{"id":1317,"date":"2022-08-19T12:19:00","date_gmt":"2022-08-19T11:19:00","guid":{"rendered":"https:\/\/blog.fitus.de\/blog\/?p=1317"},"modified":"2024-08-18T15:37:26","modified_gmt":"2024-08-18T14:37:26","slug":"19-08-2022-9-etappe-logrono-nach-najera","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blog.fitus.de\/blog\/?p=1317","title":{"rendered":"19.08.2022 9. Etappe Logrono nach Najera"},"content":{"rendered":"\n<figure class=\"wp-block-image size-large is-resized\"><a href=\"https:\/\/blog.fitus.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2022\/08\/IMG_20220819_132603-scaled.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"768\" src=\"https:\/\/blog.fitus.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2022\/08\/IMG_20220819_132603-1024x768.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-1427\" style=\"width:228px;height:auto\" srcset=\"https:\/\/blog.fitus.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2022\/08\/IMG_20220819_132603-1024x768.jpg 1024w, https:\/\/blog.fitus.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2022\/08\/IMG_20220819_132603-300x225.jpg 300w, https:\/\/blog.fitus.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2022\/08\/IMG_20220819_132603-768x576.jpg 768w, https:\/\/blog.fitus.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2022\/08\/IMG_20220819_132603-1536x1152.jpg 1536w, https:\/\/blog.fitus.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2022\/08\/IMG_20220819_132603-2048x1536.jpg 2048w, https:\/\/blog.fitus.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2022\/08\/IMG_20220819_132603-400x300.jpg 400w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/a><\/figure>\n\n\n\n<p>Nach einer relativ ruhig verlaufenden Nacht stand heute eine lange Etappe von 29 km auf meinem Programm, was haupts\u00e4chlich daran lag, das es nicht sehr viele Zwischenorte auf dem Weg nach Najera gab wo man h\u00e4tte \u00fcbernachten k\u00f6nnen. Aber mittlerweile war ich nach etwas mehr als einer Woche eingelaufen und traute mich diese Strecken auch bei h\u00f6heren Temperaturen zu, zumal ich ja wusste, das keine gr\u00f6\u00dferen Anstiege dabei waren. Aber jetzt war erstmal Fr\u00fchst\u00fcck in der Herberge angesagt. Es ist doch immer wieder sch\u00f6n mit den Pilgern zu fr\u00fchst\u00fccken und dabei sich auszutauschen. Ich bleibe dabei gerne etwas l\u00e4nger sitzen und genie\u00dfe den Moment. Aber irgendwann ist es dann Zeit zu gehen. Der Weg hinaus aus der Stadt war wieder etwas monoton. Werner hatte sich auch heute mir angeschlossen und wir hatten wieder einander einiges zu erz\u00e4hlen. Nach einiger Zeit trafen wir Giacomo und seine Freundin, die sich sehr freuten uns wieder zusehen. Ich begr\u00fc\u00dfte Giacomo in dem ich meine M\u00fctze vor ihm zog, als hochachtung vor seinem Namen. Giacomo war ja der Name Jakobus im italienischen. Der Weg zog sich heute gef\u00fchlt etwas z\u00e4h dahin. Kurz vor Najera kommt man an einer Fabrik vorbei auf deren Mauer ein langes Gedicht geschrieben ist. Es soll ein Pfarrer gewesen sein, der dieses Gedicht verfasst hat. 2017 war es noch in verschiedenen Sprachen, unter anderem auch auf Deutsch vorhanden. Leider war es nur noch auf spanisch zu lesen. Anscheinend wurde es vor kurzen erneuert, denn es sah noch recht frisch aus. Aber irgendwie ist dieser Text f\u00fcr mich etwas besonderes geworden und hat sich eingepr\u00e4gt. Er dr\u00fcckte eigentlich genau aus, warum ich auf dem Camino war. Es heisst unter anderen darin: Staub, Schlamm, Sonne und Regen \u2013 das ist der Weg nach Santiago. Wer ruft Dich Pilger &#8230;, dies erkl\u00e4ren kann nur er, er dort oben. Diese Textausschnitte benutze ich seither bei meinen Vortr\u00e4gen \u00fcber den Jakobsweg als Einstieg. \u00dcber Navarette und Ventosa erreichte ich am fr\u00fchen Nachmittag Najera. In dieser Ortschaft hatten Edgar und