{"id":1341,"date":"2022-08-30T12:53:00","date_gmt":"2022-08-30T11:53:00","guid":{"rendered":"https:\/\/blog.fitus.de\/blog\/?p=1341"},"modified":"2024-08-18T15:51:00","modified_gmt":"2024-08-18T14:51:00","slug":"30-08-2022-20-etappe-terradillos-de-los-templarios-nach-bercianos-real-de-camino","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blog.fitus.de\/blog\/?p=1341","title":{"rendered":"30.08.2022 20. Etappe Terradillos de los Templarios nach Bercianos Real de Camino"},"content":{"rendered":"\n<figure class=\"wp-block-image size-large is-resized\"><a href=\"https:\/\/blog.fitus.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2022\/08\/IMG_20220830_211815-scaled.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"768\" src=\"https:\/\/blog.fitus.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2022\/08\/IMG_20220830_211815-1024x768.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-1453\" style=\"width:161px;height:auto\" srcset=\"https:\/\/blog.fitus.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2022\/08\/IMG_20220830_211815-1024x768.jpg 1024w, https:\/\/blog.fitus.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2022\/08\/IMG_20220830_211815-300x225.jpg 300w, https:\/\/blog.fitus.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2022\/08\/IMG_20220830_211815-768x576.jpg 768w, https:\/\/blog.fitus.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2022\/08\/IMG_20220830_211815-1536x1152.jpg 1536w, https:\/\/blog.fitus.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2022\/08\/IMG_20220830_211815-2048x1536.jpg 2048w, https:\/\/blog.fitus.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2022\/08\/IMG_20220830_211815-400x300.jpg 400w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/a><\/figure>\n\n\n\n<p>Die Nacht war ruhig und ich wollte heute recht fr\u00fch losgehen. Es sollte wieder hei\u00df werden und am Morgen ist es doch angenehmer zu laufen. Da wir am Ortsrand waren ging es zur Dorfmitte. Als ich die dortige Herberge sah \u00e4rgerte ich mich etwas. Ich hatte es leider nicht mehr ganz so in Erinnerung, aber es war die Herberge in der ich 2017 Mark und Allison kennenlernte. Wenn wir den anderen Weg genommen h\u00e4tten w\u00e4ren wir direkt an dieser Herberge vorbei gekommen. Aber sei es drum. Schade. Es war nicht mehr r\u00fcckg\u00e4ngig zu machen. Mein Erinnerungsverm\u00f6gen hat doch schon etwas gelitten bei den vielen Caminos und Orten. Da bringt man schon leicht mal was durcheinander. Der Tag war nicht sehr ereignisreich und am fr\u00fchen vormittag war ich schon in Sahagun. Sahagun ist etwa die Mitte des Camino Frances. Dort gibt es die sogenannte Halbzeiturkunde. Das hatte ich beim letzten Camino nicht gewusst. Werner wollte die Urkunde unbedingt haben und so machten wir uns auf die Suche nach der Infostelle an der es die Urkunde gab.Die wenigsten Pilger wissen, das es diese Urkunde gibt. Ein sch\u00f6nes Andenken, mehr aber nicht. F\u00fcr mich ein St\u00fcck Papier, wie auch die Compostela die man am Ende in Santiago bekommt. Nach einer kleinen Kaffeepause ging es weiter nach Reliegos. Die Hitze wurde am fr\u00fchen Nachmittag ziemlich heftig und ich war froh endlich den heutigen Zielort Bercianos Real de Camino zu erreichen. Dort sollte es eine kirchliche Herberge geben, und immer wenn eine am Weg lag und es sich einrichten lies ging ich diese kirchlichen Herbergen bevorzugt. Am Ortseingang war eine kleine Kirche und sie lud zum verweilen ein. Dort war es k\u00fchl und man konnte zur Ruhe kommen. Die Herberge war am Ortsausgang und nach einigen nachfragen fand ich sie schlie\u00dflich. Hier wurde man freundlich empfangen und bekam zun\u00e4chst mal etwas zu trinken, was man bei der Hitze gebrauchen konnte. Eine der Hospitaleros sprach Deutsch und erz\u00e4hlte mir, nachdem ich ihr erz\u00e4hlt hatte, das ich einst den Weg von Kronach aus nach Santiago machte, das