{"id":1161,"date":"2019-08-22T14:14:19","date_gmt":"2019-08-22T13:14:19","guid":{"rendered":"https:\/\/blog.fitus.de\/blog\/?p=1161"},"modified":"2019-09-15T15:35:16","modified_gmt":"2019-09-15T14:35:16","slug":"aufenthalt-in-santiago-de-compostela","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blog.fitus.de\/blog\/?p=1161","title":{"rendered":"Aufenthalt in Santiago de Compostela"},"content":{"rendered":"<p><span style=\"color: #222222;\"><span style=\"font-family: Times New Roman,serif;\"><span style=\"font-size: medium;\"><a href=\"https:\/\/blog.fitus.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2019\/09\/20190820_190144.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-thumbnail wp-image-1171\" src=\"http:\/\/blog.fitus.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2019\/09\/20190820_190144-150x150.jpg\" alt=\"\" width=\"150\" height=\"150\" \/><\/a>Auch diese Nacht konnte ich gut schlafen und mein erster Weg f\u00fchrte mich in die Pilgermesse. Inga kam fast zeitgleich an und auch Daniel und Jacqueline waren gekommen. Auch heute waren wir wieder nur zu dreizehnt. Wie am Abendmahl Jesus und seine 12 J\u00fcnger. Ich durfte die Lesung vortragen und da heute das Fest Maria K\u00f6nigin war, wurden einige bekannte Marienlieder gesungen. Ein sehr festlicher Gottesdienst der auch heute wieder mit dem Einzelpilgersegen zu Ende ging. Vor der Kirche teilte ich noch einige Karten mit den Segensw\u00fcnschen die ich dabei hatte aus. Alle freuten sich sichtlich dar\u00fcber. Daniel fragte mich anschlie\u00dfend, ob ich denn Pilgerhard sei, was ich bejahte. Er sagte, das er 2 Pilgerinnen getroffen hatte, die ihm erz\u00e4hlten, das ein Pilgerhard einen sehr sch\u00f6nen Text ins G\u00e4stebuch des Klosters Herbon geschrieben hatte. Er wusste ja, das ich Gerhard hei\u00dfe und folgerte daraus, das ich Pilgerhard sein m\u00fcsste. Ver\u00fcckt oder! Da es ja noch fr\u00fch am Morgen war f\u00fchrte uns der Weg gleich in die Kathedrale. Hier waren noch realtiv wenige Pilger und so konnten wir uns in die kurze Schlange stellen um hoch zum Jakobus zu gehen, damit wir ihn umarmen konnten. Auch war noch gen\u00fcgend Zeit um an das Grab des Apostels zu gehen. Beim verlassen der Kathedrale waren drau\u00dfen schon wieder gro\u00dfe Menschenmassen zu sehen die in die Kathdrale dr\u00e4ngten. Kein sch\u00f6ner Anblick. Der n\u00e4chste Weg f\u00fchrten Inga und mich ins Geb\u00e4ude wo es die Compostela gibt, um eine Nummer zu ziehen. Auch hier hatte sich etwas ver\u00e4ndert. Man musste also jetzt eine Nummer ziehen um seine Compostela zu bekommen. Der Vorteil war dabei, das man nicht mehr anstehen musste, sondern man konnte einen Barcode einscannen, und mit dem konnte man ungef\u00e4hr absch\u00e4tzen wann man dran war. Derweil setzten wir uns in ein Cafe und machten gem\u00fctlich zusammen Fr\u00fchst\u00fcck. Dieses lag strategisch g\u00fcnstig und wir konnten alle beobachten die zum Geb\u00e4ude gingen um die Compostela abzuholen. Wir am\u00fcsierten uns teilweise k\u00f6stlich wer sich so alles auf den Weg dorthin machte. Unter anderem kamen 3 Frauen mittleren Alters mit exakt den gleichen Rucks\u00e4cken und ich sagte zu Inga, das m\u00fcssen die Dienstagsfrauen auf dem Jakobsweg sein. Inga kannte den gleichnamigen Film nicht, suchte aber gleich danach. Nach fast 2 Stunden warten war ich endlich dran, um die Compostela abzuholen. Ich hatte diesmal realtiv wenige Stempel. Mir war es diesmal irgendwie zu l\u00e4stig in jeder Bar nach Stempeln zu fragen. Der Mann am Schalter schaute irgendwie kritisch auf meine wenigen Stempel und fragte ob ich denn wirklich von Porto aus zu Fu\u00df gepilgert sei, was ich best\u00e4tigte. Nat\u00fcrlich bekam ich auch die Urkunde, trotz der wenigen Stempel. Man soll ja auf den letzten 