{"id":1023,"date":"2017-06-16T21:15:19","date_gmt":"2017-06-16T20:15:19","guid":{"rendered":"https:\/\/blog.fitus.de\/blog\/?p=1023"},"modified":"2017-09-14T21:17:41","modified_gmt":"2017-09-14T20:17:41","slug":"104-etappe-von-morgade-nach-ventas","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blog.fitus.de\/blog\/?p=1023","title":{"rendered":"104. Etappe von Morgade nach Ventas"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"https:\/\/blog.fitus.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/09\/IMG_20170616_082828.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-thumbnail wp-image-966\" src=\"https:\/\/blog.fitus.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/09\/IMG_20170616_082828-150x150.jpg\" alt=\"dav\" width=\"150\" height=\"150\" \/><\/a><\/p>\n<p><span style=\"color: #000000;font-family: Times New Roman;font-size: medium\">Da wir alleine im Schlafsaal waren und uns heute nur eine kurze Strecke vorgenommen hatten konnten wir entspannt bis gegen 6.00 Uhr schlafen. Es war noch dunkel als wir uns auf den Weg machten. Zwei \u00e4ltere Pilger die uns bereits in den vergangenen Tagen aufgefallen waren, rauschten in einem &#8222;Affenzahn&#8220; an uns vorbei. Wir wussten nicht, sind die auf der Flucht oder hatten sie schon fr\u00fch am Morgen Angst kein Bett zu bekommen. Aber es war immer wieder lustig die unteschiedlichsten Pilger zu treffen. Kurz nach Morgade in Rozas war schon eine Bar ge\u00f6ffnet. Hier konnte man gem\u00fctlich Fr\u00fchst\u00fcck machen. Nach und nach kamen immer mehr Pilger und hatten die gleiche Idee. Jens aus M\u00f6lln setzte sich zu uns an den Tresen. Wir hatten ihn schon in den letzten Tagen das ein oder andere Mal gesehen. Heute kamen wir endlich mal ins Gespr\u00e4ch mit ihm. Er war ein sehr netter Zeitgenosse und man merkte schnell, das er den Weg als christlichen Pilgerweg ansah. Wir gingen einige Zeit mit ihm und kamen an den ber\u00fchmten 100 Km Stein. Dort machten wir ein Foto, um diesen Moment festzuhalten. Nach einiger Zeit kam wieder ein 100 Km Stein, es war der urspr\u00fcngliche, den es schon immer gab. Weshalb es zwei 100 Km Steine gibt, war nicht aufzukl\u00e4ren. Ziemlich ereignislos ging es Richtung Portomarin. Von einer Anh\u00f6he aus ging es einen felsigen Hohlweg hinunter an den Staussee von Portomarin. Zum Gl\u00fcck war es trocken, bei nassen regnerischen Wetter w\u00e4re es auf diesen Wegen richtig gef\u00e4hrlich gewesen. Nach der ber\u00fchmten Br\u00fccke \u00fcber den Staussee entschlossen wir uns in den Ort zu gehen und die dortige Kirche auf zu suchen. Wir hatten ja Zeit und es war noch fr\u00fch am Tag. Nach der Besichtung der Kirche setzten wir uns auf die Terasse einer Bar um Kaffee zu trinken und die ankommenden Pilger zu beobachten. Catarina aus Italien, die wir zuletzt in Foncebadon getroffen hatten begr\u00fc\u00dfte uns herzlich. Auch Gisela Maria, die Hospitalera aus La Faba machte eine kurze Pause in Portomarin. Neben uns am Tisch sa\u00df ein Pilger, der recht deutsch aussah. Mittlerweile hatte man einen Blick welche Pilger denn aus Deutschland kommen. Irgendwie hatte man das schon im Gef\u00fchl. Mal sah man es an der Ausr\u00fcstung wie den Deuter Rucksack und einandermal konnte man am \u00e4u\u00dferen schon den deutschen Pilger erkennen. Der Pilger am Nebentisch war Frank und kam aus der Lutherstadt Wittenberg. Auch heute suchten wir uns eine Herberge abseits des Mainstreams. In Ventas einen winzig kleinen Ort, der sicher weniger Einwohner hatte als Betten f\u00fcr Pilger, gab es zwei Herbergen. Wir entschieden uns f\u00fcr die am Ortseingang. Sie war richtig luxori\u00f6s ausgestattet. Es waren relativ viele &#8222;Kofferpilger&#8220; in der Herberge untergebracht. Frank aus Wittenberg kam sp\u00e4ter auch noch dazu, und so hatten wir Gelegenheit uns kennen zu lernen. Er war ein sehr ruhiger Zeitgenosse und es war angenehm sich mit ihm zu unterhalten. Irgendwie kam man mit den anderen Pilgern die in der Herberge waren an diesem Tag nicht weiter ins Gespr\u00e4ch. Vielleicht lag es daran, das zwischen Pilgern die ihren Rucksack transportieren lassen und Pilgern die ihren Rucksack selber tragen eine andere Auffassung \u00fcber das Pilgern herrscht. Das Pilgermen\u00fc und dazu ein Rotwein rundeten den Tag ab. Eigentlich hatten wir uns vor 8 Jahren beim Beginn unseres Weges vorgenommen, das wir ab Leon jeden Abend mindestens 1 &#8211; 2 Flaschen Rotwein trinken. Das w\u00e4re aber entschieden zu viel. Man muss trotzdem auf seine Ern\u00e4hrung und auch auf den Alkoholkonsum achten, denn man muss ja jeden Tag zwischen 20 und 40 km bew\u00e4ltigen k\u00f6nnen, und das \u00fcber einen Zeitraum von \u00fcber 4 Wochen. Wir waren jetzt schon \u00fcber 3 Wochen unterwegs und hatten bisher keine k\u00f6rperlichen Probleme. Das dies nicht immer selbstverst\u00e4ndlich ist, sahen wir bei vielen Pilgern die oft verschiedene k\u00f6rperliche Probleme hatten wie Blasen an den F\u00fc\u00dfen oder Gelenkentz\u00fcndungen. Manche verbrachten sogar zwischendurch 1 \u2013 2 Tage im Krankenhaus um danach ihren Weg weiter zu gehen. Vor solchen Pilgern muss man allerh\u00f6chsten Respekt haben, wenn sie trotz solcher Probleme nicht ihr Ziel aus den Augen verlieren. Das dieser Weg einem alles, k\u00f6rperlich und psychisch, abverlangen wird muss einem bei Beginn schon klar sein. Christian, der Hospitalero von La Faba sagte damals zu uns, das Statistiken aussagen w\u00fcrden, das nur 50% der Pilger die sich den Weg vornehmen auch das Ziel Santiago wirklich erreichen. Mit der Hoffnung dieses Ziel in wenigen Tagen zu erreichen gingen wir schlafen.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #000000;font-family: Times New Roman;font-size: medium\">Buen Camino<\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #000000;font-family: Times New Roman;font-size: medium\">\u00a0<\/span><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Da wir alleine im Schlafsaal waren und uns heute nur eine kurze Strecke vorgenommen hatten konnten wir entspannt bis gegen 6.00 Uhr schlafen. Es war noch dunkel als wir uns auf den Weg machten. 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