{"id":823,"date":"2016-05-03T20:19:07","date_gmt":"2016-05-03T19:19:07","guid":{"rendered":"https:\/\/blog.fitus.de\/blog\/?p=823"},"modified":"2016-09-04T16:35:19","modified_gmt":"2016-09-04T15:35:19","slug":"77-etappe-von-ostabat-nach-st-jean-pied-de-port","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blog.fitus.de\/blog\/?p=823","title":{"rendered":"77. Etappe von Ostabat nach St. Jean pied de Port"},"content":{"rendered":"<p lang=\"\"><span style=\"font-family: Arial,sans-serif\"><span style=\"font-size: small\"><a href=\"https:\/\/blog.fitus.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2016\/09\/DSC007191.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-thumbnail wp-image-852\" src=\"https:\/\/blog.fitus.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2016\/09\/DSC007191-150x150.jpg\" alt=\"DSC00719~1\" width=\"150\" height=\"150\" \/><\/a>Heute war unser letzter Tag auf der Via Podiensis, diese endet in St. Jean pied de Port. Ab da geht der klassische Jakobsweg der Camino frances weiter bis nach Santiago de Compostela. Schon recht fr\u00fch vor allen anderen Pilgern machten wir Fr\u00fchst\u00fcck. Die anderen Pilger in der Herberge waren Gruppenpilger, die ihr Gep\u00e4ck transportieren lie\u00dfen. Sie machten nach uns alle gemeinsam Fr\u00fchst\u00fcck. Bei bew\u00f6lktem Himmel aber trockener Witterung machten wir uns auf den Weg. Am Ortsausgang sahen wir schon von weiten ein Zelt stehen. Als wir n\u00e4her kamen sahen wir, dass es Florian war, er hatte heute, wie schon so oft die Nacht in seinem Zelt verbracht. Aber er war ja noch jung und ihm machte es nichts aus die Nacht drau\u00dfen zu verbringen. Unterwegs trafen wir auch Gabi wieder. Ein kurzes Schw\u00e4tzchen mit ihr musste schon sein. Schon gegen Mittag kamen wir in St. Jean pied de Port an. Wie lange hatten wir dar\u00fcber gesprochen, wenn wir denn einmal dort w\u00e4ren, dann ist es nicht mehr weit bis Santiago. Aber von hier sind es trotzdem noch fast 900 km bis ans Ende der Welt. Am Stadttor mussten wir nat\u00fcrlich das obligatorische Foto machen, bzw. wir lie\u00dfen uns von anderen Pilgern zusammen fotografieren. Schon hier merkte man das erh\u00f6hte Pilgeraufkommen. Gleich nach dem Tor kam die gemeindliche Herberge. Schon jetzt warteten Pilger darauf, das diese \u00f6ffnen wird, darunter waren auch Olga und Anna aus der Schweiz. Beim weiteren Weg durch die Gassen war man schon etwas geschockt von den Massen an Pilgerstr\u00f6men die hier waren. Es wimmelte nur so an allen Ecken und Enden von Pilgern aber auch Touristen. Sollten die etwa alle von hier losgehen wollen? Bei dem Gedanken wurde es einem schon etwas unwohl. Zum Gl\u00fcck hatte Marcel f\u00fcr uns die Herberge schon reserviert. Hier auf gut Gl\u00fcck einen Platz zu finden scheint ziemlich schwierig zu sein, au\u00dfer man geht in ein Hotel, die es hier zur gen\u00fcge gab. Hier in den Gassen gab es ein Gesch\u00e4ft an dem anderen. Man sah schon das alles auf Tourismus und die Pilger ausgelegt war. Man konnte es fast wie mit Lourdes vergleichen, an jeder Ecke ein Souvenirladen. Unser erster Weg f\u00fchrte uns zur Kirche, der wir einen ersten Besuch abstatteten und von dort zu unserer Herberge. Diese hatte aber noch geschlossen, sie \u00f6ffnete erst, wie die meisten Herbergen gegen 15.00 Uhr. Wir konnten unser Gep\u00e4ck aber dort abstellen und gingen zur\u00fcck in die belebten Gassen. An einer Bar rief eine Stimme unsere Namen. Es war Marlene, sie sa\u00df da mit Daniel und machten gerade Mittag. Es war ihr Abschiedstag. Daniel ging weiter