ich 2017 gleich zu Beginn unseres Weges enorme Probleme mit einer \u00dcbernachtung. Auch diesmal sollte es etwas schwieriger werden. Die gemeindliche Herberge war gleich gefunden, jedoch standen sehr viele Pilger vor dem Eingang und wollten dort bleiben. Es war eine Art Baracke und hatte 90 Pl\u00e4tze. Ich hatte mich bereits in die lange Schlange eingereiht, da meldete sich Lelia. Sie war wie immer sehr viel schneller und hatte in der Herberge Puerta de Najera einen Platz gefunden. Dort waren noch einige Betten frei und ich entschloss mich auch dort hin zu gehen. Als ich die Herberge sah, erinnerte ich mich wieder. Hier hatten wir auch damals nach einen Bett gefragt und der Hospitalero gab uns eine Adresse wo wir unterkommen konnten. Diesmal war ja Platz. Die Herberge war gut ausgestattet und hatte sogar eine K\u00fcche. Wir beschlossen heute selbst zu kochen und nicht Essen zu gehen. Ich fand das immer eine gute Idee. Lelia ging in den Supermarkt und kaufte f\u00fcr das Abendessen ein. Im Aufenthaltsraum machte ich es mir nach der \u00fcblichen Routine von Duschen und W\u00e4schewaschen gem\u00fctlich. Heute hatte meine Schwiegermutter Charlotte ihren 90.ten Geburtstag und ich musste nat\u00fcrlich zum gratulieren anrufen. Die Verwandschaft sa\u00df alle zusammen bei uns in der Gr\u00fcmpel. Nach meiner Frau hatte ich auch meinen kleinen Enkel Anton am Telefon, was mich sehr freute, war ich doch voraussichtlich noch mehr als 5 Wochen unterwegs. Zwischenzeitlich kam Amir der Kanadier an den Tisch. Er hatte es unter gro\u00dfen Schmerzen hierher geschafft und wollte mal einen Tag pausieren um wieder zu Kr\u00e4ften zu kommen. Und auch Terri und Scott kamen dazu. Die beiden waren ja auch schon in Orisson und man kam hier mal n\u00e4her ins Gespr\u00e4ch. Scott war Richter in den USA und war gerade in Pension gegangen. Die beiden waren sehr nette Gespr\u00e4chspartner und wir unterhielten uns eine ganze Weile. Das Gespr\u00e4ch kommt nat\u00fcrlich immer auf die Familien zu Hause und die Berufe und Hobbys die wir haben. Die beiden hatten auch schon erwachsene Kinder, wie ich auch. F\u00fcr mich sind die Gespr\u00e4che immer sehr anstrengend, da meine englisch Kenntnisse leider sehr beschr\u00e4nkt sind. Ein Smalltalk funktioniert irgendwie immer, aber tiefgr\u00fcndige Gespr\u00e4che sind leider nicht m\u00f6glich. Ich beneidete Lelia, die englisch und franz\u00f6sisch perfekt sprach. Sie war mittlerweile wieder zur\u00fcck mit den Eink\u00e4ufen. Sie hatte nicht nur was zu Essen mitgebracht, sondern auch Bier und Radler, obwohl sie keinen Alkohol trank. So f\u00fcrsorglich k\u00f6nnen nur besondere Pilger sein. Amir hatte eine Flasche Wein geholt und so lie\u00dfen wir uns alle das Essen und Trinken schmecken. Es war eine wundervolle Gemeinschaft hier und ich bereute es nicht hier zu sein. Amir gr\u00fcndete zur Feier des Tages eine Whatts App Gruppe mit dem Namen Najera Group. Leider begegnete ich Amir nur noch ein zweimal am Weg. Er war wirklich ein netter Pilger. Die Herberge f\u00fcllte sich noch im Laufe des Nachmittags und war am Abend voll. Nebenan im Schlafsaal traf ich noch auf Xenia. Sie hatte ich ja auch schon vor ein paar Tagen kennengelernt als sie mit Uschi unterwegs war. Sie erz\u00e4hlte mir, das selbst f\u00fcr sie Uschi zu schnell war. Xenia wollte in einigen Tagen ihren Freund treffen, um dann gemeinsam den Weg nach Santiago zu gehen. Schlie\u00dflich lie\u00dfen wir den Abend ausklingen und ich ging recht fr\u00fch schlafen.<br><br><br><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Nach einer relativ ruhig verlaufenden Nacht stand heute eine lange Etappe von 29 km auf meinem Programm, was haupts\u00e4chlich daran lag, das es nicht sehr viele Zwischenorte auf dem Weg nach Najera gab wo man h\u00e4tte \u00fcbernachten k\u00f6nnen. 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