{"id":1158,"date":"2019-08-21T14:12:31","date_gmt":"2019-08-21T13:12:31","guid":{"rendered":"https:\/\/blog.fitus.de\/blog\/?p=1158"},"modified":"2019-09-15T15:34:41","modified_gmt":"2019-09-15T14:34:41","slug":"aufenthalt-in-santiago-de-compostela-und-ausflug-finisterre-2","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blog.fitus.de\/blog\/?p=1158","title":{"rendered":"Aufenthalt in Santiago de Compostela und Ausflug Finisterre"},"content":{"rendered":"<p><span style=\"color: #222222;\"><span style=\"font-family: Times New Roman,serif;\"><span style=\"font-size: medium;\"><a href=\"https:\/\/blog.fitus.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2019\/09\/20190821_075758.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-thumbnail wp-image-1205\" src=\"https:\/\/blog.fitus.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2019\/09\/20190821_075758-150x150.jpg\" alt=\"\" width=\"150\" height=\"150\" \/><\/a>Die Nacht im Seminario Menor war ruhig und ich konnte tief und fest schlafen. Da es gestern doch etwas sp\u00e4ter geworden ist, war die Nacht entsprechend kurz, wollte ich doch um 8.00 Uhr zur deutschen Pilgermesse. Diese fand in St. Fiz an den Markthallen statt und lag auf direkten Weg vom Seminario Menor zur Kathedrale. Benedikt, Daria und Hans der Diakon waren auch gekommen, Sonst kannte ich keine weiteren Pilger. Aufgrund der \u00fcberschaubaren Pilgerzahl sa\u00dfen wir alle zusammen im Altarraum. Pl\u00f6tzlich steht ein Pilger vor mir uns sagt: Gerhard, was machst du denn hier? Ich schaute zun\u00e4chst verdutzt und musste mich erst mal sammeln. Dann fielen wir uns in die Arme. Es war Dieter aus dem Schwabenland. Ihn hatten Edgar und ich vor 2 Jahren auf dem Camino Frances immer wieder mal \u00fcber einen l\u00e4ngern Zeitraum getroffen. Auch waren wir damals zusammen in Santiago des \u00f6fteren unterwegs. Und jetzt treffen wir uns hier nach 2 Jahren in der deutschen Pilgermesse. Nichts ist Zufall! Die anderen anwesenden konnten dies kaum glauben und sch\u00fcttelten des \u00f6fteren den Kopf. Er erz\u00e4hlte mir, als er hinten in der Kirche stand und mich an meiner blauen Jacke erkannte, die ich bereits vor 2 Jahren trug, konnte er es selbst kaum glauben und sagte zu seiner Frau. \u201eDa ist der Gerhard\u201c. Sie verstand nicht was er meinte, wie auch, so etwas erwartet man ja nicht. Dieter war zusammen mit seiner Frau unterwegs. Die beiden waren in Leon gestartet. Wir hatten uns nat\u00fcrlich viel zu erz\u00e4hlen, mussten uns aber erstmal gedulden, denn jetzt war Pilgermesse. Der Pilgerpfarrer und der zust\u00e4ndige Diakon gestalteten diesen Gottesdienst ganz hervorragend. Besonders die Predigt war gelungen. Eigentlich schade das wir hier nur zu dreizehnt waren, inklusive Pfarrer, Diakon und einer Helferin. 9 deutschsprachige Pilger, bei der Menge von Pilgern die jeden Tag Santiago erreichen, sehr bedenklich f\u00fcr mich, handelt es sich doch immer noch um einen Pilgerweg und am Ende sollte doch auch eine Pilgermesse dazu geh\u00f6ren. Zumal diese sehr ansprechend war. Am Ende der Messe gab der Pfarrer noch jeden einzeln den Pilgersegen. Jetzt war Zeit sich zu unterhalten, was wir nat\u00fcrlich ausgiebig taten. Wir verabreteten uns f\u00fcr den morgigen Abend, denn heute hatten Dieter und seine Frau schon andere Verabredungen getroffen. Auch ich wollte heute nach Finisterre, aber nicht zu Fu\u00df wie das letzte mal, sondern mit dem Bus. Zun\u00e4chst musste ich erstmal zum Busbahnhof der ca, 20 Minuten entfernt war. Dort angekommen fragte ich mich durch und kaufte einen Fahrschein. Inga, die Pilgerin aus dem Pilgetreffen hatte mir gestern noch ihre Telefonnummer gegeben damit wir uns f\u00fcr die Fahrt nach Finisterre verabreden k\u00f6nnen.. Ich rief sie an und sie war schon auf dem Weg zum Busbahnhof. So fuhren wir zusammen zum Kap. Nach fast 2 Stunden Busfahrt machten wir zun\u00e4chst ein kleines Fr\u00fchst\u00fcck, bevor wir uns getrennt auf dem Weg zum Ende der Welt machten. Auf dem Weg dahin sprach mich ein Pilger aus Kulmbach an. Er hatte mich im Bus fr\u00e4nkisch reden h\u00f6ren, was ja nicht zu verleugnen ist. An der alten Kirche von Finisterre war ich erstaunt, war sie doch diesmal offen, Vor 12 Jahren feierten wir eine Messe hier mit einer deutschen Reisegruppe und vor 2 Jahren war sie geschlossen. Ich nutzte nat\u00fcrlich diese einmalige Gelegenheit um dieser einen Besuch abzustatten. Es war ergreifend hier wieder nach 12 Jahren