bis Santiago und Marlene musste zur\u00fcck in die Schweiz. Beide waren schon etwas wehm\u00fctig. Wir setzten uns zu den beiden um \u00fcber Gott und die Welt zu reden. Marlene erz\u00e4hlte uns dann eine lustige Begebenheit. Sie wurde von Pilgern gefragt, ob sie den auch die beiden Deutschen getroffen h\u00e4tte, der eine w\u00e4re General und der andere Pfarrer, und jeden Abend w\u00fcrden sie eine Flasche Wein trinken. Wir mussten richtig lachen. Das kam nun von unseren unzureichenden Sprachkenntnissen. Edgar hatte oft erz\u00e4hlt er war mal ein \u201eLittle General\u201c bei der \u201eGerman Armee\u201c und ich erz\u00e4hlte manchmal, das wir auf dem R\u00fcckweg unseren ehemaligen Pfarrer in Venasque besuchen werden. Oft erz\u00e4hlten wir auch von lustigen Abenden und Gespr\u00e4chen mit den Pilgern\u00a0bei einer Flasche Rotwein. Daraus wurde nun das Edgar ein General w\u00e4re und ich ein Pfarrer, die beide auf dem Weg nach Santiago sind, zudem w\u00fcrden sie jeden Abend eine Flasche Wein trinken. Jeder dichtet noch etwas dazu, und am Ende kommt so etwas dabei raus. Anschlie\u00dfend gingen wir den Laden mit den baskischen M\u00fctzen suchen, den uns der Wirt in Ostabat empfohlen hatte. Dort kauften wir f\u00fcr uns und Pfarrer Dotzauer baskische \u201eBarets\u201c. Der Verk\u00e4ufer freute sich sichtlich \u00fcber die Empfehlung vom Wirt in Ostabat, einen Rabatt bekamen wir aber trotzdem nicht. Um 19.00 Uhr fand dann in der Kirche die Pilgermesse mit Andacht und Pilgersegen statt, zu der wir mit den anderen Pilgern der kirchlichen Herberge gingen. Wir hatten gedacht dass die Kirche aufgrund der vielen Pilger \u00fcberf\u00fcllt sein m\u00fcsste. Aber das Gegenteil war der Fall. Anscheinend ist f\u00fcr einen gro\u00dfen Teil der Pilger der Beginn des Weges mit einem Pilgersegen nicht wichtig bei dem man seinem Pilgerweg unter dem Schutz Gottes stellt. Schade eigentlich, das f\u00fcr viele der Weg immer mehr zu einem touristischen Highlight oder Wanderweg wird und seinen Ursprung immer mehr zu verlieren scheint. Bei der R\u00fcckkehr in die Herberge f\u00fchlte man sich schon wieder mehr geborgen. In kirchlichen Herbergen findet man doch meist Pilger mit dem gleichen Spirit. Vor dem Abendessen wird ein gemeinsames Gebet gesprochen und ein irischer Pilger durfte noch ein paar pers\u00f6nliche Worte als Gebet hinzuf\u00fcgen. Gleich kam man mit den anderen Pilgern ins Gespr\u00e4ch. F\u00fcr die meisten war es ihr erster Pilgertag auf dem Camino. Auffallend war, das viele junge M\u00e4dchen, insbesondere aus dem deutschsprachigen Raum unter den Pilgern waren, aber auch aus dem asiatischen Raum, insbesondere aus Korea waren viele Pilger hier. Besonders mit Thomas und Ineke aus den Niederlanden kamen wir besonders intensiv ins Gesp\u00e4ch. Sie lagen auf der gleichen Wellenl\u00e4nge wie wir. Schade dass man sich nicht wieder traf. Beide wollten am ersten Tag nur einige Kilometer zum eingew\u00f6hnen gehen. Sie baten uns noch ein paar Worte ins Buch der Herberge zu schreiben, was wir gerne machten. Zufrieden gingen wir im gro\u00dfen Schlafsaal in unsere Betten.<\/span><\/span><\/p>\n<p lang=\"\"><span style=\"font-family: Arial,sans-serif\"><span style=\"font-size: small\">Bonjour und Buen Camino<\/span><\/span><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Heute war unser letzter Tag auf der Via Podiensis, diese endet in St. Jean pied de Port. Ab da geht der klassische Jakobsweg der Camino frances weiter bis nach Santiago de Compostela. 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