{"id":1372,"date":"2022-09-11T13:25:00","date_gmt":"2022-09-11T12:25:00","guid":{"rendered":"https:\/\/blog.fitus.de\/blog\/?p=1372"},"modified":"2024-08-18T16:06:48","modified_gmt":"2024-08-18T15:06:48","slug":"11-09-2022-32-etappe-von-sarria-nach-portomarin","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blog.fitus.de\/blog\/?p=1372","title":{"rendered":"11.09.2022 32. Etappe von Sarria nach Portomarin"},"content":{"rendered":"\n<figure class=\"wp-block-image size-large is-resized\"><a href=\"https:\/\/blog.fitus.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2022\/09\/IMG_20220911_132052-scaled.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"768\" height=\"1024\" src=\"https:\/\/blog.fitus.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2022\/09\/IMG_20220911_132052-768x1024.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-1480\" style=\"width:146px;height:auto\" srcset=\"https:\/\/blog.fitus.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2022\/09\/IMG_20220911_132052-768x1024.jpg 768w, https:\/\/blog.fitus.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2022\/09\/IMG_20220911_132052-225x300.jpg 225w, https:\/\/blog.fitus.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2022\/09\/IMG_20220911_132052-1152x1536.jpg 1152w, https:\/\/blog.fitus.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2022\/09\/IMG_20220911_132052-1536x2048.jpg 1536w, https:\/\/blog.fitus.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2022\/09\/IMG_20220911_132052-scaled.jpg 1920w\" sizes=\"auto, (max-width: 768px) 100vw, 768px\" \/><\/a><\/figure>\n\n\n\n<p>Trotz der recht unruhigen Nacht machte ich mich heute recht fr\u00fch auf den Weg. Das was sich bereits gestern ank\u00fcndigte sollte sich heute best\u00e4tigen. Eine Invasion an Pilgertouris. Alle mit kleinen Rucks\u00e4ckchen unterwegs. Die Wege waren voll von Menschen. Man hatte manchmal das Gef\u00fchl das jeder der erste sein wollte. An einer kleinen Bar wollte ich zusammen mit Werner ein kleines Fr\u00fchst\u00fcck machen. Was man dort erlebte war jedoch der Wahnsinn. Schlangen von Menschen die sich f\u00fcr etwas zu Essen und zu trinken anstellten. Die gleichen langen Schlangen vor den WC. Und was das ganze noch toppen sollte, war eine lange Schlange vor einem Stempel, der auf einem Pfahl befestigt war. Hier war er also zu Ende, der Camino wie man ihn bis Sarria kannte. Eigentlich wollte man so schnell wie m\u00f6glich das Etappenziel erreichen. Das heutige Ziel hiess Portomarin. Hier hatte ich bereits 2007 auf dem ersten Camino mit meinen Freunden \u00fcbernachtet. Bevor man nach Portomarin kommt muss man einen steilen Abstieg hinunter an den Stausee bew\u00e4ltigen. Der Stausee war zu meinem erstaunen komplett leer. So hatte ich Portomarin noch nicht gesehen. Unter der gro\u00dfen Br\u00fccke, die \u00fcber den Stausee f\u00fchrt konnte man noch Restst\u00fccke des Dorfes erkennen das geflutet wurde mit dem erbauen des Stausees. Am Fu\u00dfe von Portomarin f\u00fchrt eine steile Treppe hinauf in die Stadt. Die gemeindliche Herberge lag ziemlich am Ende der Fu\u00dfg\u00e4ngerzone von Portomarin. Bei der Ankunft am fr\u00fchen Nachmittag waren dort noch gen\u00fcgend Betten vorhanden. Die Herberge hatte aber keinen Charme wie kirchliche Herbergen haben. Eine typische moderne Massenunterkunft. Nach der \u00fcblichen Pilgerroutine