{"id":1331,"date":"2022-08-25T12:42:00","date_gmt":"2022-08-25T11:42:00","guid":{"rendered":"https:\/\/blog.fitus.de\/blog\/?p=1331"},"modified":"2024-08-18T15:44:37","modified_gmt":"2024-08-18T14:44:37","slug":"25-08-2022-15-etappe-burgos-nach-hornillos-del-camino","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blog.fitus.de\/blog\/?p=1331","title":{"rendered":"25.08.2022 15. Etappe Burgos nach Hornillos del Camino"},"content":{"rendered":"\n<figure class=\"wp-block-image size-large is-resized\"><a href=\"https:\/\/blog.fitus.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2022\/08\/IMG_20220825_120927-scaled.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"768\" src=\"https:\/\/blog.fitus.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2022\/08\/IMG_20220825_120927-1024x768.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-1439\" style=\"width:183px;height:auto\" srcset=\"https:\/\/blog.fitus.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2022\/08\/IMG_20220825_120927-1024x768.jpg 1024w, https:\/\/blog.fitus.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2022\/08\/IMG_20220825_120927-300x225.jpg 300w, https:\/\/blog.fitus.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2022\/08\/IMG_20220825_120927-768x576.jpg 768w, https:\/\/blog.fitus.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2022\/08\/IMG_20220825_120927-1536x1152.jpg 1536w, https:\/\/blog.fitus.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2022\/08\/IMG_20220825_120927-2048x1536.jpg 2048w, https:\/\/blog.fitus.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2022\/08\/IMG_20220825_120927-400x300.jpg 400w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/a><\/figure>\n\n\n\n<p>Heute konnte man etwas l\u00e4nger schlafen, denn ein gemeinsames Fr\u00fchst\u00fcck war um 7.00 Uhr angesetzt. Beim packen des Rucksackes fragte Rudolf der Holl\u00e4nder, ob wir den sein Handtuch eingepackt h\u00e4tten. Werner und ich sahen uns ratlos an. Ich meinte nur, das ich wohl sein Handtuch nicht br\u00e4uchte, ich hab ja ein eigenes. Ich sagte, er soll mal nachsehen in seinem Rucksack, vielleicht hat er es ja schon eingepackt. Und tats\u00e4chlich es war schon in seinem Rucksack. Irgendwie war sein verhalten schon seltsam. Gestern die Sache mit dem Geld, heute das Handtuch. Dazu seine widerspr\u00fcchlichen Aussagen. Entweder war er sehr zerstreut oder er hatte wirkliche psychische Probleme. Der Fr\u00fchst\u00fcckstisch war schon gedeckt und es war eine sch\u00f6ne Unterhaltung. F\u00fcr die Franz\u00f6sin mit ihren Kindern war es heute der letzte Tag auf dem Camino. Sie wollten im n\u00e4chsten Jahr hier in Burgos weiterpilgern. Von ihnen und auch von Marie Noel verabschiedete ich mich besonders intensiv. Die Casa Emaus wird f\u00fcr mich immer ein besonderer Ort bleiben. Zum Abschied durfte man aus einer Schale einen Spruch ziehen. Meiner lautete: &#8222;Werde der, der Du bist&#8220;. Dar\u00fcber musste ich heute im Laufe des Tages des \u00f6fteren nachdenken. Zun\u00e4chst f\u00fchrte der Weg endlos durch einen Park aus der Stadt hinaus. Es war schon am fr\u00fchen Morgen hei\u00df geworden und nach Burgos beginnt die Meseta dies karge Hochebene. Im Sommer ist man in der kahlen Landschaft gnadenlos der Hitze ausgesetzt und die Kilometer ziehen sich endlos dahin. Eine Pr\u00fcfung f\u00fcr K\u00f6rper, als auch Geist, aber eine gro\u00dfe Bereicherung f\u00fcr jeden Pilger. F\u00fcr mich meine absolute Lieblingsstrecke, was die meisten nicht verstehen konnten. Viele zogen es vor diese Strecke mit dem Bus zu fahren. Aber auf dieser Strecke die absolut monoton ist kann man ganz bei sich sein. Nach ca. 21 km in der Hitze ereichte ich zusammen mit Werner Hornillos del Camino. Am Ortseingang sa\u00dfen Terri und Scott auf einer Bank gegen\u00fcber ihrer Herberge. Sie freuten sich uns wieder zu sehen. Als ich die Herberge sah, erinnerte ich mich an diese. Meeting Point. Aber heute wollte ich in die \u00f6ffentliche Herberge. Sie lag direkt neben der Kirche. Es gab noch gen\u00fcgend Betten und es gab dort auch Abendessen. Im Schlafsaal war ich zun\u00e4chst mit Werner der einzige Pilger. Nach einiger Zeit kamen noch 3 Spanier dazu. Sie waren sehr freundlich, sprachen aber kein englisch, so das die Kommunikation etwas schwierig war. Die Hospitalera sagte das am Abend ein Pilgergottesdienst w\u00e4re. Nach der \u00fcblichen Routine Duschen und W\u00e4schewaschen machten wir es uns in der nebenan gelegenen Bar gem\u00fctlich. Ein junger Franzose setzte sich mit an den Tisch. Er arbeitete im Europaparlament und wollte unsere Meinung zur gemeinsamen Europapolitik h\u00f6ren. Er war nat\u00fcrlich sehr pro europ\u00e4isch eingestellt im Gegensatz zu Werner und mir. Ganz gefiel ihm unsere Meinung nicht. Aber etwas \u00e4ltere wie wir es waren, sehen es oft anders als die j\u00fcngeren. In der anschlie\u00dfenden Pilgermesse war zu meiner \u00dcberraschung auch Magdalena gekommen. Sie hatte einen Platz in einer anderen Herberge gefunden. Auch die 3 Spanier waren in der Messe, dazu 2 Pilger aus Neuseeland die ich schon aus Orisson kannte. Am Ende lud der Pfarrer alle nach vorne an den Altar f\u00fcr den Einzelpilgersegen. Ein sch\u00f6nes Gemeinschaftserlebnis \u2013 Seele des Camino. Am Ende forderte er jeden auf, noch ein Lied in seiner Sprache zu singen. Ich erkl\u00e4rte mich spontan bereit und sang &#8222;Segne du Maria&#8220;. Ich bekam zwar Beifall, aber wahrscheinlich war es mehr Mitleidsbeifall. Es klang, wie sagt immer mein Pate Alois &#8222;Grauenhaft sch\u00f6n&#8220;. Das gemeinsame Abendessen war dann auch noch einmal ein Highlight. Recht fr\u00fch ging es heute zu Bett.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Heute konnte man etwas l\u00e4nger schlafen, denn ein gemeinsames Fr\u00fchst\u00fcck war um 7.00 Uhr angesetzt. Beim packen des Rucksackes fragte Rudolf der Holl\u00e4nder, ob wir den sein Handtuch eingepackt h\u00e4tten. Werner und ich sahen uns ratlos an. 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