{"id":1364,"date":"2022-09-07T13:16:00","date_gmt":"2022-09-07T12:16:00","guid":{"rendered":"https:\/\/blog.fitus.de\/blog\/?p=1364"},"modified":"2024-08-18T16:02:22","modified_gmt":"2024-08-18T15:02:22","slug":"07-09-2022-28-etappe-von-ponferrada-nach-villafranca-del-bierzo","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blog.fitus.de\/blog\/?p=1364","title":{"rendered":"07.09.2022 28. Etappe von Ponferrada nach Villafranca del Bierzo"},"content":{"rendered":"\n<figure class=\"wp-block-image size-large is-resized\"><a href=\"https:\/\/blog.fitus.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2022\/09\/IMG_20220907_141030-scaled.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"768\" src=\"https:\/\/blog.fitus.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2022\/09\/IMG_20220907_141030-1024x768.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-1474\" style=\"width:193px;height:auto\" srcset=\"https:\/\/blog.fitus.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2022\/09\/IMG_20220907_141030-1024x768.jpg 1024w, https:\/\/blog.fitus.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2022\/09\/IMG_20220907_141030-300x225.jpg 300w, https:\/\/blog.fitus.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2022\/09\/IMG_20220907_141030-768x576.jpg 768w, https:\/\/blog.fitus.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2022\/09\/IMG_20220907_141030-1536x1152.jpg 1536w, https:\/\/blog.fitus.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2022\/09\/IMG_20220907_141030-2048x1536.jpg 2048w, https:\/\/blog.fitus.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2022\/09\/IMG_20220907_141030-400x300.jpg 400w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/a><\/figure>\n\n\n\n<p>Die Nacht war etwas unruhig, waren doch einige Schnarcher mit im Raum gewesen. Auch waren heute fr\u00fch schon viele Pilger auf den Beinen. Drau\u00dfen war es noch dunkel und im Schein der Stra\u00dfenlaternen ging es durch die Stadt Richtung der Templerburg. Irgendwie waren dort die gelben Pfleile nicht so ausgepr\u00e4gt zu sehen und so kam es, das wir in die falsche Richtung gingen. Trotz der falschen Richtung waren aber hier auch Pilger unterwegs, so das man davon ausgehen konnte, das dieser Weg wieder zur\u00fcck auf den offiziellen Camino f\u00fchren w\u00fcrde. So war es dann auch. Obwohl ich doch schon das dritte mal hier war verlief ich mich. Auch das geh\u00f6rt zu den Erfahrungen auf dem Weg. Irgendwann waren wieder die gelben Pfeile zu sehen und man war zur\u00fcck auf den vorgegebenen Weg. Nach einiger Zeit kam man an eine Wegekreuzung. Ein Weg f\u00fchrte entlang der Strea\u00dfe und der andere Weg f\u00fchrte in die Weinberge des Bierzo. Nat\u00fcrlich war die Entscheidung leicht. Den Weg durch die Weinberge zu gehen war einfach herrlich. Es waren kaum Pilger unterwegs. Die meisten hatten sich f\u00fcr den anderen k\u00fcrzeren Weg entschieden. So konnte man wieder einmal seine Gedanken freien Lauf lassen. Auch kam man am Lieblingsmotiv von meinem Freund Edgar vorbei. Es war eine kleine Kapelle mitten in den Weinbergen. Nach einger Zeit trafen wir Peter. Ihn hatten wir zuletzt in Foncebadon in der Bar getroffen. Er hatte dort gesundheitliche Probleme und konnte nicht weiterlaufen. Zusammen mit Werner aus dem Hunsr\u00fcck fuhren die beiden am n\u00e4chsten Tag mit dem Taxi ins Krankenhaus. Peter schien sich schnell erholt zu haben und im Gegensatz zu Werner konnte er seinen Camino fortsetzen. Es war sch\u00f6n sich mit ihm zu unterhalten. Er erz\u00e4hlte, das er hier vom Camino aus seinen Job gek\u00fcndigt, und sich online gleich wieder f\u00fcr eine andere Stelle beworben hat. Von dort bekam er auch eine Zusage. Wahnsinn, wie die jungen Leute heute alles mit dem Smartphone regeln. Peter erz\u00e4hlte auch, das seine Mutter auch auf dem Camino war. Aber sie war viel schneller als er und war bereits kurz vor Santiago. Peters Eltern stammten aus Russland. Er erz\u00e4hlte auch, das seine Tante, die einen russischen Akzent hatte, seit dem Ukraine Krieg angefeindet w\u00fcrde. Peter hingegen sprach astreines Hochdeutsch. Peter hatte sich anscheinend so gut erholt, das er wieder schnell unterwegs sein konnte. Sein Tempo mitzuhalten war f\u00fcr mich unm\u00f6glich, und so trennten sich unsere Wege. W\u00e4hrend einer Rast trafen wir auf Sophie, eine junge Frau vom Ammersee. Sie studierte Medizin und war gerade dabei ihre Sandalen auszuziehen, Sie hatte unheimlich viele Blasen an den F\u00fc\u00dfen und zwischen den Zehen. Die vorderen Schnallen ihrer Sandalen hatte sie offen und ging fast nur auf den Fersen. Aber sie gab nicht auf, was mir sehr imponierte. Kurz vor Villafranco del Bierzo trafen wir wieder auf sie. Sie ging sehr schwer und schleppte sich nur so vor sich hin. Ich bot ihr an, das ich ihren Rucksack bis zur Herberge tragen w\u00fcrde, es war ja nicht mehr weit. Aber sie lehnte ab, was mir noch mehr imponierte. Die heutige Herberge betrat ich heute nun zum dritten mal. Die Kultherberge Ave Fenix, eine der wenigen Herbergen die es gef\u00fchlt schon immer am Camino gab. Ich musste mich zur\u00fcckerinnern und erz\u00e4hlte Werner die Geschichte von 2007, als ich das erste mal dort war. Beim betreten sah alles aus wie immer. Es hatte sich aber einiges ge\u00e4ndert, so konnte man seit neuesten hier Abendessen und Fr\u00fchst\u00fccken. Auch waren die Sanit\u00e4rr\u00e4ume mittlerweile renoviert. Ein Foto davon musste ich nat\u00fcrlich gleich Edgar schicken. Peter war bereits geduscht und sa\u00df mit Susann aus D\u00e4nemark vor der Herberge. Nach dem \u00fcblichen Pilgerritual Duschen und Waschen gesellten wir uns dazu. Sophie kam auch mit dazu und verarztete ihre Wunden. Sie tat mir sehr leid. Es muss schrecklich sein mit solchen Schmerzen zu laufen. Sie hatte aber immer noch gute Laune und Lust auf den Camino. Es war Zeit etwas zu Essen, ich hatte richtig Hunger. In der N\u00e4he der Herberge befand sich eine kleine Bar. Dort gab es Pizza und Basta. Auch kamen in unregelm\u00e4\u00dfigen Abst\u00e4nden immer mal Pilger vorbei. Die Bar lag ja genau am Weg. Den ganzen Nachmittag und Abend verbrachten wir dort bei guten Unterhaltungen. Es war immer wieder sch\u00f6n neue Pilger zu treffen und ihre Geschichten zu h\u00f6ren. Zur\u00fcck in der Herberge ging ich heute recht bald schlafen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Nacht war etwas unruhig, waren doch einige Schnarcher mit im Raum gewesen. Auch waren heute fr\u00fch schon viele Pilger auf den Beinen. 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