{"id":1134,"date":"2019-08-12T13:53:40","date_gmt":"2019-08-12T12:53:40","guid":{"rendered":"https:\/\/blog.fitus.de\/blog\/?p=1134"},"modified":"2019-09-15T15:06:17","modified_gmt":"2019-09-15T14:06:17","slug":"2-etappe-vila-cha-nach-petra-furada","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blog.fitus.de\/blog\/?p=1134","title":{"rendered":"2. Etappe Vila Cha nach Petra Furada"},"content":{"rendered":"<p align=\"LEFT\"><span style=\"color: #333333;\"><span style=\"font-family: Times New Roman,serif;\"><span style=\"font-size: medium;\"><span style=\"color: #222222;\"><a href=\"https:\/\/blog.fitus.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2019\/09\/20190811_102025.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-thumbnail wp-image-1177\" src=\"https:\/\/blog.fitus.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2019\/09\/20190811_102025-150x150.jpg\" alt=\"\" width=\"150\" height=\"150\" \/><\/a>Die Nacht war trotz einiger Schnarcher recht ruhig und ich konnte richtig gut schlafen. Gegen 4 Uhr fr\u00fch wurde es pl\u00f6tzlich etwas unruhig im Schlafssal. Unsere Betten standen nahe zu den angrenzenden Duschen und als ich aufwachte, sah ich das Mar und noch einge Pilger Wasser vom Boden wischten. Irgendjemand hatte auf den Abfluss der Dusche einen Eimer gestellt und der Wasserhahn der Dusche war nicht ganz abgedreht, so das diese \u00fcberlief und das Wasser bereits in den Schlafsaal lief. Sie hatten es aber bald im Griff und so gingen alle nochmal schlafen. Beim aufstehen gegen 6.30 Uhr konnte ich es mir nicht verkneifen in meinem Bett oben lautstark etwas Luft aus dem Darm auf meine \u201efreundliche\u201c Italienerin im Bett darunter loszulassen. Einen Prodest h\u00f6rte ich jedenfalls nicht von ihr. Ich weis nicht was sie gedacht hat, als sie dies h\u00f6rte. Wir standen relativ sp\u00e4t auf, den es wurde auch relativ sp\u00e4t hell. Auch heute machte ich wieder kein Fr\u00fchst\u00fcck in der Herberge in der Hoffnung auf ein Cafe am Wegesrand. Gemeinsam gingen wir, Mar, Massimilano, Hannes und ich los. Wieder ging es st\u00e4ndig \u00fcber Holzbr\u00fccken immer am Meer entlang bis wir schlie\u00dflich nach ca. 8 km Vila de Conde erreichten. Hier trennt sich der Camino. Der eine geht weiter am Meer entlang der sogenannte K\u00fcstenweg und der andere Weg, der Klassische Zentralweg ins Landesinnere. Mar, Massimiliano und Hannes wollten am Meer entlang weiter bis Vigo gehen, wo sie sp\u00e4ter von dort wieder auf den zentralen Weg treffen w\u00fcrden. Ich hingegen hatte mir den zentralen Weg ab Vila de Conte vorgenommen. Die drei versuchten mich zu \u00fcberreden weiter mit ihnen zu gehen, den wir verstanden uns nach nur einem Tag wirklich gut. So etwas gibt es nur auf dem Camino. Eine Zeitlang war ich selbst auch am zweifeln, entschied mich aber f\u00fcr mein urspr\u00fcngliches Vorhaben. So mussten sich hier in Vila de Conte unsere Wege trennen. Am Abzweig verabschiedeten wir uns mit innigen Umarmungen voneinander und zum Schlu\u00df noch ein gemeinsames Abschiedsfoto. Ich hatte aus der Heimat kleine K\u00e4rtchen mit Segensw\u00fcnschen dabei, die ich besonderen Pilgern geben wollte. Die drei waren solch besondere Pilger und jeder durfte ein K\u00e4rtchen ziehen. Als ich mich bereits von Ihnen etwas entfernt hatte konnte ich noch sehen wie sie da standen und wahrscheinlich Hannes die Spr\u00fcche \u00fcbersetzen musste. Aber so ist der Weg. Man trifft sich und man verliert sich wieder. Zun\u00e4chst musste ich mich stark an der Beschreibung im Pilgerf\u00fchrer orientieren, da der Weg von der K\u00fcste auf den Zentralweg nur sehr sp\u00e4rlich