{"id":1279,"date":"2022-08-10T10:37:00","date_gmt":"2022-08-10T09:37:00","guid":{"rendered":"https:\/\/blog.fitus.de\/blog\/?p=1279"},"modified":"2024-03-29T10:59:15","modified_gmt":"2024-03-29T09:59:15","slug":"10-08-2022-anreise-nach-st-jean-pied-de-port","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blog.fitus.de\/blog\/?p=1279","title":{"rendered":"10.08.2022 Anreise nach St. Jean pied de Port"},"content":{"rendered":"<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"alignleft size-large is-resized\"><a href=\"https:\/\/blog.fitus.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2024\/03\/IMG_20220810_224518-scaled.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"768\" src=\"https:\/\/blog.fitus.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2024\/03\/IMG_20220810_224518-1024x768.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-1280\" style=\"width:334px;height:auto\" srcset=\"https:\/\/blog.fitus.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2024\/03\/IMG_20220810_224518-1024x768.jpg 1024w, https:\/\/blog.fitus.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2024\/03\/IMG_20220810_224518-300x225.jpg 300w, https:\/\/blog.fitus.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2024\/03\/IMG_20220810_224518-768x576.jpg 768w, https:\/\/blog.fitus.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2024\/03\/IMG_20220810_224518-1536x1152.jpg 1536w, https:\/\/blog.fitus.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2024\/03\/IMG_20220810_224518-2048x1536.jpg 2048w, https:\/\/blog.fitus.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2024\/03\/IMG_20220810_224518-400x300.jpg 400w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/a><\/figure>\n<\/div>\n\n\n<p>Die letzten Tage vor der Abreise waren ganz sch\u00f6n stressig. Sowohl auf der Arbeit, im Pfarrb\u00fcro und auch zu Hause wollte alles noch erledigt werden. Ich stresste mich da ganz sch\u00f6n rein, aber es ist doch ein besseres Gef\u00fchl, wenn man weis, alles ist so weit vorbereitet und auf den Weg gebracht, so das man beruhigt gehen kann. Und so brachte mich Heike und mein Enkel Anton zum Bahnhof nach Kronach. Beim Abschied war mir schon etwas wehm\u00fctig die beiden zur\u00fcck zu lassen. Anton hatte ich immer wieder mal das Bild gezeigt das mich in Finisterre am Ende der Welt zeigt. Es ist auch mein Startbildschirm auf Handy und PC. Zu Anton sagte ich immer, das wir beide mal dort zusammen hingehen. Es w\u00e4re nat\u00fcrlich genial dort mit meinem Enkel an dieser Stelle nach einem Camino zu stehen. Aber das ist noch Wunschdenken. Mit dem 9 Euro Ticket ging es mit der Bahn nach Frankfurt. Dort \u00fcbernachtete ich in einem kleinen Hotel in der n\u00e4he des Bahnhofes um am n\u00e4chsten morgen den Zug nach Paris zu nehmen. \u00dcberp\u00fcnktlich stand ich am Bahnsteig und wartete auf den Zug. Aber an der Anzeige stand, das der Zug ca. 45 Minuten Versp\u00e4tung haben w\u00fcrde. Das ging ja schon mal gut los. Fast zeitgleich kam eine Mail der franz\u00f6sischen Bahn, das der Zug in Paris eine halbe Stunde Versp\u00e4tung haben w\u00fcrde. Man musste ja die Bahnh\u00f6fe in Paris wechseln, von Paris Est auf Paris Monteparnasse. Daf\u00fcr war normal 1 Std. 20 Minuten Zeit. Da dachte ich mir, das w\u00fcrde ja dann trotzdem noch passen. Am Bahnsteig stand auch ein junges M\u00e4dchen. Sie hatte auf ihrem Rucksack eine Jakobsmuschel und so war zu vermuten, das auch sie auf den Camino gehen w\u00fcrde. Kurzerhand sprach ich sie an und sie best\u00e4tigte meine Vermutung. Sie erz\u00e4hlte, das sie schon in Paris war und sich auch mit der Metro auskennt. Zudem sprach sie auch franz\u00f6sisch. Wir verabredeten uns, das wir uns auf dem Bahnsteig in Paris treffen um gemeinsam ein Ticket f\u00fcr die Metro zu kaufen. Im Zug ging ich zu den Schaffnern um mir Infos f\u00fcr den Anschlu\u00dfzug zu holen. Sie schrieben mir auf franz\u00f6sisch eine Nachricht aufs Ticket mit der Versp\u00e4tungszeit. Auch gab es f\u00fcr die Metro keine Tickets im Zug zu kaufen, obwohl es auf der Webseite hies, es g\u00e4be welche. Nachdem der Zug die Versp\u00e4tung nicht aufholen konnte gingen wir schnellstm\u00f6glich zu den Ticketschaltern, und das was uns dort erwartete verschlug uns die Sprache. Bis auf 2 Ticketautomaten waren alle anderen au\u00dfer Betrieb und vor den beiden anderen endlose Schlangen, so das es keinen Sinn machte sich dort an zu stellen. Also beschlossen wir ein Taxi zu nehmen. Das brauchte aber durch den Pariser Verkehr auch gef\u00fchlt eine halbe Ewigkeit. Wir kamen um 12.09 Uhr an und suchten auf der Anzeige nach unseren Zug. Fehlanzeige, der Zug war gerade weg vor unseren Augen, obwohl er planm\u00e4\u00dfig eigentlich