{"id":1002,"date":"2017-06-06T20:49:26","date_gmt":"2017-06-06T19:49:26","guid":{"rendered":"https:\/\/blog.fitus.de\/blog\/?p=1002"},"modified":"2021-04-18T21:04:12","modified_gmt":"2021-04-18T20:04:12","slug":"94-etappe-von-san-antonio-nach-relegios","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blog.fitus.de\/blog\/?p=1002","title":{"rendered":"94. Etappe von San Antonio nach Relegios"},"content":{"rendered":"<p><span style=\"color: #000000; font-family: Times New Roman; font-size: medium;\"><a href=\"https:\/\/blog.fitus.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/09\/IMG_20170606_091708-e1618776246358.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-thumbnail wp-image-964\" src=\"https:\/\/blog.fitus.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/09\/IMG_20170606_091708-e1618776246358-150x150.jpg\" alt=\"\" width=\"150\" height=\"150\" \/><\/a>Eine ruhige Nacht lag heute hinter uns. Jean Louis war ein ruhiger Zeitgenosse den man im Zimmer \u00fcberhaupt nicht bemerkte. Wir beschlossen recht fr\u00fch los zu gehen und irgendwann unterwegs etwas zu fr\u00fchst\u00fccken. Man hatte sich auch daran gew\u00f6hnt nicht unbedingt etwas fr\u00fchst\u00fccken zu m\u00fcssen. Der Sommer war nun nach Spanien zur\u00fcckgekehrt. Schon am Morgen war es richtig warm und im Laufe des Tages sollten die Temperaturen noch m\u00e4chtig nach oben klettern. Eine kleine Meinungsverschiedenheit stellte sich kurz vor Sahagun ein. Edgar bestimmte ohne Absprache eine andere Route abseits des Jakobsweges nach Sahagun zu gehen. Das musste anschlie\u00dfend ausdiskutiert werden. Auch so etwas geh\u00f6rt manchmal zum Weg dazu und ist nicht ganz zu vermeiden wenn man so lange zusammen unterwegs ist. In Sahagun machten wir dann nach fast 2 Stunden in einer Bar Fr\u00fchst\u00fcck. Allison und Mark kamen auch vorbei und Fr\u00fchst\u00fcckten dort. Sch\u00f6n sie nochmal zu treffen. Sahagun ist keine besonders sch\u00f6ne Stadt. Wir wollten gestern unbedingt Sahagun als Etappenort vermeiden. Nach Sahagun war die Strecke heute richtig typisch f\u00fcr die Meseta. Es ging immer endlos geradeaus an einer Baumallee entlang. Irgendwann schritt ich den Abstand zwischen den B\u00e4umen ab, er betrug ca. 10 Meter. Und wenn man bedenkt das man \u00fcber 20 km an diesen B\u00e4umen vorbei l\u00e4uft, kann man sich leicht ausrechnen, wieviele B\u00e4ume da stehen. Eigentlich hauts dir dann irgendwann mal den Vogel raus. Diesen Satz hatte uns mal Brigitte, eine Pilgerin aus Pretzfeld, bei unseren Pilgerweg 2007 gesagt, als sie uns von der Meseta erz\u00e4hlte, Ich musste mich heute gerade daran erinnern. Man hatte heute den Eindruck, das nicht sehr viele Pilger unterwegs w\u00e4ren. Lag es etwa an den Temperaturen oder hatten einige wieder mal eine Pause eingelegt, oder hat sich alles aufgrund des Weges verlaufen. Zwischendurch waren dann doch wieder welche zu sehen. An einer Weggabelung bei einem Kreuz sa\u00df eine Japanerin und wir kamen etwas ins Gespr\u00e4ch, wenn man es so nennen kann aufgrund der Sprachbarriere. Sie hatte einen Notizblock auf dem sie die n\u00f6tigste Konversation in verschiedenen Sprachen geschrieben hatte. Sie bat uns, wir sollten unsere Namen in ihr