{"id":1366,"date":"2022-09-08T13:18:00","date_gmt":"2022-09-08T12:18:00","guid":{"rendered":"https:\/\/blog.fitus.de\/blog\/?p=1366"},"modified":"2024-08-18T16:03:15","modified_gmt":"2024-08-18T15:03:15","slug":"08-09-2022-29-etappe-von-villafranca-del-bierzo-nach-la-faba","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blog.fitus.de\/blog\/?p=1366","title":{"rendered":"08.09.2022 29. Etappe von Villafranca del Bierzo nach La Faba"},"content":{"rendered":"\n<figure class=\"wp-block-image size-large is-resized\"><a href=\"https:\/\/blog.fitus.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2022\/09\/IMG_20220908_164233-scaled.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"768\" height=\"1024\" src=\"https:\/\/blog.fitus.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2022\/09\/IMG_20220908_164233-768x1024.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-1476\" style=\"width:161px;height:auto\" srcset=\"https:\/\/blog.fitus.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2022\/09\/IMG_20220908_164233-768x1024.jpg 768w, https:\/\/blog.fitus.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2022\/09\/IMG_20220908_164233-225x300.jpg 225w, https:\/\/blog.fitus.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2022\/09\/IMG_20220908_164233-1152x1536.jpg 1152w, https:\/\/blog.fitus.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2022\/09\/IMG_20220908_164233-1536x2048.jpg 1536w, https:\/\/blog.fitus.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2022\/09\/IMG_20220908_164233-scaled.jpg 1920w\" sizes=\"auto, (max-width: 768px) 100vw, 768px\" \/><\/a><\/figure>\n\n\n\n<p>Die Nacht war ruhig und auch heute sollte es recht fr\u00fch losgehen. Zun\u00e4chst war ein ausgiebiges Fr\u00fchst\u00fcck angesagt. Die Hospitaleros bereiteten sogar Spiegeleier f\u00fcr die Pilger zu. Ave Fenix hatte sich ungemein weiterentwickelt. Auch heute war es noch dunkel und ich glaubte mich zu erinnern wie man aus dem Ort hinauskam ohne den Pfeilen nach zu laufen. Aber es kam wie es kommen musste. Ich verlief mich zum zweiten mal hintereinander. Was f\u00fcr eine Blamage. Ich der erfahrene Pilger der hier schon das dritte mal entlang geht verl\u00e4uft sich wieder. Es waren zu so fr\u00fcher Stunde auch wenige Leute unterwegs die man h\u00e4tte fragen k\u00f6nnen. Wir waren schon au\u00dferhalb des Ortes an einer Stra\u00dfe und ich hielt einen Handwerkerwagen an um nach dem Weg zu fragen. Sie deuteten in eine ganz andere Richtung als die die ich angenommen hatte. So liefen Werner und ich in die Richtung die sie uns zeigten. Wir standen an einer Kreuzung, dort gab es ein Cafe und wir fragten wieder nach dem Weg. Ein Spanier deutete uns an, wir sollten durch den Stra\u00dfentunnel gehen der vor uns lag. Ein anderer Spanier deute an wir sollten der Stra\u00dfe rechts entlang gehen. Irgendwie kam einen alles spanisch vor. Wir entschieden uns rechts der Stra\u00dfe entlang zu gehen. Wir mussten dabei lachen. Als wir ein St\u00fcck der Stra\u00dfe entlang gingen, erinnerte ich mich wieder. Diesmal lag ich richtig. Wir waren an der Abzweigung wo es zum Camino Duro, den schweren Weg \u00fcber den Berg geht. Nicht zu unrecht nennt er sich Camino Duro \u2013 der schwere Weg. Diesmal nicht, das musste nicht sein. Lieber unten der Stra\u00dfe entlang. Nach einiger Zeit kamen wir an einen Stra\u00dfentunnel und blickten hindurch. Wir sahen das Cafe an dem wir vor geraumer Zeit standen. W\u00e4ren wir durch den Tunnel mit einigen hundert Metern durchgegangen h\u00e4tten wir etliche Kilometer gespart. Vor uns liefen 3 Frauen, sie hatten alle die gleichen Rucks\u00e4cke und ich musste sofort an den Film &#8222;Die Dienstagsfrauen&#8220; denken. In diesem Moment schrieb mir Inga, sie hatte ich auf dem Camino Portugues 2019 kennengelernt. Ich hatte ihr damals von diesem Film erz\u00e4hlt. Inga hatte gerade eine organisierte Pilgergruppe nach Santiago begleitet und war dort gerade angekommen. Sie meinte nur, sie h\u00e4tte auch die Dienstagsfrauen begleitet, was ich lustig fand. Eine lange Zeit ging es der Stra\u00dfe entlang, was ziemlich langweilig war. Da w\u00e4re der Camino Duro schon sch\u00f6ner gewesen. Aber heute wahrscheinlich