{"id":730,"date":"2015-05-09T12:31:05","date_gmt":"2015-05-09T11:31:05","guid":{"rendered":"https:\/\/blog.fitus.de\/blog\/?p=730"},"modified":"2016-05-19T10:33:10","modified_gmt":"2016-05-19T09:33:10","slug":"62-etappe-von-varaire-nach-cahors","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blog.fitus.de\/blog\/?p=730","title":{"rendered":"62. Etappe von Varaire nach Cahors"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"https:\/\/blog.fitus.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2015\/08\/DSCF43401.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-thumbnail wp-image-771\" src=\"https:\/\/blog.fitus.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2015\/08\/DSCF43401-150x150.jpg\" alt=\"DSCF4340~1\" width=\"150\" height=\"150\" \/><\/a>In der Nacht hatte sich das Wetter gebessert und es war am heutigen Morgen sonnig und schon etwas w\u00e4rmer, so wie wir es von S\u00fcdfrankreich eigentlich erwartet hatten. Zun\u00e4chst hie\u00df es das Gep\u00e4ck richtig zu packen. Es dauert immer etwas bis man den Rucksack wieder blind packen kann, bis man wieder wei\u00df wo alles seinen richtigen Platz hat. Aber nach einiger Zeit hat man das alles wieder im Griff. Robert und seine Frau Mariette hatten das Fr\u00fchst\u00fcck schon vorbereitet. Auch daran muss man sich wieder gew\u00f6hnen. Franz\u00f6sische Fr\u00fchst\u00fccke sind ziemlich spartanisch. Viel Wei\u00dfbrot, verschiedene Marmeladensorten, Joghurt und den Kaffee aus einer Schale. Aber es reicht f\u00fcr den Start in den Tag. Es muss nicht mehr sein. Wir verabschiedeten uns von allen und freuten uns auf den heutigen Weg und das sch\u00f6ne Wetter. Das Ziel unserer heutigen Etappe war das 33 km weit entfernte Cahors. Zwischenzeitlich waren wir dann bereits das dritte mal in Cahors. Im vergangenen Jahr bei der Abreise, dieses Jahr bei der Anreise und jetzt als Etappenziel. Die Wege waren in diesem Jahr nicht mehr ganz so bergig wie im vergangenen Jahr und deshalb angenehmer zu gehen. Auch braucht man f\u00fcr die flachen Etappen nicht so lange wie bei den Bergigen. Heute sollte der Weg eine der gr\u00f6\u00dften \u00dcberraschungen in den vergangenen Jahren f\u00fcr uns bereithalten. Nach der Begegnung mit Jean Luc am Bahnhof in Paris dachten wir es w\u00e4re nicht zu toppen, aber an diesem Tag sollte dies der Fall sein. Auf einer langen Gerade eines Feldweges sahen wir in ca. 100 Meter Entfernung zwei Pilger, und trauten unseren Augen nicht. Beide drehten sich um und wir rannten alle intuitiv aufeinander zu, umarmten uns und waren \u00fcberw\u00e4ltigt von unseren Gef\u00fchlen. Welch eine Begegnung. Es waren Annie und Pascal, die beiden Franzosen, die wir bereits im vergangenen Jahr \u00fcber Tage immer wieder getroffen haben. Wir hatten uns letztes Jahr in Figeac voneinander verabschiedet, und dachten wir sehen uns nicht mehr wieder. Und jetzt ein Jahr sp\u00e4ter treffen wir uns hier auf dem Weg wieder. Wir hatten weder die Adressen voneinander, noch wussten wir von den Planungen und den Wegen des anderen. Diese Begegnung war kein Zufall, sie war eine F\u00fcgung und geh\u00f6rt zu den ganz besonderen Momenten auf unserem Weg. Diese Begegnungen sind einfach nur Wahnsinn. Es sollte so sein, das wir uns wiedersehen. F\u00fcr diese Momente und Begebenheiten geht man auch den Weg und sie werden immer in unseren Herzen bleiben. Auch wenn beide nur wenig Deutsch sprechen, wir kein Franz\u00f6sisch und die Verst\u00e4ndigung nur \u00fcber etwas schlechtes Englisch und ein paar Worte Deutsch funktioniert unterhielten wir uns lange und ausf\u00fchrlich auf dem weiteren Weg nach Cahors. Dort kamen wir am sp\u00e4ten Nachmittag hoch \u00fcber der Stadt an. Mit einem steilen Abstieg ging es hinab in die Stadt. Unsere Herberge lag etwas au\u00dferhalb der Altstadt. Bei unserer Ankunft war diese noch geschlossen, aber es sa\u00dfen schon 4 M\u00e4dels vor der Herberge und warteten ebenfalls. Sie waren aus England und hatten gerade ihre letzte Etappe auf ihrem diesj\u00e4hrigen Weg zur\u00fcckgelegt. Sie wollten heute ihren letzten Tag in Cahors feiern. Nachdem wir in der Herberge unser Zimmer mit 3 anderen Pilgern bezogen hatten gingen wir in die Stadt um einzukaufen, den wir hatten beschlossen, nachdem es in der Herberge kein Abendessen gab, uns selbst zu verpflegen. Mit Amori, einen franz\u00f6sischen Pilger, der ebenfalls mit in der Herberge war, sa\u00dfen wir in der K\u00fcche zusammen und machten Abendbrot. Dazu eine Flasche \u201eCahors\u201c Wein und alles war gut. Amori war ein sympathischer junger Mann und sollte uns die n\u00e4chsten beiden Tage noch des \u00f6fteren \u00fcber den Weg laufen. Nach einem der sch\u00f6nsten Tage auf dem Weg, mit einer wunderbaren Begegnung gingen wir recht fr\u00fch schlafen. Die M\u00fcdigkeit der langen Anreise kam jetzt erst.<\/p>\n<p>Bonjour und Buen Camino<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>In der Nacht hatte sich das Wetter gebessert und es war am heutigen Morgen sonnig und schon etwas w\u00e4rmer, so wie wir es von S\u00fcdfrankreich eigentlich erwartet hatten. Zun\u00e4chst hie\u00df es das Gep\u00e4ck richtig zu packen. 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