{"id":1353,"date":"2022-09-04T13:06:00","date_gmt":"2022-09-04T12:06:00","guid":{"rendered":"https:\/\/blog.fitus.de\/blog\/?p=1353"},"modified":"2024-08-18T15:59:08","modified_gmt":"2024-08-18T14:59:08","slug":"04-09-2022-25-etappe-von-santibanez-de-valdeiglesias-nach-santa-catalina","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blog.fitus.de\/blog\/?p=1353","title":{"rendered":"04.09.2022 25. Etappe von Santibanez de Valdeiglesias nach Santa Catalina"},"content":{"rendered":"\n<figure class=\"wp-block-image size-large is-resized\"><a href=\"https:\/\/blog.fitus.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2022\/09\/IMG_20220904_145047-scaled.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"768\" src=\"https:\/\/blog.fitus.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2022\/09\/IMG_20220904_145047-1024x768.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-1467\" style=\"width:205px;height:auto\" srcset=\"https:\/\/blog.fitus.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2022\/09\/IMG_20220904_145047-1024x768.jpg 1024w, https:\/\/blog.fitus.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2022\/09\/IMG_20220904_145047-300x225.jpg 300w, https:\/\/blog.fitus.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2022\/09\/IMG_20220904_145047-768x576.jpg 768w, https:\/\/blog.fitus.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2022\/09\/IMG_20220904_145047-1536x1152.jpg 1536w, https:\/\/blog.fitus.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2022\/09\/IMG_20220904_145047-2048x1536.jpg 2048w, https:\/\/blog.fitus.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2022\/09\/IMG_20220904_145047-400x300.jpg 400w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/a><\/figure>\n\n\n\n<p>Nach einer ruhigen Nacht gab es ein Fr\u00fchst\u00fcck in der Herberge. Werner und ich waren alleine beim Fr\u00fchst\u00fcck. Die beiden Franz\u00f6sinnen und S\u00f6nke schliefen noch. Bei besten Pilgerwetter machten wir uns auf den Weg nach Astorga. Zu so fr\u00fcher Stunde waren kaum Pilger auf dem Weg. Mitten auf der Strecke gab es dann eine Art Verpflegungsstation an der man sich ausruhen konnte und eine der Vielzahl an Fr\u00fcchten zu genie\u00dfen die dort angeboten wurden. Auch konnte man dort \u00fcbernachten. 2 Amerikanische Pilger sa\u00dfen ebenfalls schon dort und ich unterhielt mich etwas mit ihnen. Gleich nach der Sation kommt das gro\u00dfe markante Kreuz. Von hier sieht man von weiten die Silouette von Astorga. F\u00fcr mich immer noch ein besonderer Ort am Camino. Auch wenn ich nun bereits zum dritten Mal hier stehe ist es ein erhabenes Gef\u00fchl hier zu stehen. Gleich nach dem Kreuz hatte sich ein Mann mit Gitarre plaziert und spielte f\u00fcr die vorbeigehenden Pilger. Eine sch\u00f6ne Begr\u00fc\u00dfung. Aus Erfahrung wusste ich, das sich der Weg bis zur Kathedrale noch ziemlich hinziehen sollte, auch wenn man dachte man w\u00e4re schon da. Am Ortseingang kommt man an der kirchlichen Herberge von Astorga vorbei in der ich bereits zweimal \u00fcbernachtete hatte. Diesmal war ich ja viel zu fr\u00fch am Morgen da um dort zu bleiben. Es stellte sich heraus, das man sowieso nicht dort \u00fcbernachten konnte, denn sie hatten einen Wasserschaden und konnte keine Pilger aufnehmen. So war es eine F\u00fcgung, das wir gestern in Santibanez de Valdeiglesias \u00fcbernachtet hatten und nicht noch die Zusatzkilometer nach Astorga gemacht haben. Angekommen im Ortszentrum von Astorga musste ich f\u00fcr einige Pilger Fotos machen vor dem ber\u00fchmten Palast von Gaudi, der neben der Kathedrale steht. Um 12 Uhr sollte in der Kathedrale eine Pilgermesse sein, die wir besuchen wollten. Die Zeit \u00fcberbr\u00fcckten wir mit Kaffee trinken und beobachten der Pilger, die nach und nach am Cafe vorbei kamen. Die Kathedrale war zur Mittagsmesse gut gef\u00fcllt. Auf einen der Pl\u00e4tze entdeckte ich Martin, der auch zur Messe gekommen war. Ansonsten sah man keine