{"id":1019,"date":"2017-06-14T21:09:31","date_gmt":"2017-06-14T20:09:31","guid":{"rendered":"http:\/\/blog.fitus.de\/blog\/?p=1019"},"modified":"2017-09-14T21:11:50","modified_gmt":"2017-09-14T20:11:50","slug":"102-etappe-von-la-faba-nach-samos-triacastella","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blog.fitus.de\/blog\/?p=1019","title":{"rendered":"102. Etappe von La Faba nach Samos (Triacastella)"},"content":{"rendered":"<p><span style=\"color: #000000;font-family: Times New Roman;font-size: medium\"><a href=\"https:\/\/blog.fitus.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/09\/20170614_165155.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-thumbnail wp-image-942\" src=\"https:\/\/blog.fitus.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/09\/20170614_165155-150x150.jpg\" alt=\"20170614_165155\" width=\"150\" height=\"150\" \/><\/a>Eine ruhige Nacht lag hinter uns trotz einiger nicht vermeidbarer Schnarcher. Wir schlichen uns wieder mal aus dem Schlafssal und machten ein kleines Fr\u00fchst\u00fcck im Gemeinschaftsraum. Shayenne, Eddy und Renate waren auch bereits fr\u00fch auf den Beinen und fr\u00fchst\u00fcckten mit uns. Christian hatte Kaffee gemacht und dazu gabe es Wei\u00dfbrot mit Marmelade. Mehr braucht man eigentlich nicht als Start in den Tag. Schwester Gisela Maria beendete heute ihr Zeit als Hospitalero in La Faba und war ab heute auch ein Pilger auf dem Jakobsweg. Sie wollte den Weg bis nach Santiago und weiter bis Finisterre pilgern. Unser Weg f\u00fchrte uns zun\u00e4chst in die kleine Kirche wo wir den Tag mit unserem t\u00e4glichen Lied begannen. Bei herrlichen Sommerwetter ging es schwei\u00dftreibend immer Bergauf Richtung des ber\u00fchmten O Cebereiro. In der dortigen Pfarrkirche wird der Heilige Kelch von Galicien aufbewahrt. Vor den Bars sa\u00dfen schon einige bekannte Gesichter. Die einen wie Michail hatten oben an diesem mittelalterlichen Ort \u00fcbernachtet. Er freute sich herzlich uns wieder zu sehen. Wieder andere kamen wie wir aus La Faba. In einer Bar genehmigten wir uns einen Cafe con Letche. Edgar studierte wie immer bei dieser Gelegenheit seinen Pilgerf\u00fchrer. Edgar lies ihn auf dem Tresen liegen und ging noch zur Toilette. Beim Gehen verga\u00df er ihn und ich nahm ihn an mich ohne es ihm zu sagen. Ich wollte mal testen wann er es merken w\u00fcrde. Wir gingen ungef\u00e4hr 3 km bis er merkte das er ihn vergessen hatte. Ich sagte aber vorerst nichts und machte mir einen Spa\u00df daraus. Er legte seinen Rucksack an den Wegesrand und wollte zur\u00fccklaufen um ihn zu holen. Nachdem er einige Meter gegangen war sagte ich ihm das ich ihn eingesteckt hatte. Er war erleichtert und versprach als Belohnung eine Flasche Rotwein. Den Spa\u00df aber war es wert. Nach einiger Zeit erreichten wir den Grenzstein zwischen Katsilien und Galacien. Ein Erinnerungsfoto dort war Pflicht. Anschlie\u00dfend ging es nochmals den Berg hoch zum Alto San Roque. Dort gibt es ein Pilgerdenkmal an dem wir kurz Rast machten. Bei extremer Hitze ging es recht ereignislos durch einige kleine D\u00f6rfer nach Triacastella. Auch solche Strecken auf denen man kaum jemanden trifft und die auch landschaftlich nicht gerade prickelnd sind geh\u00f6ren halt manchmal zum Pilgeralltag. Gegen14.30 erreichten wir dann Triacastella. Gleich am Ortseingang gibt es eine Pilgerherberge in der wir auch schon 2007 waren. Edgar beschloss dort hinein zu gehen. Ich hingegen machte den Vorschlag weiter nach Samos zum dortigen Kloster zu laufen. Ich f\u00fchlte mich noch trotz der Hitze fit genug nach bereits gelaufenen 28 km noch weitere 12 km zu gehen, zumal das dortige Kloster sehenswert ist und man auch dort \u00fcbernachten konnte. Edgar war nicht zu \u00fcberzeugen und so entschloss ich mich alleine weiter zu gehen. Es war das erstemal in 8 Jahren das wir uns auf unserem Camino trennten. Wir verabredeten das wir uns am n\u00e4chsten Tag in Sarria wieder treffen. Zun\u00e4chst musste ich erst f\u00fcr gen\u00fcgend Wasser sorgen, denn auf der Strecke nach Samos gab es keine M\u00f6glichkeit etwas zu kaufen und es war immer noch extrem hei\u00df in der Nachmittagshitze. Marianne sa\u00df in einer Bar und sah mich alleine auf der Stra\u00dfe weiterlaufen. Sie lief mir hinterher und wollte wissen, warum ich alleine weiterlaufe. Aber irgendwie zog es mich zu diesem Kloster nach Samos. Zun\u00e4chst ging es eine recht lange Strecke an der Stra\u00dfe entlang. Es war weit und breit kein Pilger zu sehen und man musste aufpassen nicht die Abzweigung von der Stra\u00dfe weg zu verpassen. Sp\u00e4ter ging es dann durch einsame D\u00f6rfer wo man ebenfalls keinen Menschen traf. Irgendwie war es total ungewohnt, hatte man doch immer Pilger getroffen und auf diesem Abschnitt traf ich keinen einzigen. In Samos auf der Anh\u00f6he angekommen hatte man einen herrlichen Blick auf das Kloster das in der Nachmittagssonne vor einem lag. Auch in Samos waren nicht viele Pilger zu sehen. Diese Zusatzstrecke tun sich viele anscheinend nicht an. In der Klosterherberge war noch viel Platz und so quardierte ich mich dort ein. In der Bar nebenan konnte man seinen Durst l\u00f6schen und auch Pilgermen\u00fcs gab es dort. Am Tresen neben mir sa\u00df noch ein freundlicher Pilger. Wir prosteten uns gegenseitig zu, leider sprach er weder englisch noch deutsch. Nach einer Verst\u00e4ndigung mit H\u00e4nden und F\u00fc\u00dfen wusste ich das er Fernando hie\u00df und aus Kolumbien kam. Bei ihm sa\u00dfen noch einige Landsleute von ihm. Es waren die Kolumbianer, die Edgar in Ponferrada nicht gerade nett behandelt hatte. Zum Gl\u00fcck wussten sie nicht das wir zusammen geh\u00f6rten. Wir trafen uns auch sp\u00e4ter wieder in der Pilgermesse die leider nicht sehr gut besucht war. Fernando umarmte mich beim Abschied und irgendwie schien sich eine eine Art Freunschaft mit ihm zu entwickeln, obwohl wir keine Sprache hatten um uns zu verst\u00e4ndigen. Um 22.00 Uhr schloss die Herberge und m\u00fcde mit \u00fcber 40 km in den Beinen ging ich schlafen.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #000000;font-family: Times New Roman;font-size: medium\">Buen Camino<\/span><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Eine ruhige Nacht lag hinter uns trotz einiger nicht vermeidbarer Schnarcher. Wir schlichen uns wieder mal aus dem Schlafssal und machten ein kleines Fr\u00fchst\u00fcck im Gemeinschaftsraum. 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