{"id":1144,"date":"2019-08-16T14:01:02","date_gmt":"2019-08-16T13:01:02","guid":{"rendered":"https:\/\/blog.fitus.de\/blog\/?p=1144"},"modified":"2019-09-15T15:21:45","modified_gmt":"2019-09-15T14:21:45","slug":"6-etappe-valenca-nach-padron","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blog.fitus.de\/blog\/?p=1144","title":{"rendered":"6. Etappe Valenca nach Padron"},"content":{"rendered":"<p align=\"LEFT\"><span style=\"color: #222222;\"><span style=\"font-family: Times New Roman,serif;\"><span style=\"font-size: medium;\"><a href=\"https:\/\/blog.fitus.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2019\/09\/20190816_063819.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-thumbnail wp-image-1185\" src=\"https:\/\/blog.fitus.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2019\/09\/20190816_063819-150x150.jpg\" alt=\"\" width=\"150\" height=\"150\" \/><\/a>Obwohl es ein gro\u00dfer Schlafsaal war schlief ich darin sehr gut. Wahrscheinlich hatte ich gestern das Gl\u00fcck das ich mir das Bett aussuchen konnte. Es war an der Au\u00dfenmauer mit einem Fenster und auch das WC und die Dusche waren gleich in der N\u00e4he. Die Wege waren kurz und auch Nachts war es nicht stickig. Um 7.00 Uhr war ich eigentlich startklar aber Raffael fing gerade erst an sich sein Fr\u00fchst\u00fcck auf dem Ofen zu zubereiten. Dies konnte noch eine Weile dauern, und so entschloss ich mich schon mal los zu gehen. Leider sollten wir uns nicht wieder sehen. Es war noch dunkel und auch recht k\u00fchl. Zun\u00e4chst musste man durch die Altstadt von Valenca was relativ schwierig war. Es waren kaum gelbe Pfeile zu sehen und die Dunkelheit tat ihr \u00fcbriges. 2 Slowakische Pilgerinnen waren auch schon unterwegs und fanden wie ich auch den Weg nicht. Aufgrund der Dunkelheit sahen wir den Ausgang aus der Stadtmauer nicht. Wir dachten da w\u00e4re eine Nische in der Mauer, dabei war es der Ausgang. Nur sahen wir ihn nicht wegen der Dunkelheit. Und so gingen wir einmal innerhalb der Stadtmauer ein St\u00fcck um die Stadt, was fast eine dreiviertel Stunde Umweg bedeutete. Die ersten Leute waren jetzt auch schon auf den Stra\u00dfen zu sehen und so konnte man wenigstens nachfragen. Schlie\u00dflich fand ich dann doch wieder zur\u00fcck auf den Weg. Aber so ist das eben auf dem Camino. Manchmal verl\u00e4uft man sich, aber man findet schlie\u00dflich den Weg wieder. Der Camino verliert niemanden. Der Flu\u00df Mino bildet die Grenze zwischen Portugal und Spanien. Nun hatte ich als mein geliebtes Portugal verlassen. Portugal hatte mich absolut positiv beeindruckt, vor allem die freundlichen und zufriedenen Menschen. Schade, aber vielleicht kehrt man ja mal wieder zur\u00fcck. Jetzt in Spanien musste man die Uhr um 1 Stunde vorstellen. Der Weg durch Tui zog sich wie immer durch die St\u00e4dte etwas lange hin. In den anschlie\u00dfenden D\u00f6rfern waren fast \u00fcberall in diesen Tagen Fiestas im Gange. Jeden Tag wurde ein Heiliger in den Orten mit einem gro\u00dfen Fest begangen wie z.B. St. Roque oder St. Sebastian. Meist wurde schon am Morgen das Fest mit B\u00f6llersch\u00fcssen begonnen. Man hat dort, im Gegensatz zu uns hier in Deutschland, sich noch diese Tradition bewahrt. Unterwegs traf ich heute wieder das \u00f6sterreichische Ehepaar mit dem M\u00e4dchen und 2 junge deutsche, Jacqueline und Daniel. Die beiden \u00fcberholte ich und sprach sie auf deutsch an, denn sie hatten Deuter Rucks\u00e4cke. Das war ein meist untr\u00fcgliches Zeichen daf\u00fcr, das man aus dem deutschsprachigen Raum kommt. Eine zeitlang unterhielten wir uns und dann trennten sich unsere Wege wieder. \u00dcber O Porrino und Mos erreichte ich nach 37 km mein heutiges Ziel Padron. Padron war ein kleiner Ort zwischen Mos und Redondela und hatte nichts mit dem ber\u00fchmten Wallfahrtsort Padron