{"id":78,"date":"2009-05-01T21:12:50","date_gmt":"2009-05-01T20:12:50","guid":{"rendered":"https:\/\/blog.fitus.de\/blog\/?p=78"},"modified":"2018-05-25T20:53:09","modified_gmt":"2018-05-25T19:53:09","slug":"4-etappe-von-zapfendorf-nach-reundorf","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blog.fitus.de\/blog\/?p=78","title":{"rendered":"4. Etappe von Zapfendorf nach Reundorf"},"content":{"rendered":"<p>Nach einiger Zeit war es wieder mal soweit. Zum erstenmal machten wir bei diesem Weg 2 Etappen am St\u00fcck. Dazu bot sich der Feiertag 1. Mai und der darauffolgende Samstag bestens an. Wir, das waren diesmal\u00a0Adelgunde, Edgar, Heike und Gerhard. Den Weg begannen wir in Zapfendorf fr\u00fchmorgens um 8:00 Uhr. Zu dieser Uhrzeit waren noch recht wenige Maiwanderer unterwegs. Das Wetter war nach dem Regen des Vortages am Morgen nebelig, was sich aber im laufe des Tages zu besten Pilgerwetter entwickeln sollte. Die Strecke f\u00fchrte uns zun\u00e4chst\u00a0\u00fcber\u00a0Ebing, Daschendorf, Baunach und Hallstadt nach Bamberg. Beim Weg durch die Altststadt wurden wir von einem jungen Mann, der uns als Pilger aufgrund unserer Muscheln erkannte,\u00a0angesprochen und gefragt, wie weit wir denn den Weg gehen wollen. Mit viel erstaunen nahm er unsere Antwort entgegen, das wir in mehreren Tages bzw. Wochen und Jahresetappen bis nach Santiago gehen wollen. Auch er war als Pilger \u00fcber 4 Wochen auf dem Weg von den Pyrin\u00e4en nach Santiago gewesen und war wie wir noch von diesem Weg und den Begegnungen mit den Menschen begeistert. Bei herrlichen Wetter lie\u00dfen wir uns ein Eis und einen &#8222;Cafe con Letche&#8220; w\u00e4hrend einer Rast schmecken und erholten uns dabei von den bisherigen Anstrengungen. Anschlie\u00dfend liefen wir hoch zum Dom, den wir auch besichtigten. Die in der N\u00e4he liegende Jakobskirche war unser n\u00e4chster markanter Punkt auf dem Weg, dort konnte man auch einen Stempel f\u00fcr den Pilgerpass bekommen. Auch dort wurden wir von fremden Personen angesprochen und gefragt wie weit wir denn den Weg gehen wollen. Es ist schon erstaunlich, das sich so viele auch in unserer n\u00e4heren Heimat f\u00fcr diesen Pilgerweg begeistern und interessiert fragen. Am Jakobsplatz trennten wir uns von Adelgunde und Heike, die mit dem Zug nach Zapfendorf und von dort mit dem Auto nach Hause fuhren. Wir setzten unseren Weg durch die Stadt, \u00fcber H\u00f6fen\u00a0bis nach Reundorf fort. Mittlerweile hatten wir ca. 38 km in den Beinen, was der Strecke der Wallfahrt von Lahm nach Marienweiher entspricht. Wir entschlossen uns in Reundorf zu \u00dcbernachten. Zwei \u00e4ltere Frauen, die uns gerade \u00fcber den Weg liefen, fragten wir nach einer Unterkunft. Diese erwiesen sich als sehr hilfsbereit und gingen mit uns gemeinsam zu einem potentiellen Vermieter. Jedoch stellte sich heraus, das dort gerade renoviert wird. Auch die ortsans\u00e4ssige Gastwirtschaft vermietete keine Zimmer, und so gingen wir gezwungenerma\u00dfen weiter bis\u00a0zum Bierkeller &#8222;Schm\u00e4u\u00dfenbr\u00e4u&#8220;, der au\u00dferhalb der Ortschaft lag. Dort war die Sp\u00fclhilfe, die wir ansprachen, ebenfalls sehr hilfsbereit und nannte uns eine Adresse mit der dazugeh\u00f6rigen Telefonnummer. Nach einem Anruf hatten wir eine Unterkunft, allerdings in Reundorf, wohin wir nun wieder zur\u00fccklaufen mussten. Fazit: Nicht nur in Spanien, ist man hilfsbereit zu den Pilgern. Die n\u00e4chste \u00dcberraschung erlebten wir beim Abendessen in der Kellerwirtschaft neben der Kirche. Einige Stammtischler hatten uns nachmittags schon beim Nachfragen nach einer Unterkunft in der Kellerwirtschaft gesehen und nun beim Abendessen wieder erkannt. Kurt, einer der Stammtischler lud uns an den Stammtisch ein, und dort mussten wir von unseren Pl\u00e4nen und Erlebnissen auf dem Jakobsweg berichten. Wahnsinn wie viele sich daf\u00fcr interessieren. Es entwickelte sich ein recht lustiger Abend,\u00a0und es\u00a0kamen Erinnerungen an die Abende in Spanien auf, bei denen man sich genauso k\u00f6stlich unterhielt. Wenn wir noch keine Unterkunft gehabt h\u00e4tten, jeder von den Stammtischlern h\u00e4tte uns untergebracht. Auch die Hilfsbereitschaft ist auf dem fr\u00e4nkischen Weg fast so\u00a0wie in Spanien. Ein anstrengender Tag ging lustig zu Ende und man f\u00fchlte sich schon fast wieder wie in Spanien. Auch der Satz am Kalender in unserem Zimmer bei der Fam. Erich R\u00f6sch passte zu diesem Tag.<\/p>\n<p><strong>Die erstrebenswertesten Ziele sind meist<\/strong> <strong>weit entfernt,<br \/>\ndennoch lohnt es sich\u00a0diese zu\u00a0verfolgen.\u00a0<\/strong><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Nach einiger Zeit war es wieder mal soweit. Zum erstenmal machten wir bei diesem Weg 2 Etappen am St\u00fcck. Dazu bot sich der Feiertag 1. Mai und der darauffolgende Samstag bestens an. 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