{"id":1339,"date":"2022-08-29T12:50:00","date_gmt":"2022-08-29T11:50:00","guid":{"rendered":"https:\/\/blog.fitus.de\/blog\/?p=1339"},"modified":"2024-08-18T15:49:06","modified_gmt":"2024-08-18T14:49:06","slug":"29-08-2022-19-etappe-carrion-de-los-contes-nach-terradillos-de-los-templarios","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blog.fitus.de\/blog\/?p=1339","title":{"rendered":"29.08.2022 19. Etappe Carrion de los Contes nach Terradillos de los Templarios"},"content":{"rendered":"\n<figure class=\"wp-block-image size-large is-resized\"><a href=\"https:\/\/blog.fitus.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2022\/08\/IMG_20220829_082607-scaled.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"768\" src=\"https:\/\/blog.fitus.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2022\/08\/IMG_20220829_082607-1024x768.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-1450\" style=\"width:202px;height:auto\" srcset=\"https:\/\/blog.fitus.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2022\/08\/IMG_20220829_082607-1024x768.jpg 1024w, https:\/\/blog.fitus.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2022\/08\/IMG_20220829_082607-300x225.jpg 300w, https:\/\/blog.fitus.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2022\/08\/IMG_20220829_082607-768x576.jpg 768w, https:\/\/blog.fitus.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2022\/08\/IMG_20220829_082607-1536x1152.jpg 1536w, https:\/\/blog.fitus.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2022\/08\/IMG_20220829_082607-2048x1536.jpg 2048w, https:\/\/blog.fitus.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2022\/08\/IMG_20220829_082607-400x300.jpg 400w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/a><\/figure>\n\n\n\n<p>Die Nacht war im gro\u00dfen Schlafsaal etwas unruhiger als die Tage zuvor. Viele Pilger machten sich recht fr\u00fch auf den Weg, so das ich mich auch entschloss los zu gehen. Es war noch dunkel und bereits am Morgen dr\u00fcckend schw\u00fcl. Im Pilgerf\u00fchrer war zu lesen, das diese Strecke nach Carrion de los Contes Meseta Pur sein w\u00fcrde. Auf 18 km w\u00fcrde es keine Ortschaft und keine Bar geben. Nur einige Foodtrucks w\u00fcrden auf dem Weg sein. Ein Weg schnurgerade und teilweise ohne B\u00e4ume. Eine Pr\u00fcfung f\u00fcr K\u00f6rper und Geist. Gerade wegen der eint\u00f6nigen und geraden Wege liebe ich diesen Abschnitt des Caminos. Vielen ist dieser Abschnitt zu eint\u00f6nig und langweilig und sie steigen in den Bus oder nehmen ein Taxi. Gegen 10.00 Uhr erreichten Werner und ich einen dieser Foodtrucks. Hier konnte man etwas fr\u00fchst\u00fccken und einen Kaffee trinken. Dazu die \u00fcblich Cola um den Zuckerhaushalt auszugleichen. Auf diesem Camino trank ich so viel Cola wie nie zuvor in meinem Leben. Nach und nach hatte es die Pilger alle eilig, denn von weiten sah man schon dunkle Wolken aufziehen und es donnerte schon in der Ferne. Gewitter k\u00fcndigten sich also an. Die Meseta war so ziemlich der schlechteste Ort wo man bei einem Gewitter sein konnte. Kein Baum, keine Erhebung, alles flaches Land, das keinen Schutz verhie\u00df. Innerlich kam bei Werner und mir schon etwas Angst auf so schutzlos in der Meseta zu sein. Der Wind wurde auch st\u00e4rker, einige Regentropfen kamen herab und wir erh\u00f6hten unser Lauftempo um einiges. Auf der Strecke sah man weit und breit keine Pilger mehr. Wo waren die alle pl\u00f6tzlich geblieben? Endlich sahen wir ein Dorf. Links war eine Bar zusehen mit vielen Pilgern die auch Schutz vor dem Gewitter suchten. Rechts gab es ebenfalls noch eine Bar. Mit schnellen Schritten n\u00e4herten wir uns und als wir durch die T\u00fcr ins innere der Bar st\u00fcrmten ging das Gewitter und der Wolkenbruch los. Gl\u00fcck gehabt und auch Dankbar das es gut gegangen ist. Auch hier war die Bar \u00fcberf\u00fcllt, aber wir fanden noch einen Platz. Hier warteten wir \u00fcber eine Stunde bis der Regen und das Gewitter nachlie\u00df. Einige Pilger brachen f\u00fcr heute hier ihren Weg ab, da sie bei Regen nicht weiter laufen wollten. Aber es nutzt nichts, der Weg muss weiter gehen. Ich legte meine komplette Regenkleidung an, daf\u00fcr hat man sie ja auch. Zugegeben mit meinem feuerroten Poncho und den feuerroten Gamaschen sah ich wie ein Kugelblitz aus. Eine Koreanerin am\u00fcsierte sich dar\u00fcber k\u00f6stlich. Der Regen hatte ziemlich nachgelassen und schon nach kurzer Zeit konnte man den Poncho wieder