{"id":622,"date":"2014-05-15T13:57:03","date_gmt":"2014-05-15T12:57:03","guid":{"rendered":"https:\/\/blog.fitus.de\/blog\/?p=622"},"modified":"2014-08-16T16:50:11","modified_gmt":"2014-08-16T15:50:11","slug":"49-etappe-von-le-puy-nach-monistrol-dallier","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blog.fitus.de\/blog\/?p=622","title":{"rendered":"49. Etappe von Le Puy nach Monistrol-d`Allier"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"https:\/\/blog.fitus.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2014\/05\/DSCF2967_bearbeitet-12.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-thumbnail wp-image-703\" src=\"https:\/\/blog.fitus.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2014\/05\/DSCF2967_bearbeitet-12-150x150.jpg\" alt=\"DSCF2967_bearbeitet-1\" width=\"150\" height=\"150\" \/><\/a>Nach einer ruhigen Nacht machten wir zun\u00e4chst mal Fr\u00fchst\u00fcck. An franz\u00f6sisches Fr\u00fchst\u00fcck muss man sich erst mal wieder gew\u00f6hnen, schlicht und einfach. Ein Kaffee aus einer M\u00fcsli Sch\u00fcssel, etwas Wei\u00dfbrot und Marmelade, aber es ist immer gut und reicht als erste St\u00e4rkung f\u00fcr den Tag. Viel Zeit hatten wir nicht, ging doch die t\u00e4gliche Pilgermesse in der Kathedrale schon um 7:00 Uhr los, und die wollten wir nat\u00fcrlich nicht verpassen. Zu dieser Stunde am fr\u00fchen Morgen hatten sich etwa 50 Pilger versammelt, die von Le Puy aus sich auf den Weg machten. Le Puy ist ein richtiges Sammelbecken f\u00fcr Jakobspilger, vor allem f\u00fcr franz\u00f6sische. Diese laufen dann meist bis in die Wallfahrtsorte Conques oder Rocomandur. Ein Priester hielt die Messe, leider konnten wir davon recht wenig verstehen. Am Ende versammelte der Pater die Pilger um die Statue des heiligen Jakobus und jeder Pilger durfte sagen wo er herkommt und wohin der gehen will. Aus dem deutschsprachigen Raum waren wir nur 4 Pilger, der Rest kam aus England, Holland, Australien, Kanada und vorwiegend Frankreich. Jeder bekam eine Medaile mit der Abbildung der Gottesmutter von Le Puy und auf der R\u00fcckseite die Abbildung einer Muschel. Der Pater segnete alle Pilger und nach dem singen des Salve Regina begannen wir unseren Weg. Es war ein beeindruckendes Erlebnis dort zur fr\u00fchen Stunde in der Kathedrale. Am Ausgang machten wir gleich ein Erinnerungsfoto und lernten dabei schon die ersten Pilger kennen, dies konnten etwas deutsch und englisch und so war ein erstes verst\u00e4ndigen m\u00f6glich.Bei herrlichen Pilgerwetter machten wir uns auf den Weg, dieser f\u00fchrte zun\u00e4chst noch eine Weile durch die Stadt, wo wir uns gleich mal kurz verlaufen hatten. Mit einem steilen Anstieg verlie\u00dfen wir die Stadt. Die Wege in Frankreich sollten weiter steil und steinig bleiben, was wir bei dieser Jahresetappe wohl etwas untersch\u00e4tzt haben. Auf dem Weg begegnete man vielen Pilgern im Gegensatz zum vergangenen Jahr, dies hatte sich schon in der Kathdrale abgezeichnet. Aber es ist auch sch\u00f6n immer wieder Pilger zu treffen und sich mit ihnen zu unterhalten trotz sprachlicher Schwierigkeiten. Wir hatten uns f\u00fcr diesen Tag gleich 30 km vorgenommen, was sich im Nachhinein bei diesem Streckenprofil als gro\u00dfe Herausforderung dargestellt hat. Der Weg f\u00fchrte uns \u00fcber Bains nach St. Private de`Allier, dort h\u00f6rten die meisten Pilger auf, wir mussten noch ca. 6 km weiter bis nach Monistrol, dort hatten wir auch bereits von Zuhause aus die Unterkunft reserviert. Dort kamen wir nach einem steilen Abstieg der richtig in die Knochen ging gegen 17:00 Uhr am Nachmittag an. Beim vorbeigehen an einem Cafe rief uns ein franz\u00f6sischer Pilger herein, er hatte uns bereits am Morgen in der Kathedrale gesehen um mit ihm ein Bier zu trinken. Im Cafe sa\u00dfen auch weitere 2 Pilger die deutsch sprachen, Roswitha und Reini aus der Weststeiermark. Sie gingen auch den Weg in Etappen von Zuhause aus. Nat\u00fcrlich tranken wir zusammen erst mal ein Bier und unterhielten sich. Eine wunderbare Begegnung an diesem ersten Tag, es sollten noch sch\u00f6ne weitere hinzukommen. In der Herberge La Tsabone wurden wir herzlich und famili\u00e4r aufgenommen. Es gab einen Schlafsaal unter dem Dach, dort hie\u00df es aufpassen, das man sich nicht den Kopf anst\u00f6\u00dft, aber ansonsten eine wunderbare Herberge. Dort konnten wir auch erst mal unsere Wunden pflegen. Edgar hatte sich ziemliche Blasen gelaufen, und ich hatte mit Knieproblemen zu k\u00e4mpfen und das gleich am ersten Tag. Solche Schwierigkeiten hatten wir in den vergangenen 4 Jahren \u00fcberhaupt nicht gekannt, aber auch an uns nagt der Zahn der Zeit. Im Haus der Herberge gab es dann ein gemeinsames Abendessen, und so karg das Fr\u00fchst\u00fcck am Morgen war, so \u00fcppig war das Abendessen. Die Franzosen wissen es eben wie man ein Abendessen zelebriert, dazu noch gen\u00fcgend Rotwein und alles ist gut. Damit versteht man auch die Sprache besser und man kann sie selbst auch besser sprechen. 2 weitere Pilger die wir bereits am Morgen in der Kathedrale gesehen hatten waren ebenfalls da. Dan aus Kanada und David aus Wales, sie sollten auf den n\u00e4chsten Etappen und in den n\u00e4chsten Herbergen treue Begleiter f\u00fcr uns werden. 4 Frauen waren ebenfalls noch mit in der Herberge, diese sollten wir aber sp\u00e4ter nicht mehr treffen. Jetzt mussten wir noch die Herberge f\u00fcr den n\u00e4chsten Tag reservieren lassen, dies ist in Frankreich so \u00fcblich, denn ohne Reservierung k\u00f6nnte es schwierig werden, dazu aber sp\u00e4ter mehr. Die Reservierung erledigten die Herbergseltern f\u00fcr uns, ich denke die Herbergsbetreiber kennen sich untereinander und rufen f\u00fcr die Pilger gerne an, damit ist das auch ohne sprachliche Probleme m\u00f6glich. Nach einem lustigen Abend bei dem man sich mit einem Sprachgewirr aus deutsch, englisch und franz\u00f6sisch unterhalten hat, gingen wir gegen 23:00 Uhr zu Bett.<\/p>\n<p>Bonjour und Buen Camino<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Nach einer ruhigen Nacht machten wir zun\u00e4chst mal Fr\u00fchst\u00fcck. An franz\u00f6sisches Fr\u00fchst\u00fcck muss man sich erst mal wieder gew\u00f6hnen, schlicht und einfach. 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