{"id":829,"date":"2016-05-06T20:23:36","date_gmt":"2016-05-06T19:23:36","guid":{"rendered":"https:\/\/blog.fitus.de\/blog\/?p=829"},"modified":"2016-09-04T12:49:18","modified_gmt":"2016-09-04T11:49:18","slug":"80-etappe-von-larrasoina-nach-zirauki","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blog.fitus.de\/blog\/?p=829","title":{"rendered":"80. Etappe von Larrasoina nach Zirauki"},"content":{"rendered":"<p lang=\"\"><span style=\"font-family: Arial,sans-serif\"><span style=\"font-size: small\"><a href=\"https:\/\/blog.fitus.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2016\/09\/DSC009021.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-thumbnail wp-image-856\" src=\"https:\/\/blog.fitus.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2016\/09\/DSC009021-150x150.jpg\" alt=\"DSC00902~1\" width=\"150\" height=\"150\" \/><\/a>F\u00fcr heute hatten wir uns eine relativ kurze Etappe von 15 km vorgenommen. Wir wollten unbedingt in Pamplona in der deutschen Herberge der Casa Paderborn \u00fcbernachten. Diese wurde uns als \u201cMuss\u201d auf dem Weg beschrieben. Kurz vor Pamplona trafen wir dann auch Tom wieder, er war schon vor uns ohne Fr\u00fchst\u00fcck losgegangen. Da auch wir heute realtiv fr\u00fch losgingen, waren wir schon kurz nach 10.00 Uhr am Ortseingang von Pamplona. Das Hinweisschild zur Casa Paderborn stand auch hier am Ortsrand. Wollten wir wirklich bei diesem sch\u00f6nen Pilgerwetter jetzt schon den Pilgertag beenden? Wir beschlossen schweren Herzens auf die Casa Paderborn zu verzichten und weiter zu gehen. Dies solte sich im nachhinein als absolut richtig herausstellen. Der Weg durch die Altstadt von Pamplona war richtig sch\u00f6n. Man kam an vielen Kirchen vorbei. Einige davon besuchten wir nat\u00fcrlich, denn wir hatten ja Zeit. Am Rathaus stand auch noch eine Absperrung f\u00fcr die Stierhatz, die jedes Jahr in Pamplona stattfindet. Dort machten wir zur Erinnerung noch ein gemeinsames Foto. Nur der Stier fehlte auf dem Foto. Der Weg durch die Stadt und ihre Au\u00dfenbezirke war wie bei allen Gro\u00dfst\u00e4den recht eint\u00f6nig und aufgrund des Verkehrs und der vielen Ampeln recht beschwerlich. An einer der vielen Ampeln trafen wir dann auf 3 deutsche Pilger. Es waren Lorenz, Andre und Steffi aus D\u00fcsseldorf. Sie waren mit dem Auto nach Pamplona gefahren um von hier aus nach Santiago zu pilgern. Steffi war schon in den vergangenen Jahren auf Jakobswegen gepilgert und hatte den Virus an ihre beiden Freunde weitergegeben. Mit Steffi entwickelte sich eine sch\u00f6ne Unterhaltung, so das die Zeit wie im Fluge verging. Der Status von Steffi bei Whatts App lautete \u201cIch bin falsch hier\u201d. Aber nur wenn sie wieder zu Hause ist. Am Ortsrand trafen wir dann auch noch Andrea und ihre Mitpilgerin aus Ungarn. Sie machten beide gerade Dehn\u00fcbungen. Sah richtig gut aus. Am Wegesrand machten wir dann eine Mittagspause um zu beraten, wie weit wir heute gehen wollten. Auch Schorsch und G\u00fcnter kamen hinzu. Die beiden hatten wir schon einige Tage nicht mehr gesehen. Auch sie hatten noch keine Unterkunft. Bei der Bettennot auf dem Weg sollte man nicht all zu lange beraten. Wir beschlossen aufgrund der fortgeschrittenen Zeit in der n\u00e4chsten Ortschaft nachzufragen. Zirauki war der n\u00e4chste Ort. Es war ein relativ kleiner Ort. Es sollte eine eine gemeindliche Herberge geben und eine Private. An der Privaten Herberge sa\u00df Tom schon bei einem Kaffee vor dem Eingang, er war nach Pamplona etwas schneller als wir gegangen und erz\u00e4hlte, das er sich dort angemeldet hatte. Es war aber schon relativ voll und wir sollten nicht allzulange \u00fcberlegen. Wir meldeten uns daraufhin an und bekamen so ziemlich die letzten Pl\u00e4tze im 10 Betten Schlafsaal. Nur noch 1 Bett war nach uns frei und das schon am fr\u00fchen Nachmittag. Das Bettenproblem zog sich wie ein roter Faden durch den Weg in Spanien. Wir setzten uns zu Tom vor dem Eingang. Hier war es sch\u00f6n zu beobachten wie die Pilger nach und nach eintrafen. Steffi kam mit ihren Freunden an und setzte sich zu uns. Auch Andrea kam mit ihrer ungarischen Freundin. Andrea ging schwer, sie hatte sich Blasen gelaufen und wollte nicht