{"id":172,"date":"2012-05-13T10:13:41","date_gmt":"2012-05-13T09:13:41","guid":{"rendered":"https:\/\/blog.fitus.de\/blog\/?p=172"},"modified":"2018-05-25T20:41:49","modified_gmt":"2018-05-25T19:41:49","slug":"33-etappe-von-autigny-nach-vucherens","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blog.fitus.de\/blog\/?p=172","title":{"rendered":"33. Etappe von Autigny nach Vucherens"},"content":{"rendered":"<p>Nach einer ruhigen Nacht bekamen wir das ber\u00fchmte Fr\u00fchst\u00fcck von Madame Marie Rose. Es gab alles was man sich denken konnte und hatte die Klasse eines Fr\u00fchst\u00fccksbuffets in einem 5 Sterne Hotel. Wir durften uns sogar noch Lunchpakete als Verpfelegung f\u00fcr den restlichen Tag einpacken. Nach einer herzlichen Verabschiedung von unserer Herbergsmutter machten wir uns auf den Weg. Das Wetter war wieder besser geworden. Es regnete nicht mehr, daf\u00fcr waren die Temperaturen empfindlich gesunken und es war richtig kalt geworden. Unser Weg f\u00fchrte uns heute \u00fcber Romont, eine etwas gr\u00f6\u00dfere Stadt, nach Moudon und \u00fcber Bressonaz nach Vucherens unseren heutigen Etappenziel. Mit knapp 33 km eine \u00fcberschaubare Strecke, auf der es relativ ereignislos war. Aber das beste sollte sich noch sp\u00e4ter an diesem besonderen Tag ereignen. Gegen 16:00 Uhr kamen wir in Vucherens an, dort sollte es 2 Herbergen f\u00fcr Pilger geben, die wir auch relativ schnell fanden. Leider war bei der ersten keiner da, also hin zur zweiten Herberge, die in unmittelbarer N\u00e4he war. Leider war da auch keiner da aber eine Telefonnummer gab es. Als anrufen in der Hoffnung, das am anderen Ende jemand etwas Englisch oder Deutsch spricht. Zun\u00e4chst\u00a0sprach die Frau\u00a0am anderen Ende\u00a0franz\u00f6sisch, und als ich ihr endlich klargemacht hatte, das wir Jakobspilger sind, eine Unterkunft suchen und nur etwas Englisch sprechen, gab sie mir einen Bekannten, der etwas Englisch sprach. Was der dann sagte verschlug uns die Sprache. Er erkl\u00e4rte uns wo der Schl\u00fcssel f\u00fcrs Haus zu finden ist, wir sollten hineingehen und schon mal ein Bier aus dem K\u00fchlschrank trinken. Sie k\u00e4men erst sp\u00e4t in der Nacht. Wir machten alles und hatten schon ein etwas mulmiges Gef\u00fchl in einer fremden Wohnung zu sein, ohne das jemand da ist. Solch ein gottvertauen wie diese Leute w\u00fcnscht man sich \u00f6fters mal. Ob das auch bei uns zuhause auch m\u00f6glich w\u00e4re fragten wir uns des \u00f6fteren. Aber das sollte f\u00fcr diesen Tag noch nicht alles sein. Zun\u00e4chst duschten wir und brachten unsere Ausr\u00fcstung wieder in Ordnung um anschlie\u00dfend uns was zum Essen zu besorgen. Also mal rein ins Dorf, dort trafen wir an einem Haus einen jungen Burschen mit dem Namen Adrian, der in einer Garage Bretter hobelte. Dieser konnte sehr gut Deutsch sprechen und freute sich genau wie wir \u00fcber die Unterhaltung. Er lud uns auf ein Bier ein und wir fragten mal nach einer Gastwirtschaft. Im Ort gab es zwar eine, doch die war an diesem Tag leider geschlossen. Adrian sagte nur, das macht doch nichts, wir laden euch zum Essen ein und holte seine Mutter. Dies fragte uns, was wir die letzten Tage gegessen h\u00e4tten und wollte etwas anderes kochen, damit wir ausgewogen ern\u00e4hrt werden. Was wir dann als 3 G\u00e4nge Men\u00fc inklusive Nachspeise bekamen war einfach gigantisch. So verbrachten wir den Abend bei einem guten Essen und einer noch besseren Unterhaltung bei einer aussergew\u00f6hnlichen Familie. Dieses Erlebnis werden wir sicherlich nicht mehr vergessen, und geh\u00f6rt zu einem Highlight des ganzen Weges. Wir bedankten uns nat\u00fcrlich f\u00fcr die Einladung und wollten das Essen bezahlen. Dies lehnten sie aber ab und sagten nur: Wir tun heute etwas gutes f\u00fcr euch, daf\u00fcr tut ihr irgendwann jemand anderen wieder mal was gutes. Eine Einstellung die oft in der Hektik des Alltages untergeht. Was uns an diesem Tag alles an guten geschah, war fast unglaublich und passiert dir nur auf dem Jakobsweg. Wir verabschiedeten uns und gingen zu unserer Unterkunft. Unsere Herbergseltern waren noch nicht da, und so gingen wir schlafen. Aber schon nach kurzer zeit kamen sie, und wir standen nat\u00fcrlich wieder auf um sie zu begr\u00fc\u00dfen. Obwohl wir uns aufgrund der Sprache nicht verstanden, kam eine herzliche Unterhaltung zu stande. Wir tranken zusammen noch eine Flasche Rotwein und beschlossen diesen aussergew\u00f6hnlichen Tag in der hoffnung, das wir noch viele solcher Tage erleben m\u00f6gen.<\/p>\n<p>Bonjour und Buen Camino<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Nach einer ruhigen Nacht bekamen wir das ber\u00fchmte Fr\u00fchst\u00fcck von Madame Marie Rose. Es gab alles was man sich denken konnte und hatte die Klasse eines Fr\u00fchst\u00fccksbuffets in einem 5 Sterne Hotel. 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