nicht, denn von unten konnte man die vielen Wolken oben sehen. Also die richtige Entscheidung. Nun ging es durch einige kleine D\u00f6rfer. Wir wollten noch etwas Proviant kaufen, da nicht klar war ob es in La Faba noch einen Laden oder eine Bar gab. Dabei trafen wir wieder nach einiger Zeit auf Terri und Scott. Sie erz\u00e4hlten, das alle Unterk\u00fcnfte in der Umgebung ausgebucht w\u00e4ren und man keinen Schlafplatz mehr finden w\u00fcrde. Sie hatten gerade noch einen Platz gefunden. Aber ich wusste, das dies meist die Camino Post ist die solche Ger\u00fcchte verbreitet. Es betrifft dabei immer eigentlich die Privaten Herbergen und Hostels und nicht die kirchlichen und gemeindlichen Herbergen. Diese kann man ja nicht reservieren. Ich wollte an diesem Tag unbedingt nach La Faba. Es gab daf\u00fcr zwei Gr\u00fcnde. Der erste war, das Fa Faba der halbe Weg hoch zum O Cebreiro war. Dadurch hat man den Anstieg nicht an einem Tag sondern verteilt auf 2 Tage. Der zweite Grund war aus nostalgischen Gr\u00fcnden. In La Faba war 2017 eine der sch\u00f6nsten Tage und Abende auf dem Camino. Abends fand in der Kapelle eine meditative Andacht mit Fu\u00dfwaschung statt. Die Seele des Camino. Ich hoffte so etwas dort wieder zu erleben. Aber zun\u00e4chst musste der steile Anstieg hoch nach La Faba bew\u00e4ltigt werden. Ein ziemlich schwei\u00dftreibender Weg. Irgendwie f\u00fchlte ich mich an diesem Tag richtig fit und wir gingen in einem enormen Tempo den Berg hoch. Der Camino hatte einen trainiert was Kraft und Ausdauer anging. Kein Vergleich zum ersten Tag. Oben angekommen war es wie heimkommen. La Faba, die deutsche Pilgerherberge. Es waren nur ganz wenige Pilger bisher da. Also kein Mangel an Betten, wie ich schon vermutet hatte. Hier oben herrschte Frieden. Hier in der Herberge gab es eine Waschmaschine und ich nutzte die Gelegenheit meine gesamte W\u00e4sche mal zu waschen zumal die Sonne schien und alles schnell trocknete. Oben gab es eine kleine Bar die etwas zum Essen anbot. Wir genossen oben ein zwei Radler in der Sonne. Ich ging zur\u00fcck zur Herberge und verbrachte eine Zeit der Stille in der kleinen Kirche. Werner blieb oben in der Bar und verbrachte dort den ganzen Nachmittag. Leider fand abends weder eine Andacht noch sonst ein Abendgebet statt. Schade, ich hatte mich so darauf gefreut. Aber manchmal ver\u00e4ndert sich der Camino. Die beiden Frauen aus Guatemala, Mutter und Tochter, die ich schon in Foncebadon und Ponferrada getroffen hatte waren auch heute hier. Sie erz\u00e4hlten, das sie morgen nur bis zum O Cebreiro gehen w\u00fcrden. Dort findet ein Festival statt. Mittlerweile war Dominik aus W\u00fcrzburg zusammen mit Judith angekommen. Sie waren die letzten Tage zusammen unterwegs. Judith kam aus Wien und hatte den Camino von zu Hause aus gepilgert. Ich hatte sie schon einige male gesehen, aber so recht kamen wir irgendwie nicht ins Gespr\u00e4ch. Zusammen gingen wir hoch zur Bar zum Abendessen. Werner sa\u00df noch an seinem Platz. Er hatte beim Wirt das Essen schon vorbestellt. Als die Kellnerin an unserem Tisch das Essen aufnehmen wollte meinte Werner, er habe schon bestellt. Alle anderen gaben ihre Order auf. Nach und nach kam dann das Essen, nur das von Werner nicht. Das machte ihn sichtlich nerv\u00f6s. Er hatte als erster bestellt und bekam nun als letzter. So hei\u00dft es schon in der Bibel. Das am\u00fcsierte Werner so gar nicht. Dezent beschwerte er sich beim Wirt. Es war vom Wirt ein versehen, er hatte es schlicht und einfach nicht richtig registriert, das Werner schon bestellt hatte. Wir alle zogen ihn nat\u00fcrlich etwas auf. So langsam ging die Sonne hinter dem Berg unter und auch der sch\u00f6ne Abend mit netten Pilgern neigte sich dem Ende zu. Zusammen machten wir uns auf den R\u00fcckweg. Nach einem anstrengenden Tag gingen fast alle gleichzeitig zu Bett.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Nacht war ruhig und auch heute sollte es recht fr\u00fch losgehen. Zun\u00e4chst war ein ausgiebiges Fr\u00fchst\u00fcck angesagt. Die Hospitaleros bereiteten sogar Spiegeleier f\u00fcr die Pilger zu. Ave Fenix hatte sich ungemein weiterentwickelt. 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