{"id":819,"date":"2016-05-01T20:16:15","date_gmt":"2016-05-01T19:16:15","guid":{"rendered":"https:\/\/blog.fitus.de\/blog\/?p=819"},"modified":"2016-09-04T12:44:12","modified_gmt":"2016-09-04T11:44:12","slug":"75-etappe-von-navarrenx-nach-aroue","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blog.fitus.de\/blog\/?p=819","title":{"rendered":"75. Etappe von Navarrenx nach Aroue"},"content":{"rendered":"<p lang=\"\"><span style=\"font-family: Arial,sans-serif\"><span style=\"font-size: small\"><a href=\"https:\/\/blog.fitus.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2016\/09\/DSC006331.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-thumbnail wp-image-850\" src=\"https:\/\/blog.fitus.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2016\/09\/DSC006331-150x150.jpg\" alt=\"DSC00633~1\" width=\"150\" height=\"150\" \/><\/a>Die Nacht beim Alchimisten war recht ruhig, denn wir hatten ein 2 Bettzimmer und so wurde man kaum beim Schlafen gest\u00f6rt. Wir standen auch an diesem Sonntagmorgen recht fr\u00fch auf, das Fr\u00fchst\u00fcck machten wir alle gemeinsam, der Alchimist und sein Helfer hatten schon alles vorbereitet. Es gab alles was man halt zu einem guten Fr\u00fchst\u00fcck braucht. Da lassen sich die Franzosen sich nichts nachsagen. Alle machten wie \u00fcblich ihre Tagespl\u00e4ne. Man plant wie weit man heute gehen will, ob es dann so kommt weis man aber meist nicht, aber das ist ja auch das sch\u00f6ne an diesem Weg. Ein gewisses Tagesziel braucht man schon, denn in Frankreich ist es \u00fcblich vorher zu reservieren. Sie m\u00f6gen es meist nicht wenn man unangemeldet vor der T\u00fcr steht. Wir hatten uns f\u00fcr heute keine allzu lange Etappe vorgenommen. Aroue im Herzen des Baskenlandes sollte heute unser Ziel sein. Es waren knapp 19 km, deshalb konnten wir es recht gem\u00fctlich angehen lassen. Es war noch recht kalt nach dem gestrigen Regentag. Der erste Weg f\u00fchrte uns in eine Epicerie wo wir etwas Wasser, Brot, Obst und Wurst f\u00fcr unterwegs kaufen wollten. Auf der Stra\u00dfe kamen uns Marlene und Daniel h\u00e4ndchenhaltend entgegen und sahen beide sehr verliebt aus. Wir hatten sie seit vorgestern nicht mehr getroffen und wussten nicht, das beide auch in Navarrenx \u00fcbernachten wollten. Auch das sind Geschichten die der Weg schreibt. Manche finden hier die Liebe ihres Lebens. Den beiden w\u00fcrde ich es w\u00fcnschen, denn es sind wirklich nette, sympathische junge Leute. Nach einigen kurzen Pausen, bei denen wir dann auch wieder Roger und Florian trafen kamen wir am fr\u00fchen Nachmittag in Aroue an. Es war eine kleine typische baskische Ortschaft. Sie war um diese Zeit fast menschenleer. Wir liefen durch den Ort und suchten nach unserer Unterkunft, die ich im Internet gebucht hatte. Aber sie war leider nicht auffindbar, und auch war keiner auf der Stra\u00dfe, den man fragen konnte. Am Ortsende mussten wir \u00fcberlegen, was wir nun machen wollten, weitergehen oder zur\u00fcck zu einer anderen am Weg gelegenen Unterkunft. Wir beschlossen einfach mal bei einem Haus zu klopfen, nach dem alten Bibelspruch \u201eKlopft an und euch wird aufgetan\u201c und siehe da es wurde uns ge\u00f6ffnet. Vor uns stand eine \u00e4ltere Dame und bat uns erstmal ins Wohnzimmer zu gehen. Leider war die Verst\u00e4ndigung wie immer recht schwierig, aber mit dem Google \u00dcbersetzer auf dem Smartphone konnte man die n\u00f6tigsten Dinge erkl\u00e4ren. Madame La Garde, so hie\u00df die nette Frau machte uns zun\u00e4chst mal einen Kaffee und so sa\u00dfen wir an diesem 1. Mai nachmittags beim Kaffeetrinken und wussten wieder mal nicht wie uns geschah. Wir wurden von einer wildfremden Frau mit einer Gastfreundschaft behandelt die ihresgleichen suchte. Sie erkl\u00e4rte uns, dass die Unterkunft die wir suchten nicht mehr existiert. Daraufhin telefonierte sie in die kommunale Herberge, die war aber voll. Nach einem weiteren Kaffee telefonierte sie wieder, diesmal mit einem alten Freund von ihr. Dieser hatte eine Herberge die etwas vor Aroue lag. Wir hatten auf dem Weg die Abzweigung dahin gesehen. Fr\u00fcher ging der Weg direkt an seiner Herberge vorbei. Sp\u00e4ter verlegte man den Weg und so hatte er nat\u00fcrlich nicht mehr so viele Pilger wie fr\u00fcher. Es dauerte nicht lange und schon stand Marcel, der Betreiber der Herberge im Wohnzimmer. Zun\u00e4chst musste er nat\u00fcrlich ein l\u00e4ngeres Schw\u00e4tzchen mit seiner Freundin halten, und man hatte den Eindruck, das es beiden willkommen war, das man sich heute mal wieder sah. So gesehen hatten wir sogar noch einen guten Beitrag mit unserer Herbergssuche geleistet. Nach einem weiteren Kaffee verabschiedeten wir uns von Madame La Garde und Marcel brachte uns mit seinem Auto zu Herberge \u201eBellevue\u201c. Marcel sprach etwas deutsch, da er einige Jahre bei der Armee in Deutschland stationiert war und so konnte man sich gut verst\u00e4ndigen. Die Herberge war herrlich am Berg gelegen und man konnte bei diesem Wetter schon die Berge sehen. Im Garten zu sitzen war richtig sch\u00f6n. Wir waren bis jetzt die beiden einzigen Pilger, jedoch kam am sp\u00e4ten Nachmittag noch eine Pilgerin hinzu. Es war Gabi, sie kam aus Neuburg an der Donau und war schon eine erfahrene Pilgerin. Am Abend kochten wir in der K\u00fcche von Marcel. Die Zutaten konnte man in seiner kleinen Epicerie kaufen. Wir sa\u00dfen mit Gabi noch lange an diesem Abend zusammen und erz\u00e4hlten von unseren und ihren Erlebnissen auf dem Weg. Zum Abschluss kam noch Marcel mit einem Armagnac, den wir gen\u00fcsslich als Schlaftrunk zu uns nahmen. Zufrieden und mit einem herrlichen Erlebnis bei der Herbergssuche gingen wir zu Bett.<\/span><\/span><\/p>\n<p lang=\"\"><span style=\"font-family: Arial,sans-serif\"><span style=\"font-size: small\">Bonjour und Buen Camino<\/span><\/span><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Nacht beim Alchimisten war recht ruhig, denn wir hatten ein 2 Bettzimmer und so wurde man kaum beim Schlafen gest\u00f6rt. 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