{"id":1306,"date":"2022-08-15T12:11:00","date_gmt":"2022-08-15T11:11:00","guid":{"rendered":"https:\/\/blog.fitus.de\/blog\/?p=1306"},"modified":"2024-08-18T15:27:23","modified_gmt":"2024-08-18T14:27:23","slug":"15-08-2022-5-etappe-pamplona-nach-puente-de-la-reina","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blog.fitus.de\/blog\/?p=1306","title":{"rendered":"15.08.2022 5. Etappe Pamplona nach Puente de la Reina"},"content":{"rendered":"\n<figure class=\"wp-block-image size-large is-resized\"><a href=\"https:\/\/blog.fitus.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2022\/08\/IMG_20220815_103240-scaled.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"768\" src=\"https:\/\/blog.fitus.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2022\/08\/IMG_20220815_103240-1024x768.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-1414\" style=\"width:212px;height:auto\" srcset=\"https:\/\/blog.fitus.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2022\/08\/IMG_20220815_103240-1024x768.jpg 1024w, https:\/\/blog.fitus.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2022\/08\/IMG_20220815_103240-300x225.jpg 300w, https:\/\/blog.fitus.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2022\/08\/IMG_20220815_103240-768x576.jpg 768w, https:\/\/blog.fitus.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2022\/08\/IMG_20220815_103240-1536x1152.jpg 1536w, https:\/\/blog.fitus.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2022\/08\/IMG_20220815_103240-2048x1536.jpg 2048w, https:\/\/blog.fitus.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2022\/08\/IMG_20220815_103240-400x300.jpg 400w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/a><\/figure>\n\n\n\n<p>Die Nacht war auch hier ruhig und ich konnte wieder gut schlafen. Ich tr\u00e4umte sogar in den letzten Tagen sehr intensiv. Leider wusste ich nicht mehr was ich getr\u00e4umt hatte am n\u00e4chsten Morgen. Heute morgen war der Fr\u00fchst\u00fcckstisch schon f\u00fcr uns gedeckt. Bei guter Unterhaltung lies ich mir das Fr\u00fchst\u00fcck schmecken um mich anschlie\u00dfend von den Hospitaleros zu verabschieden. Ich lies ihnen ein Spruchk\u00e4rtchen ziehen. Diese Spruchk\u00e4rtchen hatte ich dabei f\u00fcr besondere Menschen denen ich auf den Weg begegnen sollte. Die beiden freuten sich dar\u00fcber und verabschiedeten mich herzlich. Zu meiner \u00dcberraschung stand Werner der Belgier schon drau\u00dfen und wartete auf mich und auch Werner aus dem Hunsr\u00fcck wollte sich mit mir auf den Weg machen. Er war aber noch nicht fertig. Er bat uns auf ihn zu warten, was wir dann auch machten. Schlie\u00dflich kam er zur\u00fcck und sagte, das er trotzdem heute wieder mit Laura gehen w\u00fcrde. Ich sagte zu ihm, das wir uns wiedersehen, der Camino verliert ja schlie\u00dflich niemanden. Eigentlich wollte ich ja alleine den Weg gehen und hatte nicht erwartet, das jemand mit mir ein St\u00fcck des Weg gehen wollte. Eigentlich ja auch kein Problem wenn man mit jemanden ein St\u00fcck geht, mit dem man nicht zusammen losgegangen ist. Es ist alles unverbindlich und man kann sich ja wieder trennen und auch sp\u00e4ter wieder treffen. Es besteht ja keine Verpflichtung jemanden gegen\u00fcber. Und doch ist es sch\u00f6n unterwegs von Zeit zu Zeit sich zu unterhalten. Es ist doch etwas anderes wenn man mit jemanden fremden pilgert als mit einem Freund zusammen los zu pilgern, wie ich mit meinem Freund Edgar bei unseren Weg von Zuhause nach Santiago de Compostela und sogar bis ans Ende der Welt. Ich f\u00fcr meinen Teil hatte mir vorgenommen den Weg so zu gehen wie ich es wollte. Wer dann mit mir ein St\u00fcck gehen wollte musste sich nach mir richten. Werner war dazu anscheinend bereit um mit mir pilgern zu k\u00f6nnen. Es war noch etwas dunkel und man musste noch ein ganzes St\u00fcck durch Pamplona gehen. In den St\u00e4dten ist es meist nicht immer angenehm zu gehen und nervt meist etwas. Nach einiger Zeit hatte man die Stadtgrenze erreicht und es ging auf wundersch\u00f6nene Wegen in den Ort San Andres. Dort hatte ich mit Edgar 2016 \u00fcbernachtet. Die Herberge erkannte ich gleich wieder, auch die sch\u00f6ne Kirche in diesem Ort erinnerte mich an damals. Irgendwie war es schon komisch. Manches kam einen gleich wieder bekannt vor, anderes wieder hatte man nicht mehr so im Ged\u00e4chtnis. Nach dieser Ortschaft ging es dann best\u00e4ndig und langanhaltend bergauf. Man