100 km mindestens 2 Stempel pro Tag haben, was ich definitv nicht hatte. Ich rollte die Urkunde zusammen und steckte sie in die seitliche Hosentasche. F\u00fcr mich war sie nicht wirklich wichtig, ein St\u00fcck Papier. Das was wirklich wichtig ist auf dem Camino, tr\u00e4gt man sowieso im Herzen. Um 12.00 Uhr besuchte ich nochmal die Pilgermesse und im Anschluss war Shoppen angesagt. Einige Muscheln und Andenken mussten nat\u00fcrlich sein, auch wenn es in den Andenkenl\u00e4den sehr viel unn\u00fctzes gab. In einer der L\u00e4den traf ich dann auf 2 Italiener die mein gr\u00fcnes Armband wiedererkannten. Das hatten wir gestern beim Friedensgebet bekommen und die beiden hatten auch eines. Ich konnte mich noch an sie erinnern. Sp\u00e4ter hatte ich mich wieder mit Inga verabredet. Sie packte zwischenzeitlich, denn am sp\u00e4ten Nachmittag ging ihr Bus nach Porto. In unserer Stammkneipe verbrachten wir die restliche Zeit, die viel zu schnell verging. Wir h\u00e4tten noch so viel erz\u00e4hlen und philosophieren k\u00f6nnen, aber leider mussten wir uns nun voneinander verabschieden. F\u00fcr den Abend war ich dann mit Dieter und Sabine verabredet. Sie waren ja heute in Finisterre gewesen. Ich versuchte Dieter anzurufen, konnte ihn aber nicht erreichen. Aber wir trafen uns dann trotzdem wieder \u201ezuf\u00e4llig\u201c auf dem Obradeiro. Auch mit ihnen gingen ich zu unserer Stammkneipe. Sie hatten noch eine Begleiterin dabei, Gielian. Ein ausgeprochen ungew\u00f6hnlicher Name, sie war Professorin und schon einige Tage mit Sabine und Dieter unterwegs. Als sie sah, das ich die Pilgerurkunde einfach zusammengerollt und schon etwas zerknittert in der Seitentasche trug, meinte sie, das dies etwas arogant und respektlos von mir sei. Aber f\u00fcr mich war es einfach nur ein St\u00fcck Papier. Dieter und ich hatten uns nat\u00fcrlich viel zu erz\u00e4hlen. Dieter sprach mich nat\u00fcrlich wieder auf die 92. Etappe an. Bei dieser Etappe auf dem Camino Frances hatte ich berichtet wie wir Dieter damals kennenlernten und dazu geschrieben, das Dieter mehr fragt als er antwortet. Er hatte mir daraufhin geschrieben ob noch etwas offen sei. Wir mussten nach 2 Jahren dar\u00fcber immer noch lachen. Und auch hier verging die Zeit viel zu schnell und es hie\u00df dann Abschied nehmen. Wir sagten das wir uns sicherlich wieder mal hier in Santiago treffen werden und jeder durfte noch einen Karte mit den Segensw\u00fcnschen ziehen. Nichts ist ja Zufall. Zwischenzeitlich hatte Katharina angerufen und wollte sich auch von mir verabschieden. Sie wusste ja das ich morgen abreisen musste. Sabine und Dieter waren gerade gegangen, da stand auch schon Katharina vor mir. Wir tranken noch zusammen ein Glas Wei\u00dfwein und es war schon etwas wehmut dabei, wusste ich doch, das ich jetzt gehen musste. Auch Katharina durfte nochmal eine Karte mit den Segensw\u00fcnschen ziehen und sie freute sich sehr dar\u00fcber. Nun musste ich mich aber auf den Weg zur Herberge machen, um meinen Rucksack abzuholen. Anschlie\u00dfend noch ein letzter Blick auf die Kathedrale und nun ging ich zu Fu\u00df zum Busbahnhof. Von dort ging um 23.20 Uhr ein Bus zum Flughafen. So endete schlie\u00dflich der letzte Tag meines Camino Portugues in Santiago.<\/span><\/span><\/span><\/p>\n<p align=\"LEFT\"><span style=\"color: #222222;\"><span style=\"font-family: Times New Roman,serif;\"><span style=\"font-size: medium;\">Gracias und Buen Camino<\/span><\/span><\/span><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Auch diese Nacht konnte ich gut schlafen und mein erster Weg f\u00fchrte mich in die Pilgermesse. Inga kam fast zeitgleich an und auch Daniel und Jacqueline waren gekommen. Auch heute waren wir wieder nur zu dreizehnt. 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