mehr weitergehen. Ihre Freundin bekam das letzte Bett, so das f\u00fcr Andrea kein Bett mehr da war. Sie war ziemlich entt\u00e4uscht und sie wollte und konnte aufgrund der Blasen nicht mehr weitergehen. Nach einer relativ komplizierten Diskussion mit den Herbergsbetreibern bekam sie noch eine Matraze am Boden des Schlafsaales. Dar\u00fcber war sie sehr dankbar. Aber jetzt mussten erstmal ihre Blasen verarztet werden. Steffi hatte gro\u00dfe Erfahrung damit und half Andrea. Wenn ein Pilger ein Problem hat, findet er einen anderen der ihm hilft, so ist das auf dem Weg. Die Hilfsbereitschaft ist einfach \u00fcberw\u00e4ltigend. Leider bekam Steffi und ihre Freunde keinen Schlafplatz mehr in der Herberge und sie mussten gezwungenerma\u00dfen weitergehen. Gernauso wie Schorsch und G\u00fcnter, sie hatten gehofft, das die gemeindliche Herberge eine Platz h\u00e4tte. Aber diese war geschlossen. Im Laufe des Nachmittags kamen noch etliche Pilger vorbei die hier bleiben wollten. Aber auch sie mussten weiter gehen. Es sprach sich bis hier herum, das auch zwischenzeitlich in den n\u00e4chsten zu ereichenden Ortschaften kein Schlafplatz mehr zu bekommen war. Wer als relativ sp\u00e4t am Nachmittag ankam musste damit leben keine \u00dcbernachtungsm\u00f6glichkeit zu bekommen. Viele mussten an diesem Tag mit dem Taxi teilweise bis nach Los Arcos, dem n\u00e4chst gr\u00f6\u00dferen Ort um dort zu \u00fcbernachten.So verliert der Weg nat\u00fcrlich an seiner Urspr\u00fcnglichkeit wenn man nicht mehr spontan soweit gehen kann wie man will oder kann. Auch wir werden im n\u00e4chsten Jahr \u00fcberlegen, ob wir wieder im Mai gehen wollen. M\u00f6glicherweise ist der Sommer mit Juni\/Juli wesentlich besser. Da ist es zwar hei\u00df, aber das Pilgeraufkommen ist sicherlich nicht ganz so extrem. Die Herberge hier in Zirauki war zwar relativ klein, aber sie hatten f\u00fcr den Abend verschiedene Pilgeressen auf ihrer Speisekarte. Beim Abendessen sa\u00dfen wir mit Tom zusammen und einem franz\u00f6ischen Pilger. Es war Henri, ein richtig netter Franzose aus Chattion an der Seine, der einige Worte deutsch konnte. Aber wir hatten ja auch noch Tom, der franz\u00f6sich sprach und beim \u00dcbersetzen half. Ein netter Abend ging recht fr\u00fch mit einer Flasche Rotwein zu Ende.<\/span><\/span><\/p>\n<p lang=\"\"><span style=\"font-family: Arial,sans-serif\"><span style=\"font-size: small\">Hola und Buen Camino<\/span><\/span><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>F\u00fcr heute hatten wir uns eine relativ kurze Etappe von 15 km vorgenommen. Wir wollten unbedingt in Pamplona in der deutschen Herberge der Casa Paderborn \u00fcbernachten. Diese wurde uns als \u201cMuss\u201d auf dem Weg beschrieben. Kurz vor Pamplona trafen wir &hellip; <a href=\"https:\/\/blog.fitus.de\/blog\/?p=829\">Weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[3],"tags":[],"class_list":["post-829","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-jakobsweg"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/blog.fitus.de\/blog\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/829","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/blog.fitus.de\/blog\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/blog.fitus.de\/blog\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/blog.fitus.de\/blog\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/blog.fitus.de\/blog\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=829"}],"version-history":[{"count":3,"href":"https:\/\/blog.fitus.de\/blog\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/829\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":891,"href":"https:\/\/blog.fitus.de\/blog\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/829\/revisions\/891"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/blog.fitus.de\/blog\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=829"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/blog.fitus.de\/blog\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=829"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/blog.fitus.de\/blog\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=829"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}