Notizbuch schreiben. Nat\u00fcrlich musste sie dann auch unsere Namen in unser Notizbuch in Japanischer Sprache schreiben. Auch der Satz &#8222;Nichts ist Zufall&#8220; auf Japanisch durfte nicht fehlen. Wir trafen Saki, so war ihr Name, noch des \u00f6fteren auf dem Weg. Immer wenn wir sie trafen, begr\u00fcsste sie einen mit einer kleinen Verneigung. Diese Begr\u00fc\u00dfung wird mir immer in Erinnerung bleiben. Das laufen fiel uns an diesem Tag irgendwie besonders leicht. Man war in einem richtigen &#8222;Flow&#8220; und so machten wir trotz der gro\u00dfen Hitze an diesem Tag an die 40 km. Unser heutiges Ziel war dann Religios ein relativ kleiner Ort in dem es einige sch\u00f6ne Herbergen gab. Wir gingen zur Herberge Alberge Ada. Von aussen sah das Haus nicht gerade einladent aus, aber der \u00e4u\u00dfere Eindruck sollte t\u00e4uschen. Innen war die Herberge wundersch\u00f6n gestaltet. Der Inhaber der Herberge war Pedro, ein \u00e4lterer Spanier der sich leidenschaftlich und mit herzlicher Hingabe um die Pilger k\u00fcmmerte. Zu unserer \u00dcberraschung waren Allison und Mark auch schon da. Die beiden sind recht gut zu Fu\u00df unterwegs und absolut fit, wenn man bedenkt das wir heute morgen fast gleichzeitig losgelaufen sind. Wir freuten uns die beiden wieder zu sehen. F\u00fcr den Abend musste man sich f\u00fcrs Pilgermen\u00fc anmelden. Pedro und seine Helfer kochten vegetarisch f\u00fcr die Pilger. Eine willkommene Abwechslung bei den Pilgermen\u00fcs die \u00fcblicherweise angeboten werden. Nat\u00fcrlich verabredeten wir uns f\u00fcr den Abend mit Allison und Mark. Es sollte einer der ganz besonderen Abende auf dem Camino werden. Nachdem wir gegessen hatten und uns dem Rotwein widmeten \u00fcberraschten uns Allison und Mark mit etwas ganz besonderen. Wir bekamen von den beiden je ein Jerusalemkreuz geschenkt. Diese Kreuze hatten sie von ihren Referent zu Hause mitbekommen und sie sollten diese unterwegs Pilgern schenken, von denen sie meinten sie w\u00e4ren besondere Pilger. Wir waren absolut sprachlos und stolz das sie ausgerechnet uns daf\u00fcr ausgew\u00e4hlt hatten. Im Gegenzug schenkte ich Ihnen ein Tau Kreuz. Dieses Tau Kreuz hatte ich unterwegs am Weg von einem der H\u00e4nder gekauft, die immer wieder mal an Wegkreuzungen stehen. Wir bekommen ein Jerusalemkreuz und verschenken ein Tau Kreuz. Allison und Mark m\u00f6gen Tau Kreuze ganz besonders, wie sie uns dies sagten. Dies alles konnte kein Zufall sein \u2013 es sind F\u00fcgungen wie es sie nur auf dem Camino gibt. Mit einem zufriedenen Gef\u00fchl gingen wir heute schlafen. Dieser Abend mit neu gewonnen Freunden wird uns immer unvergesslich bleiben und ich hoffe wir bleiben mit Allison und Mark auch nach dem Weg noch in Verbindung.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #000000; font-family: Times New Roman; font-size: medium;\">Buen Camino<\/span><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Eine ruhige Nacht lag heute hinter uns. Jean Louis war ein ruhiger Zeitgenosse den man im Zimmer \u00fcberhaupt nicht bemerkte. Wir beschlossen recht fr\u00fch los zu gehen und irgendwann unterwegs etwas zu fr\u00fchst\u00fccken. 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