um 12.11 Uhr fahren sollte, und das ohne die angek\u00fcndigte Versp\u00e4tung. Mit Lelia, so hie\u00df das junge M\u00e4dchen ging ich zum Schalter der franz\u00f6sischen Bahn. Zum Gl\u00fcck sprach Lelia perfektes franz\u00f6sisch. Dort sagte man uns, das in 2 Stunden nochmal ein Zug nach Bayonne gehen w\u00fcrde, allerdings w\u00fcrden wir keine Platzreservierung im TGV bekommen. Wir dachten uns nichts dabei und warteten gem\u00fctlich am Bahnhof auf den Zug. Nach der Ankunft in Bayonne w\u00fcrden wir dann noch den letzten Zug nach St. Jean pied de Port bekommen. Dort hatten sowohl ich als auch Lelia eine Unterkunft gebucht. Meine Unterkunft sollte die gleiche sein wie 2016, die kirchliche Herberge Kaserna. Diese konnte man nur einen Tag vorher buchen. Dankenswerterweise hatte das Andre, mein franz\u00f6sischer Freund, f\u00fcr mich erledigt. Es funktioniert eben alles besser wenn man die Sprache spricht, oder man hat jemanden der es kann. Die Zeit verging am Bahnhof nur langsam, aber endlich wurde unser Zug angezeigt. In der Warteschlange trafen wir auf einen anderen Deutschen, der eine \u00e4hnliche Versp\u00e4tung hatte wie wir. Er konnte nicht glauben, das wir ohne Sitzplatzreservierung in den TGV kommen w\u00fcrden. Noch immer dachten wir uns nichts dabei und stiegen im hinteren Teil des Zuges ein, um von dort nach vorne einen freien Sitzplatz zu suchen. Diesen fanden wir auch recht schnell und der Zug fuhr planm\u00e4\u00dfig los. An der Anzeige erschien dann die Zugnummer 7574. Ich meinte noch zu Lelia, das muss ein Zahlendreher sein, unser Zug hatte doch die Nummer 7547. Aber darunter stand, das der Zug nach Tarbes f\u00e4hrt. Tarbes kannte ich noch, das war in der N\u00e4he von Lourdes, was ja eine ganz andere Richtung ist. Jetzt wurde auch Lelia unsicher. Kein Schaffner war in der N\u00e4he zu sehen, und so beschlossen wir am n\u00e4chsten Bahnhof auszusteigen, was sich als fataler Fehler erweisen sollte. Nun standen wir irgendwo im Nirgendwo von Frankreich. Am Bahnschalter versuchte Lelia der Dame zu erkl\u00e4ren wie das alles zu Stand gekommen ist. Ich bewunderte das junge M\u00e4dchen, wie sie diese Situation plausibel erkl\u00e4ren konnte. Es stellte sich heraus, das der Zug in Bordeux geteilt wurde, der eine vordere Teil mit der Nummer 7547 w\u00e4re nach Bayonne gefahren, der andere hintere Teil mit der Nummer 7574 fuhr nach Tarbes. In diesen w\u00e4ren wir gesessen. Die Frau in Paris h\u00e4tte uns nur sagen m\u00fcssen, das wir in den vorderen Teil des Zuges gemusst h\u00e4tten. Aber so sa\u00dfen wir jetzt fest. Nach langen suchen, sagte man uns, das es noch ca. 3 Stunden sp\u00e4ter einen Zug gibt, der nach Bayonne geht. Allerdings w\u00fcrden wir dann erst um 22.00 Uhr dort eintreffen. Keine Chance mehr um nach St. Jean pied de Port zu kommen. Also mussten wir eine Unterkunft in Bayonne suchen. Dort gab es eine Pilgerherberge. Lelia telefonierte mit dieser, und sie hatten f\u00fcr uns auch noch einen Platz. Allerdings sollte diese um 21.00 Uhr schlie\u00dfen, aber die Frau dort sagte, sie w\u00fcrde auf uns warten. Das gibt es nur auf dem Camino, obwohl wir uns noch auf der Anreise befanden. Auch mussten wir unsere Unterk\u00fcnfte in St. Jean pied de Port absagen. Lelia musste ihr Unterkunft leider bezahlen. Meine Unterkunft in der Kaserna konnte von Andre storniert werden. Ich hatte ja f\u00fcr den n\u00e4chsten Tag nur die Strecke bis Orisson geplant und wollte dort auch \u00fcbernachten. Diese hatte ich auch von zuhause aus reserviert. Lelia wollte keine Zwischenstation dort machen, konnte aber aufgrund, das wir erst gegen Mittag des Folgetages in St. Jean pied de Port ankommen sollten, nicht komplett mehr \u00fcber die Pyrin\u00e4en gehen. Sie versuchte in Orisson anzurufen. Nach mehrmaligen Versuchen gelang es ihr auch dort ein Bett zu bekommen. Nun war erstmal alles geregelt und wir hofften, das es jetzt reibungslos nach Bayonne gehen w\u00fcrde. So war es auch dann. Dort angekommen mussten wir per Google Map unsere Herberge suchen. Wir fanden sie recht schnell und bekamen dort auch noch etwas zu Essen und Trinken, hatten wir doch vor lauter Aufregung das ziemlich vernachl\u00e4ssigt. Nun waren wir also in einer Pilgerherberge und angekommen auf dem Camino. Noch stellte sich kein Pilgerfeeling ein, was auf die anstrengende Anreise zur\u00fcck zu f\u00fchren war. Nach einem langen Tag fiel ich total ersch\u00f6pft ins Bett und war froh hier zu sein.<\/p>\n\n\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die letzten Tage vor der Abreise waren ganz sch\u00f6n stressig. Sowohl auf der Arbeit, im Pfarrb\u00fcro und auch zu Hause wollte alles noch erledigt werden. 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