{"id":1132,"date":"2019-08-11T13:51:56","date_gmt":"2019-08-11T12:51:56","guid":{"rendered":"https:\/\/blog.fitus.de\/blog\/?p=1132"},"modified":"2019-09-15T15:05:49","modified_gmt":"2019-09-15T14:05:49","slug":"1-etappe-von-porto-nach-vila-cha","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blog.fitus.de\/blog\/?p=1132","title":{"rendered":"1. Etappe von Porto nach Vila Cha"},"content":{"rendered":"<p align=\"LEFT\"><span style=\"color: #333333;\"><span style=\"font-family: Times New Roman,serif;\"><span style=\"font-size: medium;\"><span style=\"color: #222222;\"><a href=\"https:\/\/blog.fitus.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2019\/09\/20190811_110801.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-thumbnail wp-image-1178\" src=\"https:\/\/blog.fitus.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2019\/09\/20190811_110801-150x150.jpg\" alt=\"\" width=\"150\" height=\"150\" \/><\/a>Nach einer \u00fcberraschend ruhigen Nacht im Schlafssal mit 12 Pilgern, hatte ich sehr gut geschlafen und wachte ich gegen 6.00 Uhr auf. Ich war es ja seit 2 Jahren nicht mehr gewohnt mit meherern Leuten die Nacht in eienem Raum zu verbringen. Einige Pilger wuselten schon seit einiger Zeit herum. Es hatte sich also fr\u00fch am morgen nichts am Verhalten der Pilger ver\u00e4ndert. Die einen gingen fr\u00fcher los, die anderen sp\u00e4ter. Jeder tat wie er es f\u00fcr sich f\u00fcr richtig hielt. In der Herberge gab es kein Fr\u00fchst\u00fcck aber manche hatten etwas vorbereitet. Ich hingegen dachte mir, das ich unterwegs sicherlich auf ein Cafe treffen w\u00fcrde um dort etwas zu fr\u00fchst\u00fccken. Mit einigen Pilgern unterhielt ich mich bereits vor dem losgehen. Die meisten gingen auf den zentralen Weg der direkt an der Herberge vorbeif\u00fchrte. Ich hingegen wollte die ersten Tage entlang der K\u00fcste gehen und anschlie\u00dfend ins Landesinnere auf den zentralen Weg. So begann gegen 7.00 Uhr mein Camino. Das Wetter war einfach herrlich und so ging ich zun\u00e4chst durch die Stadt Richtung Kathedrale. Es waren noch keine gelben Pfeile vorhanden und so orientierte ich mich einfach an der Stra\u00dfe wie es mir Angel gestern gesagt hatte, einfach geradeaus die Stra\u00dfe runter. Eine schwarze Katze lief von Rechts nach Links und ich deutete das als gutes Zeichen, hei\u00dft es doch \u201edann gelingst\u201c. Etwas Aberglaube geh\u00f6rt manchmal auch dazu. Die letzten Sp\u00e4theimkehrer vom Samstagabend waren in den Gassen noch unterwegs. Auf einem gro\u00dfen Platz sprach mich ein Italiener an, und fragte wo der Camino denn losgehe. Er war bereits mehrmals an der Kathedrale und fand die gelben Pfeile nicht. Ich musste zugeben, das ich eigentlich dachte dort an der Kathedrale w\u00e4re der Weg gut ausgeschildert mit gelben Pfeilen. Dem war anscheinend nicht so. Angel sagte mir gestern noch das man sich einfach nach dem Fluss und dem Meer orientieren solle. Es muss immer linke Hand der Fluss bzw. das Meer sein, dann w\u00e4re der Weg schon richtig. So suchte ich zusammen mit Massimilano, so hie\u00df der Italiener, den Weg durch die Gassen hinunter zum Fluss. Massimiliano war ein junger Mann aus der N\u00e4he von Udine und das erste mal auf einem Camino. Unten am Fluss angekommen trafen wir bereits die n\u00e4chste Pilgerin, es war Mar, eine Spanierin aus Barcelona. Sie hatte schon einige Caminos gepilgert und eine erfahrene Pilgerin. Wir waren einander sofort sympatisch und pilgerten den Rest des Tages miteinander. Sprachlich hatte ich an den ersten Tagen so meine Probleme um wieder meinen sp\u00e4rlichen Englisch Wortschatz ins Ged\u00e4chtnis zu bekommen. Aber so nach und nach gelang es mir auch wenn manche Vokabeln fehlten. Man h\u00e4tte in der Schule damals doch lieber Englisch lernen sollen, als sich stattdessen auf dem Fu\u00dfballplatz aufzuhalten. Entlang des Flusses ging der Weg zun\u00e4chst \u00fcber die endlose Uferpromenade von Porto hinaus in die Vororte. Nachdem wir ein passendes Cafe f\u00fcr uns entdeckten machten wir gemeinsam ein gem\u00fctliches Fr\u00fchst\u00fcck. Cafe con Letche und ein Gep\u00e4ckst\u00fcck dazu. Einfach herrlich, wie hatte ich das vermisst. Schlie\u00dflich ging es Richtung Meer. Massimiliano hatte sich schon die ersten Blasen gelaufen. Wir waren