{"id":1147,"date":"2019-08-17T14:02:32","date_gmt":"2019-08-17T13:02:32","guid":{"rendered":"https:\/\/blog.fitus.de\/blog\/?p=1147"},"modified":"2019-09-15T15:32:17","modified_gmt":"2019-09-15T14:32:17","slug":"7-etappe-padron-nach-pordela","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blog.fitus.de\/blog\/?p=1147","title":{"rendered":"7. Etappe Padron nach Pordela"},"content":{"rendered":"<p align=\"LEFT\"><span style=\"color: #222222;\"><span style=\"font-family: Times New Roman,serif;\"><span style=\"font-size: medium;\"><a href=\"https:\/\/blog.fitus.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2019\/09\/20190816_104747.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-thumbnail wp-image-1198\" src=\"https:\/\/blog.fitus.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2019\/09\/20190816_104747-150x150.jpg\" alt=\"\" width=\"150\" height=\"150\" \/><\/a>Obwohl mein Bett direkt am offenen Fenster stand, das zur Bar hin gelegen war schlief ich tief und fest. Um 6.30 Uhr begann ich heute meinen Pilgertag. Es war noch dunkel als ich mich auf den Weg machte und an manchen Stellen schon unheimlich so allein in der Dunkelheit. Zumal man richtig aufpassen musste um die gelben Pfeile nicht zu \u00fcbersehen. Es war heute auch wieder richtig hei\u00df und \u00fcber Redondela, Cesantes und Arcade ereichte ich gegen Mittag Pontevedra. An einem Abzweig, an dem es wieder mal eine Variante gab traf ich auf einen Deutschen. Mit ihm ging ich dann den Weg bis Pontevedra. Markus, er war Lehrer hatte schon einige Caminos hinter sich und wusste nat\u00fcrlich viel zu berichten. Trotzdem sprang zwischen uns der Funke nicht \u00fcber und er war einer der wenigen Pilger mit dem ich irgendwie nicht auf einer Wellenl\u00e4nge lag. Auch das kann es geben. Am Ortseingang von Pontevedra kamen wir gleich an der Gemeindeherberge vorbei. Und was ich da sah war erschreckend. Obwohl die Herberge erst um 14.00 Uhr \u00f6ffnete sa\u00df schon eine ca. 60 m lange Menschenschlange auf dem Gehsteig und wartete darauf das die Herberge aufmachte. Das wollte ich mir nicht antun und suchte schnell das weite. In der Schlange sa\u00df auch Katharina, ich hatte sie ja schon eine zeitlang nicht mehr gesehen. Sie hatte jetzt richtig gro\u00dfe Probleme mit ihrem Fu\u00df. Er war richtig entz\u00fcndet aufgrund der hohen Belastung und sie erz\u00e4hlte mir das sie deswegen auch im Krankenhaus war. Ein St\u00fcck war sie mit dem Bus gefahren und wollte hier in Pontevedra bleiben um sich etwas zu erholen. Markus, den Katharina auch kannte entschloss sich auch bei der Herberge zu bleiben. Ich w\u00fcnschte beiden alles Gute und sagte, wir sehen uns in Santiago. Danach setzte ich meinen Weg durch die Stadt fort. Pontevedra war eine gr\u00f6\u00dfere Stadt und in der Innenstadt war jede Menge los, an jeder Ecke spielte Musik. Ich machte kurz halt an der Kirche Virxe Peregrina die am Weg lag. Der Grundri\u00df der Kirche ist einer Muschel nachempfunden. Auch hier war jede Menge los ist sie doch eine der sch\u00f6nsten Kirchen am Camino Portugues. Nach einiger Zeit hatte ich das bunte Treiben hinter mir gelassen und ereichte den Stadtrand wo es \u00fcber eine gro\u00dfe Br\u00fccke, die Ponte de Burgo ging. Auch heute hatte ich mir ein antizyklisches Ziel ausgesucht. Eine ganze Weile ging ich allein und sah weit und breit keinen Pilger. Man hatte den