{"id":813,"date":"2016-04-28T20:08:04","date_gmt":"2016-04-28T19:08:04","guid":{"rendered":"https:\/\/blog.fitus.de\/blog\/?p=813"},"modified":"2018-05-25T20:28:10","modified_gmt":"2018-05-25T19:28:10","slug":"72-etappe-von-air-sur-l-adour-nach-arzacq-arraziguet","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blog.fitus.de\/blog\/?p=813","title":{"rendered":"72. Etappe von Air sur L Adour nach Arzacq-Arraziguet"},"content":{"rendered":"<p lang=\"\"><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\">Nach einer ruhigen Nacht im Zimmer, wir hatten Daniel noch bei uns, standen wir relativ fr\u00fch auf.<br \/>\nMan hatte eine richtige Unruhe an sich, um endlich wieder loslaufen zu k\u00f6nnen. Zun\u00e4chst aber war Fr\u00fchst\u00fcck angesagt. Wir waren wieder mal die ersten. Alejandro und seine Frau hatten schon alles vorbereitet. Nach einem Jahr gab es wieder ein franz\u00f6sisches Fr\u00fchst\u00fcck. Den Milchkaffee aus M\u00fcslischalen, Wei\u00dfbrot und Marmelade in allen Variationen. Nach und nach kamen auch die anderen Pilger zum Fr\u00fchst\u00fcck. Einige hatten bereits alles verpackt und gingen ohne Fr\u00fchst\u00fcck los. Mit den anderen, die da blieben tauschte man sich so gut es ging aus. Zum Gl\u00fcck war Marlene noch da zum \u00dcbersetzen. Nach einer Stange Wei\u00dfbrot konnte es mit vollen Magen losgehen. Man merkte an diesen ersten Tag noch das Gewicht des Rucksackes, obwohl man sich wirklich nach all den Jahren auf dem Weg nur auf das n\u00f6tigste beschr\u00e4nkt. Der Rucksack hatte mit den Wasserproviant doch seine 11 Kg und daran musste man sich erst wieder gew\u00f6hnen. Aber das kennt man ja aus den Jahren zuvor. Das Wetter konnte an diesem Morgen nicht besser sein. Sonnig und trotzdem k\u00fchl, genau richtig f\u00fcr den ersten Tag. Daniel ging auch mit uns los, leider sprach er nur franz\u00f6sisch und so war es schwer eine Unterhaltung zu f\u00fchren. Nach einigen Kilometern trafen wir auf 2 Franz\u00f6sinnen, Isabelle und Giselle, sie waren Freundinnen und kamen aus der N\u00e4he von Le Puy. Beide konnten ein paar Worte Englisch und so konnte man sich einigermassen unterhalten. Es war recht lustig das Sprachengewirr mit dem wir uns unterhielten, und man war sich nicht immer sicher ob der andere alles so verstanden hatte wie es gesagt und gemeint war. Die beiden waren aber ganz lustig und versuchten uns franz\u00f6sisch beizubringen. Bei einigen Worten gelang es, bei einigen nicht. Beide sangen uns zum Abschied noch einen Chanson von Michele Sartou. Einfach genial solche Menschen zu treffen. Gegen Mittag legten wir nochmals eine Pause ein, zum einen um etwas zu Essen und zum anderen, um unseren Angelus, den &#8222;Engel des Herrn&#8220; in einer kleinen Kirche zu singen. Einige Gebetsimpulse hatten wir nat\u00fcrlich auch in diesem Jahr im Gep\u00e4ck. Diese hatten wir dankenswerter Weise von Dieter Jung, unseren ehmaligen Praktikanten, Diakon und Pfarrer erhalten. Er geht ja seit einigen Jahren auch in Etappen den Jakobsweg mit einigen Freunden. So gibt es auch hier noch eine Verbindung zu einem &#8222;alten&#8220; Freund. Am Nachmittag erreichten wir Arzacq-Arraziguet und gingen zur Kommunalen Herberge. Diese war sehr zentral gelegen und richtig gut ausgestattet, die Zimmer hatten alle L\u00e4ndernamen. Wir bekamen ein 2 Bettzimmer mit dem Namen &#8222;Italie&#8220;. Nach und nach trafen die Pilger ein, auch Daniel, Marlene, Soleen und Clemence waren gekommen. Beim Abendessen im gro\u00dfen Speisesaal lernten wir dann Roger kennen, er wollte bis St. Jean piet de Port gehen und von dort zum Camino de Norte. Er war aus Hennebont, dies ist die Partnerstadt von Kronach. Er hatte einen Blog im Internet und schrieb t\u00e4glich seine Erlebnisse mit Bildern dort hinein. Auch lernten wir hier Florian, einen jungen Mann aus Grenoble kennen. Er lebte mit seinen Eltern berufsbedingt schon einige Jahre in Afrika und auch in Singapur. Trotz seiner Jugend konnte er aufgrund seiner Erfahrungen im Ausland schon einiges einsch\u00e4tzen. Den Camino verglich er mit seinen Erlebnissen in Afrika und Singapur. In Afrika hatten die Menschen nichts und liesen es ruhig angehen, dabei waren sie trotzdem fr\u00f6hlich, wie wir auf dem Camino. Wir konnten hier auch mit sehr wenig auskommen und brauchten nicht den Luxus von zu Hause. Dagegen liefen die Menschen in Singapur, die alles hatten, nur gehetzt und mit griesgr\u00e4migen Gesichtern durch die Gegend. Wir sa\u00dfen noch lange im Aufenthaltsraum zusammen, und es wurde, wie fast immer ein richtig netter Abend mit teilweise tiefgr\u00fcndigen Gespr\u00e4chen und man ging zufrieden mit sich und der Welt ins Bett.<\/span><\/span><\/p>\n<p lang=\"\"><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\">Bonjour und Buen Camino<\/span><\/span><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Nach einer ruhigen Nacht im Zimmer, wir hatten Daniel noch bei uns, standen wir relativ fr\u00fch auf. Man hatte eine richtige Unruhe an sich, um endlich wieder loslaufen zu k\u00f6nnen. Zun\u00e4chst aber war Fr\u00fchst\u00fcck angesagt. 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