{"id":1149,"date":"2019-08-18T14:04:16","date_gmt":"2019-08-18T13:04:16","guid":{"rendered":"https:\/\/blog.fitus.de\/blog\/?p=1149"},"modified":"2019-09-15T15:33:03","modified_gmt":"2019-09-15T14:33:03","slug":"8-etappe-pordela-nach-herbon","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blog.fitus.de\/blog\/?p=1149","title":{"rendered":"8. Etappe Pordela nach Herbon"},"content":{"rendered":"<p><span style=\"color: #222222;\"><span style=\"font-family: Times New Roman,serif;\"><span style=\"font-size: medium;\"><a href=\"https:\/\/blog.fitus.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2019\/09\/20190818_204309.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-thumbnail wp-image-1201\" src=\"https:\/\/blog.fitus.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2019\/09\/20190818_204309-150x150.jpg\" alt=\"\" width=\"150\" height=\"150\" \/><\/a>In der Nacht hatte es angefangen zu regnen und auch die Temperaturen waren um einiges k\u00fchler als in den vergangenen Tagen. Die Nacht war relativ ruhig im Schlafsaal mit 15 weitern Pilgern, wobei einige ziemlich schnarchten, was einem aber mittlerweile nichts mehr ausmachte. Da ich heute ins Kloster nach Herbon wollte, musste ich daf\u00fcr eine Strecke von 34 km zur\u00fccklegen. Nach zwei mal 37 km an den vergangenen Tagen nochmal so eine Herausforderung. Aber ich war gut eingelaufen und hatte keinerlei k\u00f6rperliche Beschwerden au\u00dfer der gro\u00dfen Sch\u00fcrfwunde am Knie, die nicht richtig abheilen wollte. Zun\u00e4chst machte ich ein kleines Fr\u00fchst\u00fcck in der Herberge um mich etwas zu st\u00e4rken f\u00fcr den Tag. Peter war auch schon auf, trank einen Kaffe und ging wieder ins Bett. Zuvor verabschiedeten wir uns voneinander. Leider sahen wir uns nicht mehr auf dem Weg, aber wir tauschten noch unsere Nummern aus um in Kontakt zu bleiben. Giulia aus Florenz war auch schon aufgestanden und fr\u00fchst\u00fcckte. Auch von ihr verabschiedete ich mich und sie sagte nur Ciao \u201eMy Hero\u201c. Leider traf ich sie auch nicht mehr, schade. Drau\u00dfen war es noch dunkel und es hatte gerade etwas aufgeh\u00f6rt zu regnen. Ich suchte den Poncho um ihn griffbereit zu haben, wenn es wieder anfangen sollte zu regnen. In der Dunkelheit fand ich kaum den Weg, denn die Herberge lag ja etwas abseits des Weges und nach 5 Minuten begann es auch wieder st\u00e4rker zu regnen, so das ich den Poncho \u00fcberwerfen musste. Fast 2 Stunden lief ich im str\u00f6menden Regen, bis es langsam aufh\u00f6rte und es auch endlich hell wurde. Nach und nach kam langsam die W\u00e4rme des S\u00fcdens wieder zur\u00fcck. Unterwegs traf ich auf eine dreik\u00f6pfige M\u00e4nnergruppe die Deuter Rucks\u00e4cke hatten, es mussten als Deutsche sein. Ich sprach sie an, aber mit ihnen kam ich \u00fcberhaupt nicht ins Gespr\u00e4ch und sie waren nicht gerade sympathisch. Was sich kurze Zeit sp\u00e4ter nach einer Bar nochmals herausstellen sollte. Die drei wollten auf einen Kaffe in die n\u00e4chstgelegene Bar, aber kurze Zeit sp\u00e4ter traf ich sie wieder und sprach sie darauf an. Sie sagten nur, in dieser Bar gab es keinen frischgebr\u00fchten Kaffee und das w\u00e4re ja das mindeste was sie erwarten k\u00f6nnten. <\/span><\/span><\/span>Auch solche Pilger gibt es. Gegen Mittag war dann der Sommer zur\u00fcck und ich entschloss mich eine Rast bei einem Cafe con Letche ein zu legen. Das Pilgeraufkommen war an diesem Tag wieder gr\u00f6\u00dfer geworden. Unterwegs sprachen mich 2 deutsche Pilgerinnen an, die ich schon zuvor in der Bar gesehen hatte. Es waren Mutter und Tochter. Johanna, eine Deutsche die jetzt in den USA lebt und Paulina ihre Tochter die in Deutschland lebt. Sie hatte auch die