{"id":739,"date":"2015-05-12T20:51:15","date_gmt":"2015-05-12T19:51:15","guid":{"rendered":"https:\/\/blog.fitus.de\/blog\/?p=739"},"modified":"2016-05-19T10:33:10","modified_gmt":"2016-05-19T09:33:10","slug":"65-etappe-von-lauzerte-nach-moissac","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blog.fitus.de\/blog\/?p=739","title":{"rendered":"65. Etappe von Lauzerte nach Moissac"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"https:\/\/blog.fitus.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2015\/08\/DSCF44171.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-thumbnail wp-image-774\" src=\"https:\/\/blog.fitus.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2015\/08\/DSCF44171-150x150.jpg\" alt=\"DSCF4417~1\" width=\"150\" height=\"150\" \/><\/a>Nach einer Flasche Rotwein hat man meist einen gesegneten Schlaf und eine ruhige Nacht. Die Weine in Frankreich sind richtig gut und man bekommt keine Kopfschmerzen. Corinne hatte schon f\u00fcr alle ein f\u00fcr Frankreich umfangreiches Fr\u00fchst\u00fcck vorbereitet. Sie war an diesem Morgen richtig traurig, was man sich bei dieser lustigen und lebensbejahenden Frau eigentlich gar nicht vorstellen konnte. Der Grund daf\u00fcr war, das ihr Freund Arnold sich heute f\u00fcr l\u00e4ngere Zeit von ihr verabschiedet hatte. Arnold war ein Schweizer, der beim Flugzeughersteller Airbus in London arbeitete. Corinne verabschiedete uns trotz ihrer Traurigkeit so herzlich wie sie uns begr\u00fc\u00dft hatte. Sie wird uns immer in Erinnerung bleiben mit ihrer Herberge die sie so liebevoll und mit Hingabe im Herzen des Ortes Lauzerte leidet. Heute war wieder ein wundervoller Sonnentag in S\u00fcdfrankreich und wir hatten uns f\u00fcr heute 26 km vorgenommen. Der Weg sollte uns nach Moissac f\u00fchren. Unterwegs trafen wir auch wieder Bernard und Denis und machten zusammen Mittagsrast am Wegesrand in der N\u00e4he einer Kirche. Am sp\u00e4ten Nachmittag kamen wir in Moissac an. Nach einem kurzen Abstecher in die Stadt und der Kirche mussten wir einen Berg hoch, wo ein ehemaliges Kloster unsere heutige Unterkunft sein sollte. Dort wurden wir herzlich empfangen und man bot uns sofort was zum trinken an, was bei der gro\u00dfen Hitze eine Wohltat war. Das Kloster geh\u00f6rte ehemals den Karmeliten. Wir erz\u00e4hlten von unserer Verbundenheit mit dem Karmelorden durch die Skapulierbruderschaft in Lahm, was auf gro\u00dfes Interesse bei den Betreuern stie\u00df. Das Geb\u00e4ude war ein riesiger Komplex mit einem gro\u00dfen Innengarten und Kreuzgang. Im Innengarten war es sch\u00f6n schattig und man konnte in den bereitgestellten Liegest\u00fchlen richtig relaxen. Von hier hatte man einen wundersch\u00f6nen Blick auf die Stadt. Beim Bau der Kl\u00f6ster achtete man fr\u00fcher besonders darauf einen sch\u00f6nen und \u00fcber der Stadt erh\u00f6hten Standort auszuw\u00e4hlen. Anschlie\u00dfend gingen wir aber erst mal in die Stadt um herauszufinden, wo das heutige Halbfinalspiel der Bayern gegen Barcelona \u00fcbertragen wird. F\u00fcr dieses Spiel hatte ich \u00fcbrigens Tickets in der Allianzarena, aber der Weg nach Santiago hat nat\u00fcrlich Vorrang. Trotzdem wollten wir uns das Spiel anschauen und einen Bayernsieg feiern. Nach kurzer Zeit hatten wir eine Sportsbar gefunden in der das Spiel \u00fcbertragen wird. Auf dem R\u00fcckweg trafen wir in einem Cafe noch Pascal und Annie, die uns sofort zu sich riefen und den anderen Pilgern die bei ihnen sa\u00dfen unsere unglaubliche Geschichte mit der Begegnung im letzten und dieses Jahr erz\u00e4hlten. Diese Geschichte sorgte immer wieder bei de Pilgern f\u00fcr erstaunen. Nach unserer R\u00fcckkehr war im Kreuzgang des Klosters eine lange Tafel f\u00fcr das Abendessen aufgebaut. Bei den angenehmen Abendtemperaturen war es ein besonderes Erlebnis mit \u00fcber 30 Pilgern das Abendessen zu genie\u00dfen. Das Essen in Frankreich wird immer besonders zelebriert, und ist immer etwas besonders im Gegensatz zu uns in Deutschland. Und ganz nebenbei lernte man gleich wieder eine ganze Menge Pilger kennen. Besonders unterhielten wir uns an diesem Abend mit Jean Luc, einen Franzosen der immer wieder sich bem\u00fchte uns zu verstehen. Aber irgendwie klappte es sich zu verst\u00e4ndigen. Jean Luc nannte sich auch Jean Luc \u201ele Barbu\u201c &#8211; der B\u00e4rtige, er hatte einen imposanten wei\u00dfen Bart. Ebenso gab er mir den Namen Gerard \u201ele Barbu\u201c in Anspielung auf meinen Bart. So kam es das ich die n\u00e4chsten Tage auf dem Weg so genannt wurde. Auch Bernard und Denis waren heute in dieser Herberge. Sie machten immer wieder Witze \u00fcber den FC Bayern und das heutige Spiel. Aber auch viele andere Pilgergeschichten wurden ausgetauscht. Nach dem Abendessen gingen wir in die Sportsbar. Dort waren schon einige Fans versammelt, aber alle Fans des FC Barcelona. Diese waren nach dem ersten Tor der Bayern und unseren Jubel etwas geknickt, aber es sollte ja bekanntlich anders kommen und so gingen wir bereits zur Halbzeit zur\u00fcck in die Herberge. Es war eine laue Sommernacht und man konnte noch einige Zeit drau\u00dfen sitzen. Die meisten Pilger waren schon in den Betten, und so beschlossen wir auch zu Bett zu gehen.<\/p>\n<p>Bonjour und Buen Camino<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Nach einer Flasche Rotwein hat man meist einen gesegneten Schlaf und eine ruhige Nacht. Die Weine in Frankreich sind richtig gut und man bekommt keine Kopfschmerzen. Corinne hatte schon f\u00fcr alle ein f\u00fcr Frankreich umfangreiches Fr\u00fchst\u00fcck vorbereitet. 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