{"id":1298,"date":"2022-08-13T19:28:00","date_gmt":"2022-08-13T18:28:00","guid":{"rendered":"https:\/\/blog.fitus.de\/blog\/?p=1298"},"modified":"2024-07-28T16:05:19","modified_gmt":"2024-07-28T15:05:19","slug":"13-08-2023-3-etappe-roncesvalles-nach-zubiri","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blog.fitus.de\/blog\/?p=1298","title":{"rendered":"13.08.2022 3. Etappe Roncesvalles nach Zubiri"},"content":{"rendered":"\n<figure class=\"wp-block-image size-large is-resized\"><a href=\"https:\/\/blog.fitus.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2022\/08\/IMG_20220813_193401-scaled.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"768\" src=\"https:\/\/blog.fitus.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2022\/08\/IMG_20220813_193401-1024x768.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-1401\" style=\"width:159px;height:auto\" srcset=\"https:\/\/blog.fitus.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2022\/08\/IMG_20220813_193401-1024x768.jpg 1024w, https:\/\/blog.fitus.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2022\/08\/IMG_20220813_193401-300x225.jpg 300w, https:\/\/blog.fitus.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2022\/08\/IMG_20220813_193401-768x576.jpg 768w, https:\/\/blog.fitus.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2022\/08\/IMG_20220813_193401-1536x1152.jpg 1536w, https:\/\/blog.fitus.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2022\/08\/IMG_20220813_193401-2048x1536.jpg 2048w, https:\/\/blog.fitus.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2022\/08\/IMG_20220813_193401-400x300.jpg 400w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/a><\/figure>\n\n\n\n<p>Die Nacht war ruhig, obwohl die Herberge ziemlich voll war. Aber das kannte ich ja schon. Die Welle rollt eben bis sich irgendwann wieder verl\u00e4uft. Um 6.00 Uhr wurden wir im Schlafsaal von den Holl\u00e4ndischen Hospitaleros mit Gesang und Mundharmonikamusik geweckt. Ein sehr sch\u00f6ner Brauch. In der Nacht kam mir der Gedanke Werners Ausweis k\u00f6nnte ja auch unter dem Tresen der Anmeldung gerutscht sein, war der Boden dort doch ziemlich uneben. Also leuchtete ich mit dem Handy darunter alles aus. Aber ohne Erfolg. Auch die Hospitaleros suchten auf meine Bitte nochmal alles ab. In der Herberge gab es kein Fr\u00fchst\u00fcck und so machte ich mich noch in der Dunkelheit und k\u00fchlen Temperaturen auf den Weg um der Mittagshitze zu entgehen. Gleich nach dem Kloster kam das ber\u00fchmte Schild mit der Km Anzeige von 790 km bis Santiago. Bereits an der ersten Bar war schon alles voll. Ich ging daran zun\u00e4chst vorbei und dachte mir, das ich schon noch etwas zum Fr\u00fchst\u00fccken finden werde. So war es dann auch. In einer der n\u00e4chsten Bars ging ich fr\u00fchst\u00fccken. Tortilla und Cafe con Letche, was echt spanisches. Nach Roncesvalles geht es ja ziemlich flach dahin, keine so Steigungen wie nach St. Jean pied de Port und so ging es an diesem Vormittag Schritt f\u00fcr Schritt voran. Nach einem kurzen Abstieg kam eine etwas gr\u00f6\u00dfere Stra\u00dfe die man \u00fcberqueren musste. Hier stand die Guardia Civil und geleitete die Pilger teilweise \u00fcber die Stra\u00dfe. Auf der anderen Seite stand ein Foodtruck. Hier g\u00f6nnte ich mir eine eiskalte Cola um den Zuckerhaushalt wieder ins Lot zu bekommen. An einem Tisch sa\u00dfen 2 Pilger die ich schon in Orisson gesehen hatte und ich fragte ob ich mich dazu setzen d\u00fcrfte. Es waren Scott und Terry aus den USA. Er sagte, das der Platz an ihrem Tisch einen Euro kosten w\u00fcrde. Ich musste dabei schmunzeln und meinte nur, ich w\u00fcrde ihm den Euro in Santiago geben. Das gefiel ihm, und seine Frau sagte, in Amerika z\u00e4hlt nun mal nur das Geld. Nur wer Geld hat ist dort auch etwas. Ich dachte bei mir, da ist ja der Camino das genaue Gegenteil davon. Vielleicht ist es das, was sie suchen, und daf\u00fcr eine so lange Anreise in Kauf nehmen um den