am Jakobsweg zu tun. Da ab Tui sehr viele Pilger vom K\u00fcstenweg auf den Zentralweg treffen und auch viele Pilger wegen der Compostela die letzten 100 km beginnen, entschloss ich mich besonders ab hier antizyklisch zu den gro\u00dfen Orten zu \u00fcbernachten, auch wenn ich dadurch manchmal, wie heute sehr lange Strecken gehen musste. Aber ich pilgere lieber lange Strecken, als mir den Stress der Bettensuche in den gro\u00dfen Orten anzutun. Besonders ab Tui waren viele Gruppen von Spaniern mit kleinen Rucks\u00e4cken unterwegs, immer auf der Jagd nach den Betten. Sie zogen manchmal in hohen Tempo an einem vorbei ohne zu gr\u00fc\u00dfen. Ab hier hatte sich das Pilgern etwas ver\u00e4ndert. Jeder fragte einem: Hast du f\u00fcr heute schon gebucht? Die meisten hatten richtig Panik, vor allem die deutschen. Und viele buchten um sp\u00e4ter wieder zu stornieren, wenn sie es sich dann doch anders \u00fcberlegten. Da konnte es vorkommen, das manche die Betten blockierten und dann kurzfristig anriefen, sie kommen nicht. Ein absolut unm\u00f6gliches Verhalten. Diese sogenannten Pilger sollten lieber ein Hotel buchen als in den Herbergen zu \u00fcbernachten. Zur Herberge geh\u00f6rte auch eine kleine Bar und ein sch\u00f6ner schattiger Biergarten. Betten hatte die Herberge bei meiner Ankunft um 15.30 Uhr noch genug. Aber nach und nach kamen noch einige Pilger an und so war der Schlafsaal am Abend fast voll. Zus\u00e4tzlich hatte man noch 3 Doppelzimmer, die auch belegt waren. Nach den 37 km genehmigte ich mir erst mal 2 gro\u00dfe Radler um den Durst zu l\u00f6schen. Am Nachbartisch sa\u00df ein Pilger der deutsch aussah, ja man sieht es den meisten an, das sie aus Deutschland kommen. Ich sprach ihn an und es wurde eine sch\u00f6ne und kurzweilige Unterhaltung. Wolfgang, so hie\u00df der Pilger kam aus der N\u00e4he vom Starnberger See und war mit seinem Sohn unterwegs. Den Camino zusammen mit seinem Sohn hatte er von seinen Kindern zum 70. Geburtstag geschenkt bekommen. In der Bar wartete er auf seinen Sohn, der nach einer halben Stunde ankam. Die beiden wollten noch nach Redondela und \u00fcbernachteten meist in Hotels. Es war wieder mal angenehm sich auf deutsch zu unterhalten. Englisch war f\u00fcr mich ztrotzdem recht anstrengend, aber je l\u00e4nger der Weg dauerte, desto besser wurde es. Heute bestellte ich mir mal ein Pilgermen\u00fc, denn ich hatte richtig Hunger. Mittlerweile sa\u00dfen am Nebentisch 2 D\u00e4nen, Rene und Simone. Die beiden waren auch schon erfahrene Pilger und hatten den Camino Frances gepilgert. Sie sprachen etwas deutsch und so wurde es ein angenehmer und lustiger Abend. Die beiden gingen aber recht fr\u00fch schlafen und ich setzte mich noch etwas an die Bar. An diesem Abend hatte ich richtig Durst. Im Innenraum der Bar kamen nach und nach die Einheimischen an und bestellten sich ihr Abendessen, dazu reichlich Wein in Schalen. Dabei schauten sie gemeinsam Fussball. Hier wird Dorfgemeinschaft noch gepflegt. Auch kam noch ein spanisches Paar das eines der Doppelzimmer hatte, an die Bar. Wir unterhielten uns kurz und waren uns sofort sympathisch. Die beiden waren Juan Carlos und Dani. Aber leider verloren wir uns aus den Augen. Schade, aber wir sollten uns wieder treffen \u2013 Nichts ist Zufall. Dazu sp\u00e4ter mehr. Gegen 22.30 Uhr ging ich dann m\u00fcde und zufrieden nach einem herrlichen aber anstrengenden Pilgertag ins Bett.<\/span><\/span><\/span><\/p>\n<p align=\"LEFT\"><span style=\"color: #222222;\"><span style=\"font-family: Times New Roman,serif;\"><span style=\"font-size: medium;\">Gracias und Buen Camino<\/span><\/span><\/span><\/p>\n<p align=\"LEFT\">\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Obwohl es ein gro\u00dfer Schlafsaal war schlief ich darin sehr gut. 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