{"id":478,"date":"2013-06-12T20:21:14","date_gmt":"2013-06-12T19:21:14","guid":{"rendered":"https:\/\/blog.fitus.de\/blog\/?p=478"},"modified":"2013-08-31T18:43:40","modified_gmt":"2013-08-31T17:43:40","slug":"48-etappe-queyrieres-le-puy","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blog.fitus.de\/blog\/?p=478","title":{"rendered":"48. Etappe von Queyrieres nach Le Puy"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"https:\/\/blog.fitus.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2013\/08\/DSCF1647.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-thumbnail wp-image-479\" alt=\"DSCF1647\" src=\"https:\/\/blog.fitus.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2013\/08\/DSCF1647-150x150.jpg\" width=\"150\" height=\"150\" \/><\/a><br \/>\nWir standen heute schon recht fr\u00fch auf und machten uns das Fr\u00fchst\u00fcck, das uns Heinz am Tag zuvor gebracht hatte. Dazu einen Pulverkaffee, noch kurz die Herberge aufr\u00e4umen, man will ja schlie\u00dflich kein Chaos hinterlassen, und los konnte es gehen auf unsere letzte Etappe auf der Via Gebenensis. Bis Le Puy waren es noch 28 km, als zu den vorangegangenen Etappen geradezu eine Wohltat. Auch waren keine gro\u00dfen Steigungen mehr zu bew\u00e4ltigen, und so gingen wir entspannt auf die letzte Etappe. Dabei kam schon wieder etwas Wehmut auf, waren doch die Tage wie im Fluge vergangen. Auf teils steinigen Wegen ging es unserem Zwischenziel St. Julien Chaptuil entgegen. Das Wetter war wieder sommerlich warm und es war angenehm zu gehen. Leider trafen wir auch heute wieder keinen Pilger auf dem Weg. So kamen wir gegen Mittag am Mont Joie an eine Anh\u00f6he vor Le Puy. Von dort konnte man das Ziel schon erkennen, \u00e4hnlich wie in Spanien am Monte de Gozo, den Berg der Freude, von dem man ja auch das Ziel Santiago de Compostela schon sehen kann. Dort machten wir noch ein Erinnerungsfoto und gingen Richtung Le Puy. Am Stadtrand machten wir zun\u00e4chst im Park unsere Mittagspause und st\u00e4rkten uns zun\u00e4chst mal. Der Weg f\u00fchrte uns dann komplett um die ganze Stadt, aber\u00a0 man konnte schon von weiten die beiden Wahrzeichen auf den Vulkankratern erkennen. Auf dem einem Krater die Kapelle St. Michele und auf dem anderen Krater die Statue von Maria \u201eMarie de France\u201c. Sie k\u00fcndeten schon von weiten den Wallfahrtsort Le Puy an. Aber es war ganz sch\u00f6n lang zu gehen und es zog sich ewig hin, wie es halt bei allen gr\u00f6\u00dferen St\u00e4dten am Jakobsweg der Fall ist. Auf dem Weg wurden wir von einem Deutschen angesprochen. Er erz\u00e4hlte uns, das er den Weg zu Fu\u00df von Stuttgart aus nach Santiago und auch wieder zur\u00fcck in einem Vierteljahr gegangen ist und jetzt zeigt er seiner Frau alle Sehensw\u00fcrdigkeiten des Weges. Traumhaft wenn man die Zeit hat dies so zu machen. Wir unterhielten uns eine ganze Zeitlang. Nun f\u00fchrte uns der Weg steil nach oben in die Altstadt wo die Kathedrale ist. Wir holten uns zun\u00e4chst mal den Pilgerstempel von Le Puy um diesen Zwischenpunkt auch festzuhalten und gingen anschlie\u00dfend in die Kathedrale. Dort blieben wir eine ganze Weile, aber es