mit Pfeilen gekennzeichnet war. Unterwegs machte ich in einem kleinen urigen Dorf eine Rast und machte Fr\u00fchst\u00fcck. An einer Kirche die am Weg lag machte ich kurz Rast. Sie war aber geschlossen und ich klingelte am Pfarrhaus in der Hoffnung es w\u00fcrde jemand \u00f6ffnen und mir aufsperren. Leider \u00f6ffnete zun\u00e4chst niemand, aber schon nach kurzer Zeit kam dann der Pfarrer und machte auf. Er freute sich, das mal ein Pilger nach der Kirche fragte und gab mir auch einen Stempel f\u00fcr den Pilgerpass. Auf dem kompletten Weg von der K\u00fcste bis nach Rates wo der Zentralweg weitergeht war ich alleine unterwegs und traf keinen einzigen Pilger. Gegen Mittag war ich dann in Rates, wo der Zentralweg weitergeht. An der dortigen Kirche sa\u00df eine junge Frau auf den Treppenstufen und las in ihrem Pilgerf\u00fchrer. Ich sah das sie deutsche war und sprach sie an. Es war Katharina aus Leipzig und wir hatten gleich eine sch\u00f6ne Unterhaltung. Sie erz\u00e4hlte mir das sie aus Zwickau stammt, in Coburg studiert hat und jetzt in Leipzig als MTA in einem Labor arbeitet. Eine sehr sympathische junge Frau mit der ich gleich auf einer Wellenl\u00e4nge lag. F\u00fcr sie war es ihr erster Camino. Sie wollte eigentlich in Rates bleiben, aber die Herbergen \u00f6ffnen ja meist erst um 14.00 Uhr. Mir war es aber noch zu fr\u00fch um den Pilgertag zu beenden. Katharina entschied sich mit mir weiter zu gehen, Nach einem gemeinsamen Cafe con Letche setzten wir zusammen den Weg fort. Nach ca. 31 km kamen wir in Petra Furada an, dort sollte es eine kleine Herberge, das Cafe Antonio mit 8 Betten geben. Am Ortseingang sprach uns bereits eine Frau an. Sie hatte eine Herberge die nicht im Pilgerf\u00fchrer stand und wollte das wir dort bleiben. Wir schauten sie uns kurz an, entschieden aber zun\u00e4chst zur Bar zu gehen. Leider hatten sie dort aber keine Betten f\u00fcr uns. Entweder noch 7 km weitergehen zur n\u00e4chsten Herberge oder zur\u00fcck zum Ortseingang. Wir entschieden uns f\u00fcr letzteres und gingen in die dortige Herberge Casa Maria. Sie war sch\u00f6n eingerichtet mit einem Schlafsaal f\u00fcr 10 Personen mit einem sch\u00f6nen neuen Bad. Wir waren bis zum jetzigen Zeitpunkt die einzigen Pilger. Sp\u00e4ter kamen noch 2 Italienerinnen, diesmal keine \u201eGrazien\u201c dazu. Nach dem allt\u00e4glichen Programm Duschen und W\u00e4sche waschen suchte ich mir erstmal einen Supermarkt um etwas f\u00fcr unterwegs und zwei Bier zu kaufen. Dieser lag aber am anderen Ende des Ortes und so legte ich einige Zusatzkilometer an diesem Tag zur\u00fcck. Zum Abendessen gingen wir in ein Lokal im Ort gleich neben der Tankstelle und bestellten dort die portugisische Spezialit\u00e4t Francesinhas, die ich bereits in Porto gegessen hatte. Katharina kannte diese noch nicht. Dazu eine Flasche Wei\u00dfwein, Rotwein mochte ich seit dem Camino 2017 eigentlich nicht mehr, wahrscheinlich war es damals doch etwas zuviel, und alles war gut. Nach einem netten Abend mit sch\u00f6nen Gespr\u00e4chen \u00fcber das Leben und den Camino machten wir uns wieder auf zur Herberge, wo wir gegen 22.00 Uhr schlafen gingen.<\/span><\/span><\/span><\/span><\/p>\n<p align=\"LEFT\"><span style=\"color: #222222;\"><span style=\"font-family: Times New Roman,serif;\"><span style=\"font-size: medium;\">Obrigado und Bom Caminho<br \/>\n<\/span><\/span><\/span><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Nacht war trotz einiger Schnarcher recht ruhig und ich konnte richtig gut schlafen. Gegen 4 Uhr fr\u00fch wurde es pl\u00f6tzlich etwas unruhig im Schlafssal. 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