, die Franz\u00f6sin Silvia \u2013 Bonne Nuit. Auch wir die Deutschen \u2013 Gute Nacht. Einfach herrlich den Tag so zu beenden.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #000000;font-family: Times New Roman;font-size: medium\">Buen Camino<\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #000000;font-family: Times New Roman;font-size: medium\">\u00a0<\/span><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Nach einer relativ ruhigen Nacht, wir waren ja nur zu dritt in einem Zimmer machten wir uns wieder fr\u00fch am Morgen auf den Weg. 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