Eindruck, alle seien in Pontevedra geblieben. Sp\u00e4ter traf ich dann noch auf 2 Spanier, Juan Carlos und Laura. Sie begannen ihren Weg nach Santiago in Pontevedra, es war ihr erster Pilgertag. Sie begannen erst jetzt am Nachmittag. Sie wollten heute noch bis Caldas de Reis was eine Strecke von 12 km bedeutete. Dort hatten sie eine Unterkunft gebucht. Die beiden kamen aus der N\u00e4he von Madrid. Wir unterhielten uns eine lange Zeit \u00fcber Fu\u00dfball, er war gro\u00dfer Fan von Real Madrid, und nat\u00fcrlich \u00fcber den K\u00f6nig von Spanien, Juan Carlos dessen Namen er trug. Er fand es lustig wenn ich ihn mit King Juan Carlos ansprach. Dann kam der Abzweig zur Herberge von Portela, die etwas abseits des Weges lag. Dort verabschiedeten wir uns voneinander. Am sp\u00e4ten Nachmittag kam ich dann nach 37 km in der Herberge an und fragte nach einem Bett. Jorge, der Betreiber der Herberge, ein Portugiese, sagte er h\u00e4tte noch 3 Betten im Schlafsaal. Dazu hatte er noch in einem Nebengeb\u00e4ude ein Matrazenlager. Nach und nach trafen noch Pilger ein und suchten einen Schlafplatz. Die Herberge war recht urig und es dank Jorge herrschte eine gute Stimmung in der Herberge. Da ich recht sp\u00e4t ankam und das Wetter etwas k\u00fchler geworden war duschte ich zun\u00e4chst und wusch meine W\u00e4sche damit diese trocknen konnte. Peter und Rachel mit ihren S\u00f6hnen Samuel und Louis aus Frankreich waren auch schon da und wir freuten uns einander wieder zu sehen. Peter erz\u00e4hlte mir, das seine S\u00f6hne auf dem Weg das Tablet jeden Tag nur eine Stunde nutzen d\u00fcrfen, ansonsten w\u00fcrden sie viel lesen. Daf\u00fcr musste Peter viele B\u00fccher im Rucksack mit schleppen. Aber schon erstaunlich das sie gerne lesen. Eike, ein Pilger aus N\u00fcrnberg und ich mussten dringend auf das WC, aber es war st\u00e4ndig besetzt. Wir warteten eine ganze Zeitlang, aber es tat sich nichts. Bis Rachel kam und auf franz\u00f6sisch etwas unwirsches rief. Daraufhin \u00f6ffnete sich die T\u00fcr und Samuel kam heraus mit dem Buch in der Hand. \u00dcberhaupt waren eine Menge sympathischer Pilger in der Herberge so wie Eike aus N\u00fcrnberg und Giulia aus Florenz. Mit den beiden hatte ich am Nachmittag eine angeregte Unterhaltung. Zusammen mit Peter und Rachel machten wir dann den Salat f\u00fcr das gemeinsame Abendessen. Wir sa\u00dfen gemeinsam drau\u00dfen an einem gro\u00dfen Tisch und genossen das Abendessen, dazu ein Wein und alles war gut. Einfach wieder genial so ein Abend. Besonders unterhielt ich mich mit Giulia aus Florenz. Nachdem ich ihr erz\u00e4hlt hatte, das ich den Camino \u00fcber 9 Jahre von zu Hause aus gepilgert bin sagte sie immer, wenn sie mich sah \u201eMy Hero\u201c, was mir nat\u00fcrlich schmeichelte. Drau\u00dfen wurde es langsam k\u00fchl und es sah nach Regen aus. Gegen 22.00 Uhr ging ein langer Pilgertag zu Ende und wir gingen alle schlafen.<\/span><\/span><\/span><\/p>\n<p align=\"LEFT\"><span style=\"color: #222222;\"><span style=\"font-family: Times New Roman,serif;\"><span style=\"font-size: medium;\">Gracias und Buen Camino<\/span><\/span><\/span><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Obwohl mein Bett direkt am offenen Fenster stand, das zur Bar hin gelegen war schlief ich tief und fest. Um 6.30 Uhr begann ich heute meinen Pilgertag. 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