{"id":1386,"date":"2022-09-16T13:39:00","date_gmt":"2022-09-16T12:39:00","guid":{"rendered":"https:\/\/blog.fitus.de\/blog\/?p=1386"},"modified":"2024-08-18T16:13:10","modified_gmt":"2024-08-18T15:13:10","slug":"16-09-2022-37-etappe-von-monte-de-gozo-nach-santiago","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blog.fitus.de\/blog\/?p=1386","title":{"rendered":"16.09.2022 37. Etappe von Monte de Gozo nach Santiago"},"content":{"rendered":"\n<figure class=\"wp-block-image size-large is-resized\"><a href=\"https:\/\/blog.fitus.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2022\/09\/IMG_20220916_075806-scaled.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"768\" src=\"https:\/\/blog.fitus.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2022\/09\/IMG_20220916_075806-1024x768.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-1496\" style=\"width:301px;height:auto\" srcset=\"https:\/\/blog.fitus.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2022\/09\/IMG_20220916_075806-1024x768.jpg 1024w, https:\/\/blog.fitus.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2022\/09\/IMG_20220916_075806-300x225.jpg 300w, https:\/\/blog.fitus.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2022\/09\/IMG_20220916_075806-768x576.jpg 768w, https:\/\/blog.fitus.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2022\/09\/IMG_20220916_075806-1536x1152.jpg 1536w, https:\/\/blog.fitus.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2022\/09\/IMG_20220916_075806-2048x1536.jpg 2048w, https:\/\/blog.fitus.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2022\/09\/IMG_20220916_075806-400x300.jpg 400w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/a><\/figure>\n\n\n\n<p>Nach einer ruhigen Nacht stand ich um 5.00 Uhr auf und packte in der Dunkelheit meine Sachen zusammen um mich drau\u00dfen im Flur anzuziehen, denn die anderen Pilger schliefen noch. Werner wollte sich eigentlich nicht in der Dunkelheit auf den Weg machen, da er Santiago bei Tageslicht sehen wollte. Aber er stand dann trotzdem mit mir auf um mit mir zusammen nach Santiago zu gehen. Wir waren ja einen gro\u00dfen Teil des Weges zusammen unterwegs. Mit der Taschenlampe suchten wir nach den Pfeilen. Wir waren nicht die einzigen die zu dieser Uhrzeit unterwegs waren. Von weiten sah man schon die Lichter der Stadt. Es waren ja nur wenige Kilometer von Monte de Gozo nach Santiago. Nach kurzer Zeit erreichten wir bereits den Stadtrand wo dieser ber\u00fchmte Schriftzug steht. Nach einer Weile kommt dann ein weiteres Pilgerdenkmal. Dort trafen wir auf Lelia und ihre Mutter. Wir freuten uns einander zu sehen und schon waren die beiden weg. Sie waren wie immer schnell unterwegs. Teilweise fielen einem die Schritte schon schwer auf den unebenen Gehwegen der Stadt. Schritt f\u00fcr Schritt ging es dem Ziel entgegen. Kurz vor der Ankunft an der Kathedrale trafen wir auf eine Frau der deutschen Pilgerbetreuung die gerade auf dem Weg nach San Fiz zur deutschen Pilgermesse war. Sie wollte uns gleich mitnehmen aber unser Weg sollte uns erst zur Kathedrale f\u00fchren. Unten am Obreidero, dem gro\u00dfen Platz vor der Kathedrale, angekommen erlebten wir eine gro\u00dfe \u00dcberraschung. Terri und Scott, Dominik und Jana waren gekommen um uns an diesem Morgen hier zu empfangen. Auch Lelia, ihre Mutter und Magdalena die vor uns angekommen waren wurden von ihnen empfangen. Wahnsinn, sie wussten das wir ganz fr\u00fch am Morgen ankommen w\u00fcrden und waren extra fr\u00fch aufgestanden um uns hier zu empfangen. Mit Tr\u00e4nen in den Augen lagen wir uns alle in den Armen. Eine Pilgergemeinschaft die sich bereits in Orisson kennengelernt hatte kam gemeinsam am Ziel an. Mehr Emotionen geht nicht. Diesen Zusammenhalt nach so kurzer Zeit des Kennenlernens erlebt man nirgens so wie auf dem Camino. Ich war ja nun bereits zum vierten Mal hier auf dem Obreidero angekommen und jedes mal fr\u00fch am Morgen. Es ist immer wieder eine emotionales Ereignis , wenn auch immer etwas verschieden, hier an diesem Platz nach einem langen Pilgerweg anzukommen. Eigentlich sollte der n\u00e4chste Weg in die Kathedrale f\u00fchren zum Grab des Apostels, aber leider darf man mit Rucksack nicht in die Kathedrale. Zum Gl\u00fcck hatte ich ja das Zimmer im benachbarten Seminario San Martin Pinario gebucht. Dort konnte man seinen Rucksack abgeben und auf schnellsten