vor ein paar Tagen ein Pilger aus Kronach hier in der Herberge gewesen ist. Nichts ist Zufall. Vielleicht treffe ich ihn ja noch. Nach der \u00fcblichen Pilgerroutine war erst mal Siesta angesagt. Der Tag in der Hitze war recht anstrengend. Wenn man sich so in der Mitte des Camino befindet reflektiert man so manches. Wenn man losgeht zu Beginn des Camino herrscht meist Euphorie, dann kommt der Alltag des Camino, ein Tag \u00e4hnelt den anderen. Laufen, Essen Schlafen und das ganze wieder von vorne. Diese Routine hat irgendwie auch etwas beruhigendes. Du musst dich ja um nicht weiter sorgen, als das deine F\u00fc\u00dfe funktionieren, das du etwas zu Essen findest und du einen Schlafplatz hast. In der Herberge gab es eine kleine Kapelle, auch hier konnte man einige Zeit in Ruhe verbringen und im Gebet ganz bei sich sein. Neben der Herberge gab es eine kleine Bar und der Hunger und Durst trieb uns dahin. Die Routine von Werner bestand darin, nach der \u00fcblichen Pilgerroutine duschen und waschen Bilder nach Hause zu schicken und zu berichten, wo er sich gerade befindet. Danach brauchte er meist eine Bar um dort, wie f\u00fcr einen Belgier \u00fcblich, Bier zu trinken. Ich bevorzugte meist Radler, das hatte weniger Alkohol. Zum Gl\u00fcck gab es dort etwas zu Essen, denn wir waren ziemlich hungrig und bis zum Abend war es noch lange hin. Um 18.00 Uhr waren alle zur Pilgermesse in der kleinen Kirche am anderen Ende des Dorfes eingeladen. Alle Pilger der Herberge waren gekommen und auch viel Einheimische waren da, so das die kleine Kirche im Gegensatz zu vielen anderen Kirchen heute gut gef\u00fcllt war. Das liebe ich an den kirchlichen Herbergen, das dort ein besonderer Geist herrscht. Leider versteht man in den spanischen Messen nicht viel, aber das Evangelium des Tages konnte ich auf dem Smartphone immer auf Deutsch mit lesen. Am Ende der Pilgermesse wurden alle Pilger nach vorne gebeten f\u00fcr den Einzelpilgersegen. Immer wieder ergreifend, auch wenn man wie ich schon so viele Einzelpilgersegen empfangen hat. Danach ging es zur\u00fcck zur Herberge und die Hospitaleros brachten das Essen. Im Garten war ein gro\u00dfer Tisch aufgebaut f\u00fcr das gemeinsame Abendessen. Neben mir sa\u00df Sarah aus den USA. Mit ihr hatte ich heute eine sch\u00f6ne Unterhaltung und mein Englisch reichte aus f\u00fcr eine ausf\u00fchrliche Unterhaltung. Rion, die Belgierin war auch da und sang am Ende des Abendessens ein Lied. Ein heimischer Landwirt kam vorbei und brachte f\u00fcr die Pilger Melonen zum Nachtisch und als Erfrischung. Eine sch\u00f6ne Geste. Die Spanier tun wirklich alles f\u00fcr die Pilger. Aber ich glaube solche Gesten wirst du nicht in den gro\u00dfen anonymen Herbergen finden, sondern nur an diesen besonderen Orten des Camino. Nachdem alle geholfen hatten abzur\u00e4umen und abzusp\u00fclen wurden wir von den Hospitaleros auf einen H\u00fcgel neben der Herberge eingeladen. Dort wollten wir gemeinsam den Sonnenuntergang genie\u00dfen und das Licht feiern. Wir sa\u00dfen dabei im Kreis um ein Feuer, das wir entz\u00fcndet hatten. Wir sangen und beteten gemeinsam. Am Ende durfte jeder Pilger einen Brief in seiner Sprache ziehen, den ein Pilger des Vortages f\u00fcr die Pilger von Heute geschrieben hatte. Wir wurden gebeten f\u00fcr die Pilger des n\u00e4chsten Tages einen Brief zu schreiben. Man muss schon etwas \u00fcberlegen was man schreibt und dem Pilger des n\u00e4chsten Tages mitteilen will. Ein wunderbares Ritual. Mit einem wunderbaren Gef\u00fchl gingen wir alle zur\u00fcck zur Herberge um im Anschluss schlafen zu gehen.<br><br><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Nacht war ruhig und ich wollte heute recht fr\u00fch losgehen. Es sollte wieder hei\u00df werden und am Morgen ist es doch angenehmer zu laufen. Da wir am Ortsrand waren ging es zur Dorfmitte. 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