zu sitzen. Am Km Stein Null angekommen war alles \u00fcberf\u00fcllt mit Autos und Menschen. Auch hier hatte sich einiges seit 2 Jahren ver\u00e4ndert. Irgendwie war es nat\u00fcrlich anders als zu Fu\u00df hier her zu kommen. Trotzdem war es wieder ein emotionaler Hochgenuss eine l\u00e4ngere Zeit auf dem Felsen am Meer zu sitzen und sich unsere Endlichkeit bewu\u00dft zu machen. Man konnte trotzdem alleine sein, wenn man sich weit genug hinunter wagte, denn viele hatten etwas Angst dabei. Dann kam Inga dazu und wir sa\u00dfen teils schweigend teils unterhaltend noch etwas zusammen auf dem Felsen. Ich machte mich dann zur\u00fcck auf den Weg nach Finisterre um am Meer Fisch zu Essen. Mittlerweile hatte ich ganz sch\u00f6n Hunger, hatte ich doch schon lange nichts mehr gegessen. Sp\u00e4ter traf ich mich mit Inga an der Bushaltestelle f\u00fcr die R\u00fcckfahrt. In Santiago musste ich mir erst mal ein Ladekabel f\u00fcr mein Handy besorgen, den mein altes funktionierte schon seit ein paar Tagen nicht mehr richtig. Danach trafen wir dann Daniel und Jacqueline die gerade in Santiago angekommen waren und auf der Suche nach ihrer Herberge waren. Wir umarmten uns vor Wiedersehensfreude. Die beiden hatte ich letzte Woche irgendwo auf dem Weg eine kurze Zeit getroffen und trotzdem freut man sich herzlich sich wieder zu treffen. So etwas gibt es nur hier auf dem Camino. Mein Freund Dieter, der Pfarrer, sagte mir das es am Abend ein internationales Friedensgebet im Kloster geben w\u00fcrde und ich entschloss mich es zu besuchen. Man sollte am Eingang warten und w\u00fcrde dann abgeholt. So war es auch dann auch. Es stand auch ein Deutscher mit Namen Robert dabei. Er fragte mich woher ich denn meine Muschel habe, die ich um den Hals trage? Ich sagte, das sie ein Geschenk meiner Frau sei. Er wollte sie mal genauer ansehen, denn auf der R\u00fcckseite w\u00fcrde sie ein Zeichen haben. Nachdem er sie begutachtete hatte sagte er, das er diese Muschel \u00fcber das Internet verkauft hatte. Das Friedensgebet war bei Kerzenlicht sehr stimmig und spirituell gestaltet. Jeder durfte in seiner Sprache etwas beten und ein Friedenslicht anz\u00fcnden. Allerdings war es hier wie bei der deutschen Pilgermesse am Morgen. Wir waren nur 14 Pilger aus Spanien, Italien. Polen und Deutschland. Es waren zwar einige wenige Pilger mehr, aber es handelte sich um das internationale Friedensgebet. Ich h\u00e4tte auch hier mehr Pilger erwartet. Den Abend lie\u00df ich dann zusammen mit Robert ausklingen. In einer kleinen Bar sa\u00dfen wir daru\u00dfen, denn es war noch richtig warm. Auch mit ihm konnte man sich gut unterhalten und wir lagen auf der gleichen Wellenl\u00e4nge. Wolfgang, den ich in der Herberge in Padron getroffen hatte stand pl\u00f6tzlich vor mir. Fast h\u00e4tte ich mich nicht mehr an ihn erinnert und musste sogar nachfragen. Es war mir etwas peinlich, hatte ich ihn doch erst vor ein paar Tagen getrofen. Aber bei den vielen Pilgern, die ich kennengelernt hatte kann das schon mal passieren. Gleich darauf begr\u00fc\u00dften mich Salvo und Carla mit inniger Umarmung, sie hatte ich zuletzt in der Casa Fernanda getroffen. Hier konnte ich mich gleich erinnern. Wahnsinn alle hier nochmal zu treffen. Der Camino verliert niemanden und Pilger die sich verstehen treffen sich immer wieder. Nichts ist Zufall. Es war auch heute wieder sp\u00e4t geworden und zusammen mit Robert, der auch im Seminario Menor wohnte, machte ich mich auf den R\u00fcckweg. Von ihm musste ich mich auch gleich verabschieden, denn er reiste ganz fr\u00fch am Morgen ab. Nach einem intensiven Tag ging ich zu Bett. Zwischenzeitlich war mein Handy ausgegangen und als ich es mit dem neuen Ladekabel wieder verbunden hatte, las ich, das Inga mit mir Essen gehen wollte. Schade, aber daf\u00fcr war es jetzt leider zu sp\u00e4t. Wir verabredeten uns f\u00fcr den n\u00e4chsten Tag in der deutschen Pilgermesse.<\/span><\/span><\/span><\/p>\n<p align=\"LEFT\"><span style=\"color: #222222;\"><span style=\"font-family: Times New Roman,serif;\"><span style=\"font-size: medium;\">Gracias und Buen Camino<\/span><\/span><\/span><\/p>\n<p align=\"LEFT\">\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Nacht im Seminario Menor war ruhig und ich konnte tief und fest schlafen. Da es gestern doch etwas sp\u00e4ter geworden ist, war die Nacht entsprechend kurz, wollte ich doch um 8.00 Uhr zur deutschen Pilgermesse. 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