war erstmal relaxen angesagt. Gleich in der N\u00e4he der Herberge gab es eine kleine nette Bar. Dort konnte man in Ruhe etwas trinken und das Treiben auf der Stra\u00dfe beobachten. Von Zeit zu Zeit kamen auch andere Pilger hinzu wie Jaques, ein Franzose. Er sprach etwas deutsch und so konnte man sich etwas verst\u00e4ndigen. Werner kam auch dazu, er konnte sich nat\u00fcrlich etwas besser mit ihm unterhalten, da er franz\u00f6sisch sprach. Hier in der Bar gab es auch die M\u00f6glichkeit Pizza zu Essen, was wir auch gleich nutzten. Nach einem Glas Wein ging es dann zur\u00fcck zur Herberge. Der Schlafsaal war mittlerweile gut gef\u00fcllt und kaum noch nicht belegte Betten. Werner und ich hatten die Betten nebeneinander und beide die unteren Betten. Es ist halt etwas bequemer unten zu liegen wenn man schon \u00e4lter ist. In der Nacht wurde ich wach als der Pilger kam der \u00fcber mir im Bett war kam und sich schlafen legte. Es roch schon weiten nach Alkohol und pl\u00f6tzlich fing er an extrem zu husten. Zuerst dachte ich er hat eine Erk\u00e4ltung und muss deshalb husten. Das Husten wurde immer st\u00e4rker und pl\u00f6tzlich schrie Werner unten neben mir auf. Der Mann \u00fcber mir musste erbrechen und das schr\u00e4g herunter direkt auf Werner. Einfach ekelig solche sogenannten Pilger. Im Schlafsaal entstand dadurch nat\u00fcrlich eine Unruhe. Viele Pilger mahnten zur Ruhe an. Aber ehrlich gesagt, da ruhig zu bleiben ist nicht ganz einfach. Ich wurde zwar nicht getroffen, aber kurzerhand packten Werner und ich unsere Sachen zusammen und gingen aus dem Schlafsaal. Da man alles nicht auf einmal mitnehmen konnte musste man mehrmals mit der Taschenlampe zur\u00fcck in den Schlafsaal. Der Pilger lag oben auf dem Bett in seinem erbrochen und machte keine Anstalten sich um seine angerichtete &#8222;Schweinerei&#8220; zu k\u00fcmmern. Unten in der K\u00fcche richteten wir uns auf St\u00fchlen unser Nachtlager um dort den Rest der Nacht zu verbringen. Ich ging nochmal hoch in den Schlafsaal um mein Handy zu holen, das ich in einer Steckdose in der N\u00e4he des Bettes zum aufladen gesteckt hatte. Was ich dann sah, war an dreistigkeit nicht zu \u00fcberbieten. Irgendwann hatte er wohl gemerkt, das er in seinem erbrochen lag und verlegte seinen Schlafplatz dann kurzerhand in mein Bett. Was f\u00fcr asoziale Pilger gab es mittlerweile auf dem Camino. Die w\u00e4ren besser am Ballermann aufgehoben als hier auf dem Camino. Eines der schrecklichsten, wenn nicht das schrecklichste Erlebnis auf allen meinen Caminos. Werner tat mir unendlich leid. Er musste einiges an seiner Kleidung waschen und den Geruch hatte man noch einige Zeit in der Nase. Auch die Hospitaleros der Herberge die am n\u00e4chsten Tag alles wieder sauber machen m\u00fcssen taten einen Leid, den es war sicher nicht zu erwarten das dieser sogenannte Pilger alles wieder in Ordnung brinegn w\u00fcrde. Auf den St\u00fchlen war es recht unbequem und man konnte nicht mehr einschlafen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Trotz der recht unruhigen Nacht machte ich mich heute recht fr\u00fch auf den Weg. Das was sich bereits gestern ank\u00fcndigte sollte sich heute best\u00e4tigen. Eine Invasion an Pilgertouris. Alle mit kleinen Rucks\u00e4ckchen unterwegs. Die Wege waren voll von Menschen. 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