herrschte gesch\u00e4ftiges Treiben dort, und man musste schon einen ruhigen Ort suchen um etwas dort zur Ruhe zu kommen. Auf dem Weg aus der Kathedrale wurden wir immer wieder als Pilger von Touristen erkannt und angesprochen. Bereitwillig unterhielten wir uns diesmal in einer Mischung aus englisch und deutsch. Sch\u00f6n wenn auch andere am Weg interesiert sind. Gegen fr\u00fchen Nachmittag machten wir uns dann auf den Weg zu unserer Unterkunft im Le Capucins, es war ein Hotel gekoppelt mit einem Gite Etape. Wir hatten nat\u00fcrlich, wie es sich f\u00fcr Pilger geh\u00f6rt das Gite Etape gestern im voraus gebucht. Zum Gl\u00fcck sprach man dort etwas deutsch. Wir hatten ein 6 Bettzimmer, es waren bereits 3 Betten besetzt, aber nur eine Deutsche war da. Wir kamen so ins Gespr\u00e4ch und erz\u00e4hlten von unserer geplanten R\u00fcckreise morgen mit dem Zug. Sie sagte uns, ob wir denn nicht mitbekommen h\u00e4tten, das in Frankreich morgen Generalstreik der Bahn w\u00e4re. Hatten wir nicht, sonst w\u00e4ren wir nicht so \u00fcberrascht gewesen. Was tun. Wir beschlossen zun\u00e4chst mal zum Bahnhof zu gehen und dort nachzufragen, hatten aber schon bedenken wegen der Verst\u00e4ndigung. Am Bahnhof sahen wir 2 Pilger und sprachen sie an, es waren Didier und sein Sohn Benjamin. Auch sie wollten den Jakobsweg gehen und waren gerade besch\u00e4ftigt Kleidung zur\u00fcckzuschicken, hatten doch ihre Rucks\u00e4cke ein Gewicht von 22 kg. Beide sprachen englisch und Benjamin sprach sogar deutsch. Er war unsere Rettung und half uns nat\u00fcrlich am Bahnschalter. So erfuhren wir, das wir morgen fr\u00fch einen Bus nach St. Etienne nehmen k\u00f6nnen und von dort mit der Bahn nach Lyon kommen w\u00fcrden. Die internationalen Z\u00fcge w\u00fcrden fahren. So waren wir erst mal erleichtert und Edgar als alter \u201eSpie\u00df\u201c organisierte ein paar B\u00fcchsen Bier, das wir mit unseren \u201eRettern\u201c tranken. Dabei hatten wir noch sch\u00f6ne Gespr\u00e4che. Auch so ist der Camino, wenn du kein Licht mehr siehst am Ende des Tunnels, kommen ein paar Engel, in diesem Fall die beiden Pilger und helfen dir. So konnte\u00a0 wir entspannt zur\u00fcck zur Unterkunft und duschen. Anschlie\u00dfend ging es in die Altstadt, wo wir ein Restaurant fanden, das ein typisches Pilgermen\u00fc mit Linsen, der regionalen Spezialit\u00e4t von Le Puy anboten. Auch die Frau aus unserer Herberge kam hinzu und erz\u00e4hlte uns, das auch sie morgen mit dem Bus mitf\u00e4hrt, so waren wir ja schon zu dritt. Noch einen leckeren Rotwein zum Abschluss im Garten der Herberge und dann ging es ins Bett. Nachts kamen noch 2 Buspilger aus England dazu, die noch im Bett mit Taschenlampe lesen wollten, wir lie\u00dfen uns davon nicht st\u00f6ren. Schlie\u00dflich wollten wir um 4.45 Uhr aufstehen, sp\u00e4testens war dann auch f\u00fcr sie die Nacht zu Ende. Also ausgleichende Gerechtigkeit.<\/p>\n<p>Bonjour und Buen Camino<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wir standen heute schon recht fr\u00fch auf und machten uns das Fr\u00fchst\u00fcck, das uns Heinz am Tag zuvor gebracht hatte. 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