bekannten Pilger. Nach der Messe kam man am Ortsausgang an der bekannten Kapelle Ecce Homo vorbei. Auch einer der besonderen Orte am Camino. Leider war diese versperrt. Man konnte aber davor dort noch etwas in Ruhe verweilen und seinen Gedanken freien Lauf lassen. In einer kleinen Ortschaft musste nochmals eine Rast sein. Es war relativ warm und man musste seinen Wasserhaushalt wieder ausgleichen um nicht zu dehydrieren. Es war mittlerweile schon sp\u00e4ter nachmittag geworden und ich las im Pilgerf\u00fchrer das es eine sch\u00f6ne Spenden Herberge in Santa Catalina geben w\u00fcrde. Darin war aber vermerkt, das diese Sonntags geschlossen sein sollte. Nach etwas suchen in der kleinen Ortschaft fand ich die Herberge mit dem sch\u00f6nen Namen La Boheme und sie war trotz dieses Hinweises ge\u00f6ffnet. Wir waren die ersten Pilger an diesem Nachmittag. Von David, so hie\u00df der Hospitalero, wurden wir freudig begr\u00fc\u00dft und gleich zu einem Getr\u00e4nk und Obst eingeladen. David war fr\u00fcher Lehrer in Frankreich und kaufte sich diese Herberge die er in den letzten Jahren immer weiter renovierte. Dann kam Corona und sein Projekt schien fast zu scheitern. Mit vielen Nebenjobs und seinem Beruf als Lehrer erf\u00fcllte er sich jetzt diesen Traum. David spielte auch einige Instrumente die er in einer Ecke des Aufenthaltsraumes aufgebaut hatte, Auch Pilger konnten dort auf den Instrumenten spielen, wenn sie es denn konnten. Nach dem Duschen und W\u00e4schewaschen kamen nach und nach einge Pilger. Zwei Spanier ein Franzose und zu unserer \u00dcberraschung auch Andrea aus Italien. Ihn hatten wir ja schon in Granon kennengelernt. Diesmal sollte sich diese Begegnung nicht so freundlich gestalten wie in Granon. Vor dem Abendessen gingen wir in einer der 2 Bars die es hier gab um ein Radler zu trinken. Ich ging schon etwas ehr in die Herberge und Werner sa\u00df noch einige Zeit mit Andrea dort in der Bar. Dort kam es wohl schon zu einen kleinen Zwischenfall zwischen Andrea und dem Barbesitzer in dessen Verlauf er Barverbot bekam. Zur\u00fcck in der Bar hatte David schon das Abendessen vorbereitet. Wir sa\u00dfen alle friedlich am Tisch und zwischen den beiden Spaniern und Andrea, der sichtlich angetrunken war, ein Disput. Leider konnte ich davon wenig verstehen, aber es schienen solche Probleme zwischen ihnen zu sein, das die beiden Spanier beschlossen die Herberge zu verlassen. Sie wollten nicht die Nacht mit Andrea unter einem Dach verbringen. Auch David konnte die beiden nicht umstimmen. Eigentlich h\u00e4tte er Andrea rauswerfen m\u00fcssen, der eigentlich die Ursache f\u00fcr diesen Eklat war. Aber David war ein so herzensguter und g\u00fctiger Mensch, das er Andrea beruhigte, ihn zum duschen schickte und auch noch frische Kleider hinlegte, denn seine Kleider waren dreckig und stanken schon. Die Stimmung war danach nat\u00fcrlich auf dem Tiefpunkt. Der Franzose, Werner und ich sa\u00dfen ziemlich bedr\u00f6ppelt da. So etwas hatte ich auf all den Pilgerwegen noch nicht erlebt. Irgendwie sind die negativen Ausw\u00fcchse des Lebens nach und nach auch auf dem Camino sp\u00fcrbar und erlebbar. Mitten in dieses Stimmungstiefes kam dann aus der Nacht Martin. Er war doch mit uns noch in Astorga in der Mittagsmesse. Wo war er nur abgeblieben. Martin sp\u00fcrte die negative Stimmung und ich denke er kannte Andrea auch schon. David spielte einige traurige Lieder, die etwas zu diesem Abend passten. Andrea sa\u00df in der Runde, war sich keiner Schuld bewusst und tat als w\u00e4re nichts gewesen. Schade, das dieser Abend in dieser besonderen Herberge so enden musste.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Nach einer ruhigen Nacht gab es ein Fr\u00fchst\u00fcck in der Herberge. Werner und ich waren alleine beim Fr\u00fchst\u00fcck. Die beiden Franz\u00f6sinnen und S\u00f6nke schliefen noch. Bei besten Pilgerwetter machten wir uns auf den Weg nach Astorga. 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