{"id":1021,"date":"2017-06-15T21:12:15","date_gmt":"2017-06-15T20:12:15","guid":{"rendered":"https:\/\/blog.fitus.de\/blog\/?p=1021"},"modified":"2017-09-14T21:14:53","modified_gmt":"2017-09-14T20:14:53","slug":"103-etappe-von-samos-triacastella-nach-morgade","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blog.fitus.de\/blog\/?p=1021","title":{"rendered":"103. Etappe von Samos (Triacastella) nach Morgade"},"content":{"rendered":"<p><span style=\"color: #000000;font-family: Times New Roman;font-size: medium\"><a href=\"https:\/\/blog.fitus.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/09\/DSC03298.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-thumbnail wp-image-956\" src=\"https:\/\/blog.fitus.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/09\/DSC03298-150x150.jpg\" alt=\"DSC03298\" width=\"150\" height=\"150\" \/><\/a>Die Nacht im gro\u00dfen Schlafsaal des Klosters war recht ruhig. Es war \u00fcber Nacht k\u00fchl geworden und man musste schon seinen Schlafsack gut verschlie\u00dfen um nicht zu frieren. Recht ungewohnt nach der Hitze der vergangenen Tage. Heute konnte ich richtig lange ausschlafen, hatte ich doch einen Vorsprung von einigen Kilometern gegen\u00fcber Edgar. Nach und nach hatten alle die Herberge verlassen und ich war nur noch mit 2<\/span><span style=\"color: #000000;font-family: Times New Roman;font-size: medium\">\u00a0 <\/span><span style=\"color: #000000;font-family: Times New Roman;font-size: medium\">Pilgern im Schlafsaal. Dies war recht ungewohnt, aber man h\u00e4tte sich auch daran gew\u00f6hnen k\u00f6nnen jeden Tag etwas l\u00e4nger zu schlafen und so zu sagen antizyklisch auf den Weg zu gehen. In der Ortschaft Samos war es selbst um diese Zeit am Morgen absolut ruhig und man sah keinen Menschen auf der Stra\u00dfe. So begann der Weg wie er gestern endete. Der Weg ging entlang der Stra\u00dfe und nach dem Ortsende f\u00fchrte er nach rechts auf einen Waldweg. Auch hier war man ganz alleine unterwegs und sah weit und breit keinen Pilger. Es war kalt und nebelig geworden und man musste aufpassen das man die Wegweiser nicht verpasste. Irgendwann kam eine kleine Ortschaft und die \u00f6rtliche Bar hatte auch schon ge\u00f6ffnet. Darin waren zu meiner \u00dcberraschung die Kolumbianer und Fernando begr\u00fc\u00dfte mich mit einer herzlichen Umarmung als h\u00e4tten wir uns schon ewig nicht mehr gesehen. Er stellte mich seinen anderen Freunden mit Namen vor und wir machten von uns einige Erinnerungsfotos. Dank Lina, ebenfalls eine Kolumbianerin, die englisch sprach, konnten wir uns unterhalten. Wir alle hatten Zeit und fr\u00fchst\u00fcckten gem\u00fctlich in dieser kleinen Bar. Vom Bartresen aus konnte ich durchs Fenster auf die Stra\u00dfe blicken und sah das gerade Marianne und Edgar mit schnellen Schritten an der Bar vorbeigingen. Ich ging schnell nach drau\u00dfen auf die Stra\u00dfe um nach ihnen zu rufen. Sie waren beide total \u00fcberrascht, das wir uns hier zuf\u00e4llig trafen ohne miteinander vorher telefoniert oder einen Treffpunkt vereinbart zu haben. Eigentlich wollten wir uns ja erst in Sarria wieder treffen. Die Erkenntnis des Tages: Der Camino verliert niemanden und &#8222;Nichts ist Zufall&#8220;. Gemeinsam machten wir uns auf den Weg nach Sarria. Das Wetter hatte sich wieder gebessert und man hatte den spanischen Sommer wieder zur\u00fcck. An der Kirche in Sarria sammelten sich schon sehr viele Pilger um sich ihren ersten Stempel im Pilgerpass f\u00fcr die letzten 100 Km zu holen. Eigentlich hatte man noch mehr Pilger dort erwartet. Sollte etwa der gro\u00dfe Run auf den letzten 100 Km ausbleiben und es entspannt auf dem Camino weitergehen wie bisher. Auch Frank den Pastoralreferenten aus der N\u00e4he von Aachen trafen wir hier nach einigen Tagen wieder. Unterwegs trafen wir dann auch wieder auf Denise die eine l\u00e4ngere Strecke mit uns ging. Marianne war wie immer viel schneller als wir und vor uns, ansonsten war es recht einsam auf diesem Abschnitt nach Sarria. Komisch, eigentlich hatte man hier die Pilgerautobahn erwartet. Zwischenzeitlich machten wir in Ferreiros an einer Alberque mit Bar halt um noch ein Erfrischungsgetr\u00e4nk zu uns zu nehmen. Dabei sahen wir wie die Post und andere Transportunternehmen gerade jede Menge Rucks\u00e4cke von Pilgern brachten, die hier \u00fcbernachten wollten. Auf diesem Abschnitt des Weges war es nichts mehr aussergew\u00f6hnliches das Pilger ihre Rucks\u00e4cke transportieren lassen. Ihre Tagestouren sind geplant und sie gehen meist nur einige Kilometer am Tag. Abends schlafen und Essen sie in besseren Unterk\u00fcnften. Der Camino ist mittlerweile ein gutes Gesch\u00e4ft f\u00fcr die Transportunternehmen, die Orte und Gesch\u00e4fte am Weg geworden. Die Nachfrage scheint immer noch nicht geringer zu werden. Viele wollen dem Trend folgen um sagen zu k\u00f6nnen &#8211; Ich bin den Jakobsweg gegangen. Ob diese Art und Weise den Weg zu pilgern allerdings die Richtige ist wird von vielen bezweifelt. Am Nachmittag entschlossen wir uns zur Herberge in der n\u00e4he von Morgade zu gehen. Es war eine alte umgebaute M\u00fchle etwas abseits der Hauptorte die in den Pilgerf\u00fchrern stehen. Sie war richtig sch\u00f6n und stilgerecht umgebaut mit einem neuen Schlafsaal der Platz f\u00fcr 16 Pilger bot. Wir waren die ersten Pilger die an diesem Tag kamen und wir sollten es auch bleiben. So hatten wir den Schlafssal und die beiden B\u00e4der und Toiletten f\u00fcr uns ganz alleine. Was f\u00fcr ein Luxus. Allerdings hatte dies auch den Nachteil, das man ausser der Inhaberin der Herberge, die zum Gl\u00fcck englisch sprach, keine Unterhaltung hatte. Trotzdem verging der Nachmittag relativ schnell. Man lag in der Sonne, und trank die Flasche Rotwein, die Edgar ausgeben musste wegen dem vergessenen Pilgerf\u00fchrer in Cebreiro. Das Abendessen gab es in einem Nebengeb\u00e4ude. Nach einer Flasche Rotwein gingen wir schlafen.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #000000;font-family: Times New Roman;font-size: medium\">Bien Camino<\/span><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Nacht im gro\u00dfen Schlafsaal des Klosters war recht ruhig. Es war \u00fcber Nacht k\u00fchl geworden und man musste schon seinen Schlafsack gut verschlie\u00dfen um nicht zu frieren. Recht ungewohnt nach der Hitze der vergangenen Tage. 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