mexikanische Staatsb\u00fcrgerschaft. Wir gingen einige Stunden miteinander und hatten angregte und spannende Gespr\u00e4che so da\u00df die Zeit sehr schnell verging. Am fr\u00fchen Nachmittag kamen wir an den Abzweig zum Kloster Herbon, was allerdings einen Umweg bedeutete. Johanna und Paulina hatten in einer Pension in Padron f\u00fcr diesen Tag vorgebucht. Wir machten noch ein gemeinsames Foto und wollten uns gerade verabschieden, da entschlossen sich die beiden kurzfristig mit zum Kloster zu laufen und wollten dann anschlie\u00dfend nach Padron. Gegen 15.00 Uhr kamen wir dort an und es standen schon einige Rucks\u00e4cke vor dem Eingang zur Herberge. Auf den Stufen der Treppe sa\u00dfen zwei Deutsche Christiane und ihr Tochter Vivian aus dem Ruhrgebiet. Die Unterhaltung war als gesichert. Als Johanna und Paulina das Umfeld des Klosters sahen entschlossen sie sich kurzfristig auch hier zu bleiben und sagten ihre Unterkunft in Padron ab. Die Klosterkirche die dem Heiligen Antonius geweiht ist, wie passend zum Namen meines Enkels Anton, war ge\u00f6ffnet, so da\u00df man dort an diesem Nachmittag zur Ruhe kommen konnte. Ich genoss es an diesem Ort sein und es war herrlich still dort. Um 16.00 Uhr p\u00fcnktlich \u00f6ffnete die Herberge und man wurde herein gebeten um sich anzumelden. Es gab 15 Abteile mit Doppelstockbetten und Vorhang. Es war alles sehr gepflegt und die beiden polnischen Hospitaleros hatten alles bestens im Griff. Zun\u00e4chst war auch hier der \u00fcbliche Ablauf gefragt, Duschen und W\u00e4sche waschen. Es war ja wieder warm geworden und die W\u00e4sche konnte trocknen. Danach konnte man die Ruhe des Klosters genie\u00dfen. Um 18.00 Uhr wurde dann eine Klosterf\u00fchrung angeboten, die von einem Pater durchgef\u00fchrt wurde. Er machte das richtig gut und mit einem entprechenden hintergr\u00fcndigen Humor erkl\u00e4rte er das Kloster. Im Anschlu\u00df wurde eine Pilgermesse angeboten, welche nat\u00fcrlich in spanisch war, aber man kennt ja den Ritus. Am Ende wurden die Pilger f\u00fcr den Pilgersegen nach vorne gerufen. In jeder Sprache wurde ein Segensgebet von verschiedenen Pilgern gebetet und der Pfarrer spendete allen den Segen. Jeder Pilger bekam noch eine Pilgerurkunde als Andenken an den Aufenthalt in Herbon. Eine wirklich wunderbare Stimmung war das hier und diese sollte sich beim gemeinsamen Abendessen fortsetzen. Dieses hatten die beiden Hospitaleros schon vorbereitet. Dazu gab es nat\u00fcrlich Wein und die Unterhaltungen an diesem Abend waren wieder mal unvergleichlich. Sp\u00e4ter sa\u00dfen wir alle noch auf der Veranda um den Abend mit einem selbstgebrannten M\u00f6nchstrunk ausklingen <span style=\"font-family: Times New Roman,serif;\"><span style=\"font-size: medium;\">zu lassen. Dieser leckere Trunk war aus <\/span><\/span><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-family: Times New Roman,serif;\"><span style=\"font-size: medium;\">Pimientos de Padr\u00f3n. Der Ursprung der Pimientos ist n\u00e4mlich genau hier im Kloster. Die Franziskaner holten die ersten Samen dieser kleinen Paprika aus Mexiko und adaptierten die Pflanzen an das Klima des Tales. Gegen Mitternacht gingen wir dann nach einem wunderbaren Tag schlafen. So sp\u00e4t war es bisher noch nie geworden.<\/span><\/span><\/span><\/p>\n<p align=\"LEFT\"><span style=\"color: #222222;\"><span style=\"font-family: Times New Roman,serif;\"><span style=\"font-size: medium;\">Gracias und Buen Camino<\/span><\/span><\/span><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>In der Nacht hatte es angefangen zu regnen und auch die Temperaturen waren um einiges k\u00fchler als in den vergangenen Tagen. 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