{"id":1314,"date":"2022-08-18T12:16:00","date_gmt":"2022-08-18T11:16:00","guid":{"rendered":"https:\/\/blog.fitus.de\/blog\/?p=1314"},"modified":"2024-08-18T15:36:45","modified_gmt":"2024-08-18T14:36:45","slug":"18-08-2022-8-etappe-los-arcos-nach-logrono","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blog.fitus.de\/blog\/?p=1314","title":{"rendered":"18.08.2022 8. Etappe Los Arcos nach Logrono"},"content":{"rendered":"\n<figure class=\"wp-block-image size-large is-resized\"><a href=\"https:\/\/blog.fitus.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2022\/08\/IMG_20220816_103002-scaled.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"768\" src=\"https:\/\/blog.fitus.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2022\/08\/IMG_20220816_103002-1024x768.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-1423\" style=\"width:232px;height:auto\" srcset=\"https:\/\/blog.fitus.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2022\/08\/IMG_20220816_103002-1024x768.jpg 1024w, https:\/\/blog.fitus.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2022\/08\/IMG_20220816_103002-300x225.jpg 300w, https:\/\/blog.fitus.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2022\/08\/IMG_20220816_103002-768x576.jpg 768w, https:\/\/blog.fitus.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2022\/08\/IMG_20220816_103002-1536x1152.jpg 1536w, https:\/\/blog.fitus.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2022\/08\/IMG_20220816_103002-2048x1536.jpg 2048w, https:\/\/blog.fitus.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2022\/08\/IMG_20220816_103002-400x300.jpg 400w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/a><\/figure>\n\n\n\n<p>Ich entschloss mich auch heute wieder recht fr\u00fch am morgen aufzustehen und los zu pilgern. Es war noch etwas dunkel auf dem Weg aus dem Ort hinaus. Die letzten Heimkehrer der Fiesta kamen einen noch entgegen. Heute war es etwas k\u00fchler geworden und dadurch recht angenehm zu laufen. Auf recht ereignislosen Wegen ging es \u00fcber Torres del Rio nach Vianna einer gr\u00f6\u00dferen Ortschaft mit einer Kathedrale. Hier herrschte ein gesch\u00e4ftiges Treiben in den Gassen. Es gab gleich einige Bars und Cafes an denen man eine Rast machen konnte. In einer dieser Bars sah ich Lelia und Jenn sitzen und da noch Platz war, setzten wir uns dazu. Eine kleine Zwischenmahlzeit und ein Cafe con Letche ging immer. Es war gerade recht kalt geworden und der Wind wehte recht zugig durch die Gassen, so das man es nur mit Fleece und Windjacke aushalten konnte. Nat\u00fcrlich tauschte man sich aus, wie weit man denn heute gehen wollte. Die beiden hatten genau wie wir Logrono als Ziel. Jenn und Lelia waren recht schnell unterwegs. Sie wollten ebenso in die kirchliche Herberge in Logrono. Ich bat Lelia, mir kurz zu schreiben, wenn sie da ist. Nach der Pause f\u00fchrte der Weg in die gleich nebenan befindliche Kathedrale. Ein imposantes Bauwerk, f\u00fcr das man eine l\u00e4ngere Zeit f\u00fcr die Besichtigung gebraucht h\u00e4tte. Aber nach dem abholen des Stempels musste der Weg weiter gehen um den Rest der 28 km langen heutigen Strecke zur\u00fcck zu legen. 28 km war schon eine Ansage f\u00fcr mich, hatte ich doch meist zum Ende der Strecke mit einer gewissen Erm\u00fcdung meines rechten Beines aufgrund der Polyneuropathie zu k\u00e4mpfen. Die Gefahr des Stolperns, besonders auf den Pflastersteinen in den St\u00e4dten war besonders gro\u00df. Ich hatte einige male unheimliches Gl\u00fcck, das ich mich noch rechtzeitig fangen konnte. Jetzt hatte man die Region Navarra hinter sich gelassen und kam in die Region Rioja, was ja eine bekannte Weinregion ist. Unterwegs lernte ich Amir kennen, ein Kanadier. Er hatte ziemlich Probleme mit Blasen an den F\u00fc\u00dfen und tat mir leid. Man sah ihm an, das jeder Schritt schmerzte, trotzdem k\u00e4mpfte er sich durch und kam auch in die Herberge. Am Ortsrand von Logrono kam man an einer Institution des Jakobsweges vorbei. Lange Jahre sa\u00df unter einem Feigenbaum Maria, eine \u00e4ltere Frau und begr\u00fc\u00dfte die Pilger. Sie versorgte sie mit Getr\u00e4nken und hatte auch einen besonderen Stempel. Als wir 2016 hier vorbeikamen war sie noch da, aber leider verstarb sie im vergangen Jahr. Aber ihre beiden Enkelinnen Patricia und Christina setzen die Tradition fort. Ein Erinnerungsfoto mit