{"id":732,"date":"2015-05-10T20:21:39","date_gmt":"2015-05-10T19:21:39","guid":{"rendered":"https:\/\/blog.fitus.de\/blog\/?p=732"},"modified":"2016-05-19T10:33:10","modified_gmt":"2016-05-19T09:33:10","slug":"63-etappe-von-cahors-nach-montcuq","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blog.fitus.de\/blog\/?p=732","title":{"rendered":"63. Etappe von Cahors nach Montcuq"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"https:\/\/blog.fitus.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2015\/08\/DSCF45071.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-thumbnail wp-image-777\" src=\"https:\/\/blog.fitus.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2015\/08\/DSCF45071-150x150.jpg\" alt=\"DSCF4507~1\" width=\"150\" height=\"150\" \/><\/a>Nach einer ruhigen Nacht begannen wir den Tag heute recht fr\u00fch am Morgen. Das Fr\u00fchst\u00fcck hatte der Herbergsbetreuer schon am Vorabend bereitgestellt. Den Rest, wie Kaffee kochen, mussten wir selbst erledigen und so konnten wir die Fr\u00fchst\u00fcckszeit recht flexibel gestalten. Auch Amori fr\u00fchst\u00fcckte gleich mit uns und ging noch vor uns auf den Weg. An diesem Morgen war es relativ kalt geworden und auch der Nebel lag in der Senke, in der sich Cahors befindet. Der Weg f\u00fchrte uns zun\u00e4chst in die Stadt, die an diesem Sonntagmorgen menschenleer war. Der Weg f\u00fchrte \u00fcber die Br\u00fccke Pont Valentre aus der Stadt hinaus. Mit dieser Br\u00fccke und deren Bau verbindet sich eine Legende. <span lang=\"de-DE\">Entnervt von dem langsamen Fortgang der Arbeiten schloss der Baumeister einen Pakt mit dem Teufel. Dieser sollte seine gesamten F\u00e4higkeiten in den Dienst des Baus stellen. Befolgte er alle ihm gegebenen Befehle, w\u00fcrde der Baumeister ihm seine Seele verschreiben. Die Br\u00fccke wuchs schnell empor, und mit dem Ende der Arbeiten nahte die Zeit f\u00fcr die Bezahlung. Um seine Seele zu retten und nicht die Ewigkeit in den Feuern der H\u00f6lle verbringen zu m\u00fcssen, forderte der Meister den Teufel auf, mit einem Sieb Wasser f\u00fcr die Arbeiter zu holen.Nat\u00fcrlich war der Teufel dazu nicht in der Lage und konnte so seinen Vertrag nicht erf\u00fcllen. Er beschloss, sich zu r\u00e4chen und erschien nun jede Nacht, um den Schlussstein aus dem mittleren Turm, der auch Teufelsturm genannt wird, herauszubrechen, sodass die Maurer ihn am n\u00e4chsten Tag immer wieder ersetzen mussten. Nach der Br\u00fccke ging es den Berg steil nach oben, von hier hatte man einen sch\u00f6nen Blick zur\u00fcck auf Cahors, das unter einer Nebeldecke lag. Das Wetter wurde nun so richtig sommerlich warm an diesem Sonntag. In Le Mathieux machten wir am fr\u00fchen Vormittag eine Rast um etwas zu essen. Auch Amori hatten wir zwischenzeitlich wieder eingeholt und er machte mit uns zusammen Rast. An einer Kapelle vor Lascabanes sangen wir heute den Engel des Herrn, der jeden Tag zu unserem Tagesablauf dazugeh\u00f6rt, seit wir auf dem Weg sind. Gegen Mittag erhielten wir eine SMS von Zuhause, mit der Mitteilung, wer unser neuer Pfarrer werden w\u00fcrde. Sven Raube, der zur Zeit als Kaplan in Kronach ist wird Nachfolger unseres Pfarrers Michael Dotzauer. Auf dem Weg trafen wir noch einige franz\u00f6sische Pilger mit denen wir etwas ins Gespr\u00e4ch kamen. Sie wollten wissen wo wir in Deutschland wohnen, und nachdem vermutlich in Frankreich niemand Gr\u00fcmpel, Hesselbach und Kronach kennt, sagten wir, wir w\u00e4ren aus der N\u00e4he von N\u00fcrnberg. Sie erz\u00e4hlten uns, das sie auch einen Deutschen Namens Hans getroffen h\u00e4tten. Dieser w\u00e4re ebenfalls aus N\u00fcrnberg. Vielleicht w\u00fcrden wir ihn ja treffen. Am sp\u00e4ten Nachmittag erreichten wir nach 37 km Montcuq. Im Pilgerf\u00fchrer stand, das man aufpassen soll das Wort richtig auszusprechen, denn wenn man es falsch ausspricht w\u00fcrde es soviel wie \u201emein Arsch\u201c bedeuten. Also achteten wir auf die Aussprache, was wirklich schwer bei den franz\u00f6sischen Worten ist. Aber mit etwas M\u00fche geht es schon. Unsere heutige Unterkunft war die Gite Le Souleillou, dort war ein Deutscher aus K\u00f6ln der Betreiber der Herberge. Er war fr\u00fcher bei der Fremdenlegion und hatte nach seiner Pensionierung die Herberge von Freunden \u00fcbernommen. Sie war richtig sch\u00f6n eingerichtet und gut organisiert. Zun\u00e4chst hatten wir uns unser Bier verdient und setzten uns auf die Veranda in die Sonne. Einfach herrlich nach einem anstrengenden Tag so da zu sitzen. Pl\u00f6tzlich stand ein Pilger vor uns und sprach uns auf deutsch an. Ich sagte zu ihm nur, du musst Hans aus N\u00fcrnberg sein. Er war so \u00fcberrascht, woher wir das nur w\u00fcssten. Nat\u00fcrlich erz\u00e4hlten wir ihm von der Begegnung und der Erz\u00e4hlung der Pilger. Er setzte sich zu uns und nach etwas Nachfragen stellte sich heraus, das er aus Enchenreuth stammte. Enchenreuth liegt in der N\u00e4he des Wallfahrtsortes Marienweiher zu dem unsere Pfarrei allj\u00e4hrlich wallfahrtet. Zudem stellte sich noch heraus, das Hans der Wallfahrtsf\u00fchrer der Pfarrei Enchenreuth ist und diese ebenfalls allj\u00e4hrlich nach Mareinweiher f\u00fchrt. Da Treffen sich zwei Wallfahrtsf\u00fchrer aus dem Frankenwald, die beide Wallfahrten nach Marienweiher f\u00fchren hier auf dem Jakobsweg in Frankreich. Wir verabredeten, das Hans nach Marienweiher kommt, wenn wir mit unserer Wallfahrt am Freitag nach Fronleichnam dort sind. An dieser Stelle sei berichtet, Hans war in Marienweiher und wir feierten dort ein herzliches Wiedersehen. Auch diese Begegnung war kein Zufall, sondern eine F\u00fcgung. Was f\u00fcr Erlebnisse bereits an den ersten Tagen unseres Weges. Es wurde noch ein recht unterhaltsamer Abend im Le Soulleilou mit Hans und wir gingen relativ sp\u00e4t zu Bett.<\/span><\/p>\n<p><span lang=\"de-DE\">Bonjour und Buen Camino <\/span><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Nach einer ruhigen Nacht begannen wir den Tag heute recht fr\u00fch am Morgen. Das Fr\u00fchst\u00fcck hatte der Herbergsbetreuer schon am Vorabend bereitgestellt. 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