{"id":1045,"date":"2017-06-26T21:40:43","date_gmt":"2017-06-26T20:40:43","guid":{"rendered":"https:\/\/blog.fitus.de\/blog\/?p=1045"},"modified":"2021-04-18T20:52:23","modified_gmt":"2021-04-18T19:52:23","slug":"letzter-tag-und-aufenthalt-in-santiago-de-compostela","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blog.fitus.de\/blog\/?p=1045","title":{"rendered":"Letzter Tag und Aufenthalt in Santiago de Compostela"},"content":{"rendered":"<p><span style=\"color: #000000; font-family: Times New Roman; font-size: medium;\"><a href=\"https:\/\/blog.fitus.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/09\/DSC03549-e1618775521413.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-thumbnail wp-image-960\" src=\"https:\/\/blog.fitus.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/09\/DSC03549-e1618775521413-150x150.jpg\" alt=\"\" width=\"150\" height=\"150\" \/><\/a>Heute konnten wir richtig lange ausschlafen was auch viele andere Pilger ausnutzten. Anschlie\u00dfend gingen wir gem\u00fctlich von unserer Herberge aus zusammen mit Frank zur Kathedrale um die Deutsche Pilgermesse zu besuchen. Sie war an diesem Tag gut gef\u00fcllt, was zum einen daran lag, das anscheinend viele deutsche Pilger an diesem Tag ankamen und zum anderen das der Pfarrer mit seinen beiden Helfern verabschiedet wurde. Ihre 2 Wochen als Freiwillige in Santiago waren zu Ende und sie wurden durch einen anderen Pfarrer und andere Helfer abgel\u00f6st. Der deutsche Gottesdienst war an diesem Tag bedingt durch den Abschied feierlich und auch stellenweise sehr emotional. Am Ende bekam jeder vom Pfarrer den Einzel Pilgersegen zum Abschied aus Santiago. Jetzt hatten wir aber richtig Hunger bekommen und machten in einer Bar ausgiebig ein spanisches Fr\u00fchst\u00fcck zusammen mit Frank. Beim gehen aus der Bar verga\u00df Edgar wieder mal seinen Hut. Ein anderer Pilger hatte es bemerkt und trug ihn hinterher. So oft wie er ihn jetzt schon vergessen hatte konnte man denken das er ihn nicht wirklich brauchte. Eigentlich h\u00e4tte er ihn wegwerfen sollen. Wir gingen anschlie\u00dfend recht fr\u00fch in die Kathedrale zur Mittagspilgermesse um einen guten Platz zu bekommen. Marianne war auch schon aus Finisterre zur\u00fcckgekommen und hatte f\u00fcr uns einen Platz in einer Bank frei gehalten. Es waren auch heute wieder viele Pilger da, allerdings waren nicht mehr viele bekannte Gesichter dabei. Der H\u00f6hepunkt f\u00fcr alle Pilger war dann am Ende das Weihrauchfass, das heute im Gegensatz zu gestern wieder geschwenkt wurde. Anscheinend gab es f\u00fcr diesen Tag mal wieder einen Sponsor. Man munkelt ja, das mindestens 600 Euro f\u00e4llig werden, wenn es geschwenkt werden soll und meist findet sich ja auch einer. Nachdem die Messe zu Ende war stand pl\u00f6tzlich Anette vor uns. Wir freuten uns alle unb\u00e4ndig und umarmten uns und hatten einander viel zu erz\u00e4hlen. Anette nochmals zu treffen hatten wir nicht erwartet. Hier schlo\u00df sich irgendwie ein Kreis. Anette hatten wir ja bereits an unserem ersten Tag auf dem Camino in Logrono getroffen und jetzt nun auch an unserem letzten Tag hier in Santiago. &#8222;Nichts ist Zufall&#8220;. Wir verabredeten uns alle f\u00fcr den sp\u00e4ten Nachmittag zum Kaffeetrinken und sp\u00e4ter zum Abendessen. Den Nachmittag verbrachte Edgar in der Herberge und ich zog es vor in der Stadt zu bleiben. In der Kathedrale waren nicht all zu viele Pilger und man konnte hier an den verschiedenen Orten wie am Grab des Apostels in Ruhe verweilen, was ansonsten nicht immer m\u00f6glich ist bei der Masse an Pilgern die jeden Tag Santiago erreichen. Um in der Kathedrale ruhig verweilen zu k\u00f6nnen muss man schon Gl\u00fcck haben. Schlie\u00dflich trafen wir uns dann alle zusammen, Marianne, Anette, Edgar und ich, um gemeinsam den restlichen Nachmittag und Abend miteinander zu verbringen. In einem der vielen Restaurants fanden wir dann schlie\u00dflich auch einen Platz. Zum Abschied waren spanische Spezialit\u00e4ten angesagt, angefangen bei Orellas (Schweinsohren), Pulpo und nat\u00fcrlich Rioja. Herz was willst du mehr. Es war ein richtig sch\u00f6ner Sommerabend. Auf dem Heimweg zur Herberge beschlossen wir noch einen letzten Absacker gegen\u00fcber der Herberge von Marianne zu nehmen. Dort gab es leckeren Sangria und irgendwie verging die Zeit immer schneller. Eigentlich wollte man am liebsten die Zeit anhalten um nicht auseinander zu gehen. So blieb es am Ende nicht bei einem Sangria. Aber irgendwann kommt die Stunde des Abschiedes. Es hies jetzt nicht nur Abschied von Marianne und Anette zu nehmen, sondern auch von Santiago. Es war schon komisch, man denkt unweigerlich daran, ob man jemals wieder zur\u00fcck kommt. So richtig realisiert hatte man diesen gigantischen Weg, der uns \u00fcber 8 Jahre besch\u00e4ftigt hatte, immer noch nicht. Alles war irgendwie noch so unwirklich. Vielleicht h\u00e4tte man an diesem Abend noch einige Sangrias trinken sollen. Nach dem emotionalen Abschied gingen wir in der Dunkelheit, meist schweigend, zur\u00fcck zu unserer Herberge, dem Seminario Menor. Dort verabschiedeten wir uns von Frank (aus Wittenberg), er musste in der Nacht noch zum Bahnhof um nach Hause zu Reisen. M\u00fcde und auch etwas aufgeregt gingen wir schlie\u00dflich gegen Mitternacht schlafen.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #000000; font-family: Times New Roman; font-size: medium;\">Buen Camino<\/span><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Heute konnten wir richtig lange ausschlafen was auch viele andere Pilger ausnutzten. Anschlie\u00dfend gingen wir gem\u00fctlich von unserer Herberge aus zusammen mit Frank zur Kathedrale um die Deutsche Pilgermesse zu besuchen. 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