merkte den Wind, was sehr angenehm bei der Hitze war. Vor den Augen hatte man schon den Berg mit den vielen Windr\u00e4dern. Total verschwitzt kamen wir auf diesem Berg, dem Alto Perdon, an und man brauchte eine Windjacke um sich nicht zu erk\u00e4lten. Dort oben steht das Kunstwerk mit den vielen Metallfiguren, was man auf allen Kalendern die mit dem Jakobsweg zu tun haben findet. Giacomo und seine Freundin waren fast zeitgleich mit mir oben angekommen und wir machten zusammen Erinnerungsfotos. Danach ging es auf einer Ger\u00f6llpiste einige km bergab. Man musste schon extrem gut aufpassen um hier nicht zu st\u00fcrzen. Werner hatte beim Bergabgehen einige Probleme und war sehr vorsichtig unterwegs. Ich hingegen hatte dabei eigentlich keine Probleme. Auch einige Radfahren fuhren diese Schotterpiste hinunter und machten dabei keine guten Erfahrungen. Einige standen am Wegrand und hatten einen Platten gefahren. Am Ende des Berges wartete ich auf Werner und wir gingen dann wieder ein St\u00fcck des Weges zusammen. Unterwegs hatte ich mir angew\u00f6hnt zwischendurch immer wieder mal eine eiskalte Cola zu trinken um den Zuckerhaushalt wieder ins Lot zu bringen. Schon am fr\u00fchen Nachmittag kam ich in Puente de la Reina an. Die Kirchliche Herberge war am Ortsrand gelegen. Sie hatte ich mir heute als Unterkunft ausgew\u00e4hlt. Beim Ankommen war sie schon recht gut belegt, aber es war kein Problem ein Bett zu bekommen. Nach der alltr\u00e4glichen Routine musste erst mal wieder der Durst gel\u00f6scht werden. In einer Bar, die in der N\u00e4he der Kirche gelegen war fand ich mit Werner eine sch\u00f6nen Platz zum sitzen. Hier konnte man die Pilger und Passanten beobachten und den Tag genie\u00dfen. Werner war es immer wichtig eine W-Lan Verbindung zu haben. Das ging sogar so weit, das er sogar die Bar wechselte, wenn es dort kein W-Lan gab. Diese permanente Ereichbarkeit ist eigentlich nicht der Sinn des Weges, aber Werner wurde regelm\u00e4\u00dfig nerv\u00f6s, wenn es kein W-Lan gab. Ich machte mich des \u00f6fteren mal dar\u00fcber lustig und sagte, das mein Buch, das ich eines Tages schreiben werde, den Titel tragen wird: Nichts ist Zufall \u2013 und nicht \u00fcberall gibt es W-Lan. Darin w\u00fcrde er dann auch vorkommen. Ich musste dabei an die Begegnung mit einem Hospitalero in Castrojerez 2016 denken, der sagte es w\u00fcrde ihm tierisch aufregen, das die erste Frage der Pilger ist: Habt ihr W-Lan? Und nicht wie fr\u00fcher, habt ihr ein Bett und wann ist Pilgermesse. Ich hatte gerade richtig Hunger, aber die Bar machte erst ab 15.00 Uhr was zu Essen und so blieb nichts anderes \u00fcbrig als zu warten. Wir bestellten uns eine Vorsuppe und eine Paella, dazu ein eiskaltes Radler. Einfach genial. Nach einiger Zeit kam Marc, ein Belgier, den Werner vor 2 Tagen bereits getroffen hatte zu uns an den Tisch. Gleich darauf kam noch ein \u00e4lterer Franzose, den Marc kannte und mit dem er zusammen unterwegs war, zu uns an den Tisch. Eine weitere Franz\u00f6sin namens Juliett setzte sich auch noch dazu. Eine Ilustre Runde, leider konnte ich mich nicht mit ihnen unterhalten. Es war mittlerweile 17.00 Uhr geworden und pl\u00f6tzlich stand Magdalena vor mir, und sagte das jetzt Pilgermesse sei. Ich entschloss mich mit ihr zu gehen. Die anderen hatten daran keinerlei Interesse. Die Kirche war gleich in der N\u00e4he der Bar. Die Kirche war f\u00fcr einen Sonntagnachmittag relativ gut besucht, vor allem von Pilgern, was mich diesmal \u00fcberraschte. Ich war froh, das Magdalena mich mitnahm. Am Ende der Messe bat der Pfarrer die Pilger nach vorne und erteilte den Pilgersegen. Dazu bekam jeder ein kleines goldenes Kreuz. Hier sp\u00fcrte man wieder mal die Seele des Camino. Ich wollte mich auf den R\u00fcckweg zur Herberge machen und kam an der Bar wieder vorbei. Sie sa\u00dfen immer noch da, mittlerweile tranken sie alle Sangria. Einige Pilger vertragen schon eine ganze Menge. Zur\u00fcck in der Herberge sammelte ich zuerst meine trockene W\u00e4sche ein und setzte mich noch etwas in den Garten der Herberge. Heute ging ich recht fr\u00fch zu Bett.<\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Nacht war auch hier ruhig und ich konnte wieder gut schlafen. Ich tr\u00e4umte sogar in den letzten Tagen sehr intensiv. Leider wusste ich nicht mehr was ich getr\u00e4umt hatte am n\u00e4chsten Morgen. 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