doch erst 3 Stunden auf dem Camino. Er tat mir schon etwas leid, aber er nahm es leicht, zog einen Faden durch die Blase und ein Blasenpflaster drauf und es konnte weitergehen. Auf Holzbr\u00fccken ging es immer entlang des Meeres. Es war herrlich hier entlang zu gehen. Die Sonne und eine leichter Wind machten das gehen leicht. Anstiege gab es kaum. Gegen Mittag machten wir an einer Strandbar eine Pause und genehmigten uns ein \u201eSuper Bock\u201c. Wir kamen auch mit einigen Einheimischen ins Gespr\u00e4ch. Als Ziel hatten wir uns f\u00fcr heute Vila Cha vorgenommen, dort sollte es eine \u00f6ffentliche Herberge geben. Mar hatte sich diese Herberge ausgesucht und Massimilano und ich schlo\u00dfen uns einfach ihr an. Wir waren nach ca. 28 km bereits um 13.30 Uhr dort und diese war noch geschlossen. In einer nahegelegen Bar \u00fcberbr\u00fcckten wir die Zeit und tranken noch ein Super Bock um uns anschlie\u00dfend zur Herberge zu begeben. Sie war recht ger\u00e4umig und gut ausgestattet. Der Hospitalero war ein \u00e4lterer Mann der mal als Gastarbeiter in Deutschland war, allerdings sprach er kaum deutsch. Er hatte auch noch nebenan ein kleines Museum mit Schiffen. Nachdem er uns unsere Pl\u00e4tze zugewiesen hatte entschlossen wir uns Essen zu gehen. Nat\u00fcrlich musste es ein Fischrestaurant sein, wenn man schon hier am Meer war. Wir fanden ein kleines aber feines Restaurant und st\u00e4rkten uns ausgiebig. Hier sp\u00fcrte man das Lebensgef\u00fchl der Portugiesen. Sie waren alle immer sehr freundlich und wirkten zufrieden mit dem was sie haben, obwohl ihr Lebensstandart bei weiten nicht dem unseren in Deutschland entspricht. Zur\u00fcck in der Herberge begann der allt\u00e4gliche wiederkehrende Ablauf auf dem Camino. Duschen, W\u00e4sche waschen und die Betten beziehen. Nach und nach f\u00fcllte sich die Herberge. Pl\u00f6tzlich standen 3 \u201eGrazien\u201c, aus Italien, alle schick gekleidet, vor meinem Bett und forderten mich lautstark gestikulierent, wie Italienerinnen oftmals so sind, auf, ich solle mein Bett r\u00e4umen. Leider verstand ich nicht alles, was sie so von sich gaben. Mar konnte sie jedoch verstehen und mischte sich nun ein. Die Italienerin behauptete, das w\u00e4re ihr Bett, aber der Hospitalero hatte es mir doch zugewiesen. Mar wurde nun auch etwas lauter, nachdem die Italienerin weiter darauf beharrte das es ihr Bett sei, und verteidigte mein Bett. Bis sich schlie\u00dflich nach langen hin und her herausstellte, das sie einfach nicht im Doppelstockbett oben schlafen wollte. Sie wollte das Bett unten, warum auch immer. Vielleicht hatte sie H\u00f6henangst. Um hier keine Unruhe enstehen zu lassen tauschte ich einfach das Bett mit ihr, was f\u00fcr mich ja egal war, ob ich unten oder oeben schlafe. Solch ein lautstarkes und forderntes vorgehen unter Pilgern hatte ich auf all den Wegen vorher so noch nicht erlebt. Sie h\u00e4tte ja einfach freundlich fragen k\u00f6nnen. Aber solchen sogenannten Pilgern muss man einfach aus dem Weg gehen. Diese tun einem auf dem Pilgerweg nicht gut. Mar war zwar nicht dieser Meinung das man ihnen nachgeben sollte und lies es den drei Grazien auch sp\u00fcren. Die S\u00fcdl\u00e4nder sind da eben anders und emotionaler in solchen Dingen. Sollte sich der Umgangston und das Verhalten der Pilger untereinander inzwischen auf dem Camino ver\u00e4ndert haben? Ich hoffte das dies ein Einzelfall bleiben w\u00fcrde. Drau\u00dfen im Garten der Herberge lernte ich noch Hannes kennen. Er kam aus Hamburg und wir beschlossen alle zusammen hinunter an den Strand zu gehen um dort den Sonnenuntergang anzusehen. Am Meer wurde es gegen Abend richtig kalt und so machten wir uns nach Sonnenuntergang gleich wieder auf zur Herberge um gegen 22.00 Uhr schlafen zu gehen. Das war er also, der erste Tag auf dem Camino Portugues.<\/span><\/span><\/span><\/span><\/p>\n<p align=\"LEFT\"><span style=\"color: #222222;\"><span style=\"font-family: Times New Roman,serif;\"><span style=\"font-size: medium;\">Obrigado und Bom Caminho<\/span><\/span><\/span><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Nach einer \u00fcberraschend ruhigen Nacht im Schlafssal mit 12 Pilgern, hatte ich sehr gut geschlafen und wachte ich gegen 6.00 Uhr auf. 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