Weg zur\u00fcck. Viele Pilger stellten sich bereits am hinteren Eingang der Kathedrale an was in diesem Jahr komplett falsch war. Denn die Heilige Pforte war in diesem Jahr ge\u00f6ffnet, da das Heilige Jahr, das immer gefeiert wird wenn der Gedenktag des Heiligen Jakobus auf einen Sonntag f\u00e4llt. Das Heilige Jahr das eigentlich 2021 stattfinden sollte wurde aufgrund von Corona um ein Jahr verl\u00e4ngert. Und immer wenn diese Pforte ge\u00f6ffnet ist sollte man die Kathedrale durch diesn Eingang betreten. Offensichtlich wussten das viele nicht, denn an der Heiligen Pforte die um die Ecke lag waren nur sehr wenige Pilger. Zum Gl\u00fcck war es noch fr\u00fch am Morgen und es waren noch kaum Touristen da. So konnte man fast alleine sein am Grab des Apostels das unter der Krypta liegt. Hier konnte man seinen Gef\u00fchlen freien Lauf lassen, Beten und Dankbar sein f\u00fcr sein Leben und f\u00fcr diesen Weg den man gehen durfte. Es wird immer etwas besonderes sein hier nach einer langen Pilgerreise anzukommen. Nach und nach f\u00fcllte sich nun die Kathedrale mit Pilgern und noch mehr Touristen. Dann gibt es kaum noch die M\u00f6glichkeit in Ruhe am Grab des Apostels zu sein. Im Seminario San Martin Pinario konnten Werner und ich nun einchecken. Unser Pilgerzimmer war sehr einfach, ohne Luxus und unter dem Dach. Aber es reicht f\u00fcr einen Pilger, denn die Lage ist einfach genial. Anschlie\u00dfend machten wir uns auf den Weg um irgendwo etwas zu fr\u00fchst\u00fccken. Es trafen immer mehr bekannte Pilger ein und man umarmte sich wenn man einander in der Stadt traf. Mit Dominik gingen wir dann fr\u00fchst\u00fccken. Die Zeit verging wirklich schnell und um 12 Uhr sollte ja wie jeden Tag die Pilgermesse sein. Dazu musste man wenigstens eine Stunde vorher dort sein um einen Sitzplatz zu haben. Man sah viele bekannte Gesichter und man gr\u00fc\u00dfte einander mit einem Nicken oder einen Winken. Die Messe war wie immer beeindruckend. Viele warteten auf das Weihrauchfass was auch an diesem Tag geschwenkt wurde. Nach der Messe traf ich auch auf wieder auf Martin. Ihn hatte ich einige Tage schon nicht mehr gesehen und wir freuten uns einander wieder zu sehen. In der Unterkunft gab es ein gro\u00dfes Restaurant, wo man zu annehmbaren Preisen lecker speisen konnte. Dazu gab es jedes mal eine Flasche Rotwein. Hier sa\u00dfen Werner und ich lange zusammen und erinnerten uns zusammen an viele Momente auf dem Weg. Am sp\u00e4ten Nachmittag gingen wir dann in Richtung Pilgerb\u00fcro. Werner war schon ganz scharf auf die Compostela im Gegensatz zu mir. Ich hatte ja schon 3 St\u00fcck und f\u00fcr mich ist sie immer noch ein St\u00fcck Papier. Werner hatte ja noch keine und f\u00fcr ihn war sie sehr wichtig. Wir suchten uns eine Bar in der N\u00e4he des Pilgerb\u00fcros von der man aus die ankommenden Pilger beobachten konnte. F\u00fcr mich war es irgendwie komisch, das der erste Weg der Pilger nach dem ankommen auf dem Obreidero, erst ins Pilgerb\u00fcro f\u00fchrt um ein St\u00fcck Papier abzuholen auf dem best\u00e4tigt wurde, das man den Weg gepilgert ist, anstatt in die Kathedrale zum Grab des Apostels, dem Ziel des Jakobsweges. Lelia zeigte uns wie wir an den Barcode f\u00fcr die Registrierung kommen, den man braucht um die Compostela zu bekommen. Werner stellte sich derweil an f\u00fcr die Urkunde und ich setzte mich in die Sonne auf eine Mauer neben dem Obreidero. Hier konnte man das ankommen der Pilger beobachten und ab und zu traf man wieder auf bekannte Gesichter. Auch konnte man die letzten 37 Tage nochmal an einem vorbeiziehen lassen. Anschlie\u00dfend ging ich ins Pilgerzentrum um an der Gespr\u00e4chsrunde dort teilzunehmen. Leider waren nicht viele Pilger gekommen um sich auszutauschen. Abends hatte ich mir vorgenommen zum internationalen Friedensgebet ins Franziskanerkloster zu gehen, aber leider gab es dies nicht mehr. Schade, die einzigartige Atmosph\u00e4re hatte mich 2019 nach dem Camino Portugues beeindruckt. Ein langer Tag ging so langsam zu Ende. Man war schon etwas m\u00fcde geworden und war froh im Bett zu liegen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Nach einer ruhigen Nacht stand ich um 5.00 Uhr auf und packte in der Dunkelheit meine Sachen zusammen um mich drau\u00dfen im Flur anzuziehen, denn die anderen Pilger schliefen noch. 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