den beiden musste nat\u00fcrlich sein. Auch hier in Logrono war es wieder wie in allen St\u00e4dten. Der Weg zieht sich endlos bis in die Stadt hinein. Kurz vor betreten der Stadt gab es eine Touristinfo wo wir uns einen Stadtplan abholten. Von hier aus war es nicht mehr weit zur kirchlichen Herberge. In diese wollte ich aus Nostalgiegr\u00fcnden unbedingt wieder hinein, war ich dort doch schon mit Edgar 2017 zu Beginn unserer letzten Etappen auf dem Weg nach Santiago. Ich hatte diese Herberge nur in bester Erinnerung. Vor dem Eingang warteten schon viele Pilger auf Einlass. Man musste sich in die Reihe stellen und gedultig warten, bis man drankam. Lelia kam gerade aus der T\u00fcr und berichtete, das es nur noch Matratzen auf dem Boden g\u00e4be zum \u00dcbernachten. Die Betten waren alle schon belegt. Aber so ist das, wenn man etwas sp\u00e4ter aufgrund der langen Strecke ankommt, muss man nehmen was \u00fcbrig beleibt. Ist aber nicht wirklich ein Problem unter den Pilgern. Damit haben nur Luxuspilger ein Problem. Iregndwie hatte ich die Herberge viel kleiner in Erinnerung. Die Hospitaleros gaben sich die gr\u00f6\u00dfte M\u00fche um alle zufrieden zu stellen, was ihnen auch trotz des Andranges gelang. Als erstes stand wie immer Duschen und W\u00e4sche waschen an, die \u00fcbliche Routine. Der Schlafsaal mit ca. 40 Matratzen befand sich im Obergescho\u00df. Zum Duschen und W\u00e4schewaschen musste man ins Erdgescho\u00df. Der Waschplatz befand sich im Innenhof der Herberge und dort kam ich mit einem jungen Deutschen ins Gespr\u00e4ch. Dominik, so der Name des jungen Mannes. Er kam aus W\u00fcrzburg und studierte in Hamburg Flugzeugbau. Ein sehr sympathischer Pilger, der noch einige male meinen Weg kreuzen sollte. Im Anschluss begaben Werner und ich uns in die Stadt um den Durst zu l\u00f6schen und einen kleinen Snack zu uns zu nehmen. Wir wollten auch die Kathedrale besichtigen, jedoch war diese noch geschlossen und sollte erst sp\u00e4ter \u00f6ffnen. So mussten wir warten und nutzten die Zeit um in einem Cafe die vorbeilaufenden Pilger zu beobachten. An unseren Tisch setzten sich 2 Spanier, die gesch\u00e4ftlich in Logrono waren und fragten uns nach unseren Besuchsgrund von Logrono. Als sie h\u00f6rten, das wir Pilger sind und in St. Jean pied de Port gestartet sind, waren sie voller Hochachtung, das wir uns dem aussetzten. Endlich hatte die Kathedrale ge\u00f6ffnet und wir konnten diese besichtigen. Ein Imposantes und geschichtstr\u00e4chtiges Bauwerk. Zur\u00fcck in der Herberge war es schon Zeit f\u00fcr das Abendessen. Die Hospitaleros hatten gekocht und die beiden Pfarrer der nebenan liegenden Kirche halfen mit, das Essen zu verteilen. Begonnen wurde mit einem Tischgebet, das die beiden mit uns zusammen gebetet haben. Man sa\u00df an gro\u00dfen Tischen zusammen, a\u00df und unterhielt sich miteinander. Mein Platz war inmitten von einigen jungen Italienern. Man muss schon sagen, das besonders viele junge Italiener den Camino im christlichen Sinne pilgern. Einfach eine besondere Atmosph\u00e4re und man sp\u00fcrte hier den Spirit des Camino. Zum Abschlu\u00df des Abends luden die Pfarrer zu einem Abendgebet in die Kirche ein. Man ging durch einige verschlungene G\u00e4nge direkt hin\u00fcber in die nebenan liegende Kirche. Zusammen wurde dort mit den beiden Pfarrern gebetet und gesungen, und anschlie\u00dfend bekam jeder den Stempel der beim Abendgebet dabei war. Wer nicht beim Abendgebet war bekam auch keinen Stempel in dieser Herberge. F\u00fcr mich eine absolut nachvollziehbare Regel. Einige regten sich dar\u00fcber nat\u00fcrlich auf. Aber wenn man in kirchlichen Herbergen \u00fcbernachtet, sollte man sich auch an die Regeln halten und nicht nur die Annehmlichkeiten einer Spendenherberge in Anspruch nehmen. Hier zeigte sich wieder mal deutlich wer im Sinne des Camino ein Pilger ist. Mit einem guten Gef\u00fchl ging man auf seine Matratze am Boden und hoffte, das man am n\u00e4chsten Tag wieder vom Boden hochkommt. Man ist mit 60 Jahren ja nicht mehr der j\u00fcngste.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ich entschloss mich auch heute wieder recht fr\u00fch am morgen aufzustehen und los zu pilgern. Es war noch etwas dunkel auf dem Weg aus dem Ort hinaus. Die letzten Heimkehrer der Fiesta kamen einen noch entgegen. 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