{"id":815,"date":"2016-04-29T20:11:26","date_gmt":"2016-04-29T19:11:26","guid":{"rendered":"https:\/\/blog.fitus.de\/blog\/?p=815"},"modified":"2016-09-04T12:42:00","modified_gmt":"2016-09-04T11:42:00","slug":"73-etappe-von-arzacq-arraziguet-nach-arthez-de-bearn","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blog.fitus.de\/blog\/?p=815","title":{"rendered":"73. Etappe von Arzacq-Arraziguet nach Arthez-de-Bearn"},"content":{"rendered":"<p lang=\"\"><span style=\"font-family: Arial,sans-serif\"><span style=\"font-size: small\"><a href=\"https:\/\/blog.fitus.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2016\/09\/DSC005261.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-thumbnail wp-image-846\" src=\"https:\/\/blog.fitus.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2016\/09\/DSC005261-150x150.jpg\" alt=\"DSC00526~1\" width=\"150\" height=\"150\" \/><\/a>Auch heute ging es recht fr\u00fch los, wir hatten wie bereits gestern wieder mehr als 30 km vor uns, und die m\u00fcssen erstmal gelaufen werden, zumal man sich ja noch in der Gew\u00f6hnungsphase am zweiten Tag des Weges befindet. Das Fr\u00fchst\u00fcck war schon vorbereitet, man musste nur noch die Sachen aus dem K\u00fchlschrank nehmen und Kaffee machen. Alle waren fast gleichzeitig gekommen und so war es beim Fr\u00fchst\u00fcck schon wieder so harmonisch wie am gestrigen Abend. Man tauschte sich aus und erz\u00e4hlte wie weit man heute gehen will. Das Wetter war an diesem Tag ganz hervorragend, die Sonne schien kr\u00e4ftig und man merkte ihre Kraft hier im S\u00fcden von Frankreich schon in diesen Fr\u00fchlingstagen bereits Ende April. Auch ist die Vegetation hier im S\u00fcden schon um einiges weiter als bei uns in Deutschland. Unterwegs war es heute recht ereignislos, es ging mal rauf und runter, \u00fcber Feldwege und D\u00f6rfer. Ab und zu traf man sich wieder. Zuerst trafen wir Daniel und Marlene. Dann Roger und Florian, und mit allen h\u00e4lt man dann halt ein schw\u00e4tzchen und so vergeht die Zeit wie im Fluge. Jedes Jahr verlaufen wir uns mal auf dem Weg, entweder man achtet vor lauter reden nicht auf die Zeichen oder die Zeichen sind nicht klar erkennbar. Heute war wieder der Tag gekommen an dem wir uns verlaufen sollten. Wir hatten uns so richtig in ein kirchliches Thema reindiskutiert und achteten nicht auf die Zeichen. So liefen wir in die falsche Richtung. Zum Gl\u00fcck sah uns ein Bauer am Wegesrand laufen und machte uns darauf aufmerksam das wir falsch sind. Wir waren fast 2 km vom Weg schon weg, und so mussten wir zwangsl\u00e4ufig wieder zur\u00fcck. Auch das geh\u00f6rt zum Weg dazu. Wie im Leben auch ist man halt mal auf dem falschen Weg. Dann muss man halt in den sauren Apfel bei\u00dfen und wieder zur\u00fccklaufen, auch wenn es weh tut. Kleine S\u00fcnden bestraft der Herr halt gleich sofort, wahrscheinlich hatten wir zu heftig \u00fcber diese kirchliche Thema diskutiert. Das n\u00e4chste mal passt man dann wieder aufmerksamer auf die Zeichen auf. Am sp\u00e4ten Nachmittag kamen wir dann in Arthez de Bearn an. Hier trafen wir in dem \u00f6rtlichen Cafe auf Florian und Roger und tranken zusammen einen Cafe au lait. Roger hatte sich bereits ein Quartier gesucht und Florian wollte zelten. Er schlief nur ab und zu in Herbergen wenn es sich mit dem Zelt nicht ergab. Die Kommunale Herberge in der wir reserviert hatten, fanden wir auch gleich auf Anhieb. Die Herberge war zwar offen aber keiner war zu sehen. Nur ein Pilger kam uns auf der Stra\u00dfe entgegen. Er erkl\u00e4rte uns, das unsere Namen auf einer Liste stehen, wir hatten diese wieder mal \u00fcbersehen, darauf war auch unser Zimmer eingetragen und so konnten wir uns schon mal einquartieren. Der Pilger war Raffael, er kam aus der Schweiz und wollte bis Santiago gehen. Er war wie alle Pilger nett, leider sprach er nur wenig Englisch und auch kein Deutsch, aber die Verst\u00e4ndigung klappte ja trotzdem. Nach und nach trafen die Pilger ein. Daniel und Marlene kamen und zu unserer \u00dcberraschung auch Florian, er wollte im Garten der Herberge zelten. Heute wurde hier nicht f\u00fcr uns gekocht, und so machten wir uns auf den Weg in den Supermarkt um einzukaufen. Dort waren auch Rafael, Florian, Marlene und Daniel. Sie fragten ob wir nicht zusammen was machen wollten und so kauften wir gemeinsam Lebensmittel und Wein ein f\u00fcrs Abendessen. Beim Essen kam auch noch Allen dazu. Florian kannte ihn schon seit einigen Tagen und er war einer der interessantesten Pilger die man treffen konnte. Allen kam aus Neuseeland, hatte einen gr\u00fcnkarierten Schottenrock an mit dem er auch tags\u00fcber pilgerte, damit fiel er nat\u00fcrlich auf und zudem war er 76 Jahre alt. Er n\u00f6tigte uns allen h\u00f6chsten Respekt ab, mit welchem Elan und welcher Demut er diesen, seinen pers\u00f6nlichen Weg ging. Es war kein einfacher Weg f\u00fcr ihn, den er hier nach vielen Schicksalsschl\u00e4gen ging. Einer der Pilger, die man immer in Erinnerung behalten wird. Sp\u00e4ter kam noch ein Radpilger zu uns dazu. Es war Hans Christof aus R\u00fcgen, er war Mediziner und \u00fcbertraf mit dem Alter heute noch Allen. Hans Christof war 80 Jahre alt und war mit seinem Fahrrad in Le Puy gestartet. Gegen die beiden waren wir heute in der Herberge alle junge H\u00fcpfer. Trotz des Altersunterschiedes wurde es an diesem Abend wieder eine recht sch\u00f6ne Unterhaltung bei einigen Gl\u00e4sern Wein.<\/span><\/span><\/p>\n<p lang=\"\"><span style=\"font-family: Arial,sans-serif\"><span style=\"font-size: small\">Bonjour und Buen Camino <\/span><\/span><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Auch heute ging es recht fr\u00fch los, wir hatten wie bereits gestern wieder mehr als 30 km vor uns, und die m\u00fcssen erstmal gelaufen werden, zumal man sich ja noch in der Gew\u00f6hnungsphase am zweiten Tag des Weges befindet. 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