einpacken. Unterwegs trafen wir auf 2 Brasilianerinnen, Mutter und Tochter, die wir bereits einige male in den letzten Tagen gesehen hatten. Sie waren gerade dabei den Wanderschuh zu reaparieren. Wir fragten, ob wir helfen k\u00f6nnen, aber sie hatten das Problem schon gel\u00f6st. Die Sohle hatte sich gel\u00f6st und sie banden eine Schnur um den Schuh. Noch ein gemeinsames Foto, und weiter ging es. In Ledigos, einem einfachen Dorf, genehmigten wir uns noch eine kleine Pause. In der urigen Dorfbar sa\u00dfen ein paar Einheimische und tranken ihr Nachmittagsbier. Hier gab es wieder einer der vielen Alternativrouten, die einen immer wieder mal durcheinander bringen. Als wir \u00fcber eine kleine Br\u00fccke gingen kam uns ein Amerikaner entgegen. Er war uns schon einige Male begegnet und er erkl\u00e4rte uns, das wir wir hier falsch w\u00e4ren. Der richtige Weg nach Terradillos de los Templarios w\u00e4re in der anderen Richtung. Was aber nicht ganz richtig war. Beide Wege f\u00fchrten dort hin. Aber wir machten uns nicht die M\u00fche zu lesen, sondern gingen mit ihm mit. Nach und nach tauchten einige Pilger auf. So auch Verena und Julian. Gemeinsam gingen wir den Rest des Weges und unterhielten uns recht angeregt. Am Ortsrand kamen wir dann an einer Herberge vorbei, an die ich mich erinnern konnte. Sie sah recht luxori\u00f6s aus. Verena und Julian hatten dort reserviert. Eigentlich wollte ich nicht in solche Herbergen gehen und ich lie\u00df mich breitschlagen von Verena, Julian und Werner. Die Herberge sah nicht nur luxori\u00f6s aus, sie war es auch. Hier bekamen wir ein 4 Bett Zimmer, in dem wir alleine waren. Nebenan ging die T\u00fcr auf und Xenia stand mit ihrem Freund Patrick in der T\u00fcr. Sie hatte ich schon lange nicht mehr gesehen und wir hatten uns einiges zu erz\u00e4hlen. Nach der \u00fcblichen Routine konnte man sich nur an die Bar setzten und hoffen, das einige Pilger das gleiche tun, damit man sich unterhalten konnte. Zum Gl\u00fcck kamen Terri und Scott und man hatte eine sch\u00f6ne Unterhaltung. Aber irgendwie war das restliche Publikum an Pilgern nicht so auf meiner Wellenl\u00e4nge und ich f\u00fchlte mich in dieser Herberge nicht so wohl wie in wesentlich einfacheren Herbergen. Das Abendessen das angeboten wurde war hervorragend. Aber leider sa\u00dfen wir alleine an einem Tisch und es kam kein Pilgerfeeling auf. Die obligatorische Flasche Wein musste heute f\u00fcr Pilgerstimmung sorgen, denn hier f\u00fchlte man nicht die Seele des Camino. Alle gingen fr\u00fch zu Bett und wir blieben noch etwas an der Bar. Werner und ich erz\u00e4hlten uns einige Geschichten und so brachten wir auch diesen Abend \u00fcber die B\u00fchne. Auch solche Tage machen M\u00fcde.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Nacht war im gro\u00dfen Schlafsaal etwas unruhiger als die Tage zuvor. Viele Pilger machten sich recht fr\u00fch auf den Weg, so das ich mich auch entschloss los zu gehen. Es war noch dunkel und bereits am Morgen dr\u00fcckend schw\u00fcl. &hellip; <a href=\"https:\/\/blog.fitus.de\/blog\/?p=1339\">Weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[3],"tags":[],"class_list":["post-1339","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-jakobsweg"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/blog.fitus.de\/blog\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/1339","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/blog.fitus.de\/blog\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/blog.fitus.de\/blog\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/blog.fitus.de\/blog\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/blog.fitus.de\/blog\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=1339"}],"version-history":[{"count":3,"href":"https:\/\/blog.fitus.de\/blog\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/1339\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":1452,"href":"https:\/\/blog.fitus.de\/blog\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/1339\/revisions\/1452"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/blog.fitus.de\/blog\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=1339"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/blog.fitus.de\/blog\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=1339"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/blog.fitus.de\/blog\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=1339"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}