Camino de Santiago zu pilgern. Jedenfalls machten beide einen sehr sympathischen Eindruck. Neben unseren Tisch stand auch Werner der Belgier, er hatte ja den Schlafplatz neben mir in Roncesvalles. Ich hatte den Eindruck, er traute sich nicht zu fragen, um sich zu uns zu setzen. Nachdem Scott und Terry gegangen waren kamen wir etwas ins Gespr\u00e4ch und machten uns zusammen auf die letzten Km des Tages. Mein Ziel sollte heute Zubiri sein und Werner schloss sich mir spontan an. Am Ortseingang von Zubiri stand das Hinweisschild zur Herberge Municipal. Die Gemeindeherbergen kann man genauso wie die kirchlichen Herbergen nicht im Voraus buchen, deshalb war es bei diesem Camino mein Plan m\u00f6glichst in solche Herbergen zu gehen. Die Herberge war bei unserer Ankunft schon ziemlich gut belegt, aber wir bekamen ohne Probleme einen Platz. Nach der t\u00e4glichen Routine Duschen und W\u00e4schewaschen setzte ich mich in den Garten der Herberge. Dort war auch Giacomo mit einem anderen Italiener und wir hatten eine nette Unterhaltung. Die Fragen sind ja auch meist die gleichen. Warum bist du hier oder warst du schon mal auf dem Camino. Gerade bei der 2. Frage war es mir manchmal unangenehm zu sagen, das ich diesen Weg schon mal von Zuhause aus gemacht hatte. Ich wollte damit einfach nicht angeben. Meist konnte ich die Frage etwas umschiffen, aber viele merkten einfach, das ich schon viele Caminos gepilgert hatte. Manchmal machte es mich auch etwas Stolz, wenn die anderen Pilger einen daf\u00fcr bewunderten, so wie es Giacomo heute tat. Werner wollte noch etwas ins Zentrum von Zubiri gehen, die Herberge lag etwas ausserhalb und ich beschloss mit zu gehen. Dort gab es eine Bar und es waren auch schon einige Pilger dort. Bei der Nachmittagshitze ein eiskaltes Radler zischen, ein Traum. Man stellte die Gl\u00e4ser einfach ins Gefrierfach und anschlie\u00dfend das Radler einschenken, einfach Genial erfrischend. Es half auf jeden fall gegen den Durst. Wir setzten uns zu einem Pilger der alleine an einem Tisch sa\u00df. Es war Robert aus den USA, genauer gesagt aus Texas. Auffallend viele Amerikaner in diesem Jahr auf dem Camino. Robert war ein typischer Texaner mit Texashemd und Cowboystiefeln. Zudem hatte er die Texanische Flagge an seinem Rucksack. Wenn man ihn alleine auf einer Dorfstra\u00dfe gesehen hat, fehlte nur noch der Sheriffstern und der Colt und das Klischee h\u00e4tte gepasst. Ich fragte ihn, ob er denn in diesen Cowboystiefeln den Camino gehen w\u00fcrde. Ja, war seine Antwort. Er hatte sie 300 Km zu Hause eingelaufen. Wahnsinn, mit solchen Schuhen auf dem Camino. Robert war ein sehr gl\u00e4ubiger Mensch. Leider war hier wieder mein Sprachproblem das ein tiefgr\u00fcndigeres Gespr\u00e4ch verhinderte. Mittlerweile hatte ich einen B\u00e4renhunger. Leider gab es in der Bar am sp\u00e4ten Nachmittag nichts zu Essen und der kleine Supermercado hatte geschlossen. Es war eben Sonntag, das hatte ich nicht bedacht. Auch machten die Restaurants in Spanien meist erst um 20.00 Uhr auf. Die Spanier machen meist um 15.00 Uhr Mittag und ab 20.00 Uhr Abendessen. F\u00fcr uns nat\u00fcrlich etwas sp\u00e4t, ging man doch meist etwas fr\u00fcher zu Bett. Nach einigen Nachfragen sagte man uns, das es am Ende der Ortschaft ein Restaurant geben w\u00fcrde, das bereits ab 18.00 Uhr etwas zu Essen macht. Wir bestellten uns dort ein Pilgermen\u00fc und damit war der Hunger gestillt. Auf dem Weg zur\u00fcck in die Herberge zeigte die Temperaturanzeige um 20.00 Uhr noch 42 Grad. Wahnsinn diese Hitze noch am sp\u00e4ten Abend. Auch in der Herberge war es unb\u00e4ndig warm, man lag ohne Schlafsack auf dem Bett und schwitzte trotzdem. Erst gegen 22.00 Uhr wurde es etwas k\u00fchler.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Nacht war ruhig, obwohl die Herberge ziemlich voll war. Aber das kannte ich ja schon. Die Welle rollt eben bis sich irgendwann wieder verl\u00e4uft. 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